Yunus & Katharina – Yunus, das unbekannte Wesen

Yunus hat einen straffen Terminkalender in dieser Woche, so kommt es, dass er keine Zeit für Katharina hat, was sie nachdenklich stimmt. Sicherlich weiß sie, dass es Zeiten gibt, in denen er mehr arbeiten muss und in seinem Job kann er eben nicht pünktlich den Stift fallen lassen und gehen, da hätte sie sich jemand anderen suchen müssen. Also es ist der vierte Tag, an dem sie abends alleine Zuhause sitzt und Yunus nicht kommt. Mal gibt es einen Notfall und er steht zu lange im OP, am Tag später ist er zu müde und muss den verpassten Schlaf der vorangegangenen Nacht nachholen. Aber auch in der Arbeit trifft sie ihn kaum, denn statt Visite zu machen, sitzt er in der Sprechstunde und lässt sich nicht blicken. Katharina ist etwas verwundert und sie macht sich Gedanken, ob wohl irgendetwas vorgefallen ist, was ihm Anlass gibt, ihr aus dem Weg zu gehen.

Wenn sie ihn anruft, geht er nicht ans Telefon oder er drückt sie einfach weg, was ist los mit ihm, will er etwas Abstand vor ihr haben oder ist sie ihm überdrüssig?

Von Tag zu Tag schmerzt es sie mehr, es ist wie ein Verlust und das Schlimmste daran ist, dass er nicht mit ihr redet und sie weiß nicht warum. Was ist geschehen? Sie grübelt jeden Tag mehr über ihr Verhalten, ob sie irgendetwas falsch gemacht hat, ob sie ihn verärgert hat und findet keinen Grund für sein Wegbleiben. Sie schreibt ihn Kurznachrichten und er schreibt nicht zurück, nicht mal einen Kommentar, meist bleiben ihre Nachrichten auch ungelesen, denn das Häkchen bleibt grau und nicht blau. Sie wirkt betrübt, nahezu verzweifelt und nach ein paar Tagen fällt es auch Mona in der Arbeit auf, dass irgendetwas mit Katharina nicht stimmt. Und ja, auch sie bemerkt, dass sie Yunus den Oberarzt schon ein paar Tage nicht gesehen hat. Krank oder im Urlaub ist er aber nicht, denn sein Name steht regelmäßig auf dem OP-Plan.

„Katharina? Ist irgendwas zwischen Dir und Yunus?“

Ich schaue Mona  mit großen, vorwurfsvollen Augen an und fühle mich durchschaut, „Ach Mona, das wenn ich wüsste, ich sehe ihn zur Zeit kaum, irgendwie geht er mir aus dem Weg!“

„Wenn ich nur wüsste, wie ich dir irgendwie helfen kann?!“

„Ich weiß es auch nicht, aber sprich mich nicht weiter darauf an, zumindest nicht hier, nicht dass ich hier heulen muss, es reicht schon zuhause, dass ich mir die Augen ausheule!“

„Mensch Katha, das ist doch kein Dauerzustand, Du versinkst ja noch in Depressionen wegen dem! Du musst doch wissen, was vorgefallen ist!“

„Nein, das weiß ich eben nicht und er will anscheinend nicht mit mir sprechen, am besten wäre, wenn ich mich versetzen lasse!“

„Ihr müsst miteinander reden!“

Katharina schnaubt verbittert „Pah!“

„Ich habe es immer schon gesagt, der Typ tut dir nicht gut!“

„Ach was weißt Du denn schon, was gut für mich ist!“

„Ich meine ja nur, schau dich doch mal an! Jetzt verteidigst Du ihn auch noch!“

„Gar nicht, aber ich liebe ihn eben, da kann man nichts machen, es wird bestimmt bald wieder!“

„Und ihr hattet keinen Streit?“

„Keinen Streit! Es gibt bestimmt eine logische Erklärung für sein Verhalten!“

„Dass Du immer nach Ausreden suchst, dich nimmt es doch mit!“

„Ja, schon, aber lass uns jetzt das Thema beenden!“

„Wie Du meinst, sag Bescheid, wenn Du reden willst, ok?“

„OK“

 Wochenende, es ist Freitagabend, und Katharina sitzt wieder alleine Zuhause:

Warum meldet er sich nicht? Warum antwortet er nicht? Der soll nur kommen, jetzt tue ich es genauso wie er und lasse ihn abblitzen. Genau in dieser Sekunde klingelt das Telefon…

„Hallo Schatz, Yunus hier, es tut mir so ……“

Klick- ich kann nicht anders, ich lasse den Telefonhörer fallen, was er kann, kann ich schon lange.

Das Telefon klingelt wieder, ich nehme den Hörer ab, nur um ihn gleich wieder wegzudrücken.

Das Spielchen hatten wir schon mal, es folgt eine Nachricht auf dem Handy, „Na gut, wenn Du so nicht willst, dann eben anders!“

Schluck, was soll diese Botschaft? Er macht mir Angst, sicherlich kommt er gleich und steht, als wenn nichts gewesen wäre vor meiner Tür, nein dieses Mal nicht, so leicht geht das nicht!

Doch es passiert nichts, insgeheim hoffe ich natürlich, dass es so wäre, aber Yunus ist nicht vorhersehbar, ich kann ihn nicht einschätzen.

Weder an diesem Abend, noch am nächsten Tag bekomme ich irgendein Lebenszeichen von Ihm, Mona hat irgendwie Recht, er macht mich krank und ich vergehe beinahe vor Sehnsucht.

Sonntagmittag klingelt es an meiner Haustür, ich will eigentlich gar nicht aufmachen, im schlimmsten Fall sind es meine Eltern und die brauche ich in meinem Zustand erst recht nicht. Es klingelt wieder, doch ich bleibe regungslos stehen und reagiere nicht. Mein Auto steht in der Tiefgarage und niemand kann sehen, ob ich tatsächlich zuhause bin. Ich schaue durch den Spion und erkenne eine jüngere Frau die ich noch nie gesehen habe. Vielleicht eine Zeugin Jehovas oder sonst was, ich öffne die Tür nicht und ärgere mich wieder, dass die Haustür unten nur mit dem Schnapper geschlossen ist.

Die Frau scheint sich zu bücken und es sieht so aus, wie ich vermuten kann, dass sie vor meiner Tür etwas abgelegt hat, sicherlich nur Werbung oder so was. Sie geht mit schnellem Schritt wieder die Treppen hinunter und eigentlich interessiert mich gar nicht, was sie vor meiner Tür abgelegt hat. Für eine Zeugin Jehovas oder sonst eine Angehörige einer christlichen Vereinigung war sie jedoch zu bizarr gekleidet. Ihre Aufmachung macht mich stutzig und ich warte, bis ich nachschaue, was sie vor meiner Tür abgelegt hat.

Ich bücke mich, es ist ein ganz normaler Briefumschlag, keine Werbung, kein Spendenaufruf oder sonst was in der Richtung, ein weißer Briefumschlag mit meinen Namen drauf, in sauberen Druckbuchstaben geschrieben, nicht einfach so hingekritzelt. Ich nehme den Brief an mich und eile an mein Fenster, um vielleicht die Frau noch von hinten zu sehen, aber sie war schon verschwunden, ich kenne sie nicht, habe sie noch nie, zumindest nicht bewusst, vorher jemals gesehen.

Mein Herz schlägt bis zum Hals als ich den Brief vorsichtig öffne, denn ich will ihn nicht kaputt machen, wer weiß, was das bedeuten soll.

Ein ganz normaler zusammengefalteter Zettel, ich erkenne nun die Schrift, ein Brief in Yunus schönster Schrift, er hat sich echt Mühe gegeben. Aber was soll das? Wer war um Himmels Willen diese Frau? Wie kommt er dazu? Muss ich mir da vielleicht Gedanken darüber machen? Ein gewisses Unwohlsein macht sich in meinem Inneren breit.

Keine liebevolle Anrede, nur ein Befehl:

Du wirst heute um 17°° pünktlich mit der bereitgestellten Kleidung in der Friedrichstrasse 15 erscheinen, benutze die Klingel mit dem Namen M. Nikolajew.

Du stellst Dich vor als Katharina, Du wirst erwartet!

Ich erwarte von Dir absolute Pünktlichkeit und Gehorsam!

Ich bin wie vom Donner gerührt, welche Kleidung? Ich muss nochmals nachschauen, da lag nur der Brief! Ich reiße meine Wohnungstür auf und da steht diese mysteriöse Frau wieder, neben meiner Tür mit einer Schachtel. Ich erstarre, die Frau mustert mich mit ihren dunklen Katzenaugen von oben bis unten und überreicht mir die Schachtel ohne auch nur ein Wörtchen zu sagen. Sie bleibt stehen und in ihren Augen kann ich etwas lesen, wie Abneigung oder eine gewisse Arroganz, sie kehrt auf ihren Absätzen um und rennt eilig die Treppe hinunter.

Meine Aufregung steigt und mein Hals wird trocken, ich kann es nicht erwarten, um zu sehen, was in dem länglichen Karton versteckt ist. Ich nehme den Deckel ab, mein Atem stockt, vorsichtig ziehe ich den weißen Seidenstoff aus der Schachtel, ein Hauch von nichts. Ich halte dieses Kleid vor meinem Körper und betrachte mich damit im Spiegel, es ist ein ganz zartes Kleid, es reicht mir bis zur Mitte meiner Oberschenkel, es ist verrucht und elfenhaft zugleich. Ich entledige mich meinen Alltagsklamotten und streife mir das Elfenkleid über. Mit meinen langen blonden Haaren wirkt es fast unschuldig an mir, ich schaue zerbrechlich darin aus, was vielleicht auch daran liegt, dass ich in der letzten Woche kaum etwas gegessen habe. Es ist durchaus tragbar, wirkt nicht als Verkleidung, eher edel. Yunus hat einen sehr erlesenen Geschmack und weiß was mir steht. Dazu weiße Stilettos und zarte Nylons, bei deren Anblick schon Laufmaschen entstehen. Ich muss sehr vorsichtig damit umgehen. Keine Accessoires, kein Schmuck oder Gürtel oder so lenkt von dem Outfit ab, jedoch ist es etwas durchsichtig, auch die Nylons verdecken nicht alles, was es zu verdecken gibt.

Ich muss mich ausgiebig darauf vorbereiten, ich muss mich gut rasieren, dann erkennt man vielleicht wirklich nichts darunter. Es ist keine Wäsche dabei, weder Slip noch BH, aber da habe ich ja genügend Sachen, die perfekt darunter passen.

Was hat er sich nun schon wieder ausgedacht? Was wird passieren? Wird er mich vorführen? Und was ist das überhaupt für eine Adresse? Ich kenne sie nicht, ich kenne die Straße, aber ich weiß nicht, wo seine Freunde und Bekannte alle wohnen, denn die haben wir ja lange genug ausgegrenzt aus unserer Beziehung, nur ein paar Einzelne wissen von uns, genauso wie bei mir, gemeinsame Freunde haben wir nicht. Umso unwohler fühle ich mich, auf wen ich in dieser Wohnung treffe.

Mir ahnt Schlimmes, was weiß ich überhaupt über diesen Yunus? Vielleicht ist das seine Zweitwohnung, ein anderes Leben, dass er mit dieser ominösen Frau teilt, ich mag gar nicht daran denken, kann es mir aber auch nicht ernsthaft vorstellen, oder ich will es einfach nicht wahrhaben, war ich in all der Zeit so blind, so naiv? Werde ich jetzt bestraft für das, dass ich so blauäugig war und vorgeführt wie eine zerbrechliche Porzellanpuppe im Jungfrauenkostüm?

Oder findet dort eine Party statt? Ein Maskenball? Aber das würde auch nicht so zu Yunus passen. Ich hätte die Frau festhalten sollen und fragen sollen, ihr Blick sagte mir, dass sie bescheid weiß.

Bescheid über Yunus und mich, vielleicht lag auch etwas Enttäuschung in diesem abschätzenden Blick. Mein Gott, was soll ich tun, was ist, wenn das seine Zweitfrau ist und jetzt die Trennung zwischen mir und ihm zelebriert wird, weil ich zu zickig bin, nicht unterwürfig genug für einen Mann  seiner Herkunft und mit seiner anderen Mentalität.

Jedoch bewunderte ich ihn immer für seine freie Liebe mir gegenüber, sein Verhalten so westlich und locker und ohne Konventionen. Hat er mir das immer vorgespielt oder hat die andere Frau ihn ertappt und er muss sich jetzt vor mir trennen? Ich mag gar nicht daran denken oder geht meine Fantasie mal wieder mit mir durch.

Fantasie kann beflügeln, kann mich fördern, aber eben auch einbremsen!

Eigentlich bräuchte ich vor diesem Abend mindestens eine Flasche Prosecco um meine Nervosität zu stillen, aber ich kann unmöglich beschwipst dorthin gehen, Yunus würde mich sofort wieder wegschicken, ich weiß es. Ich muss nüchtern bleiben, sauber und clean, genau wie diese Klamotten in die er mich gesteckt hat und in die er mich sehen will.

Er kennt mich zu gut, um zu wissen, wie ich mich in solch einer Situation fühle und ich weiß, er wird es voll auskosten, ich kann sein leichtes, spöttisches Grinsen um seine Mundwinkel schon erahnen!

Die Zeit bis ich aufbrechen muss, zieht sich wie Kaugummi und wie so oft, muss ich mich beherrschen, nicht an meinen Fingernägeln zu kauen. Die Zeit bis zu dieser „Bescherung“ kann ich nicht mal mit Masturbieren überbrücken, zu aufgeregt bin ich, obwohl mir bei dem Gedanken schon der Saft aus der Muschi läuft. Ich weiß aber, dass Yunus das nicht mag und werde mich hüten heute Gebrauch davon zu machen. Ich beschließe den Fernseher anzuschalten, nur zur Berieselung, denn darauf konzentrieren kann ich mich nicht, auch nicht aufs Lesen, das Einzige was geht ist Kreuzworträtsel lösen und in Zeitschriften zu blättern, Hauptsache ich habe etwas in der Hand.

Irgendwie habe ich die Zeit des Wartens doch totgeschlagen und ich fahre in die Friedrichstraße und suche zu Fuß das Haus mit der Nummer 15. Es ist ein altes Haus, fast schon eine Villa, in dieser Gegend nähe des Parkes stehen viele solche schönen, alten Villen aus der Gründerzeit.

Ich nehme all meinen Mut zusammen und es mischt sich zu meiner Unsicherheit noch ein Gefühl der Geilheit mit, die ich nicht richtig genießen kann.

Es stehen insgesamt drei Namen an der Haustür, die Klingel mit der Aufschrift M. Nikolajew ist die oberste und befindet sich unter dem Dach.

Zaghaft drücke ich auf den Klingelknopf, nach einem Moment meldete sich eine dunkle Frauenstimme mit russischem Akzent: „Ja bitte?“

„Ha….Hallo… hier ist Katharina, darf ich reinkommen?“

„ Bitte?“ sagt die Frauenstimme wieder. Bin ich etwa falsch hier? Nein, der Name stimmt, aber was ist, wenn diese Frau hier hinter dem Türöffner gar nicht weiß von meinem Besuch?

„Katharina, ich…ich sollte um 17°° hierher kommen! Entschuldigung!“

Ich bemerke mein Handy und schaue die eingehende Nachricht an:

„Ich hab gesagt, wie Du dich melden sollst und du solltest meinen Anweisungen Folge leisten!“

Das sitzt, ich nehme mir den Brief nochmals zur Hand und überfliege, was für Anweisungen da draufstehen. Ich habe das Gefühl, dass ich wieder alles falsch mache.

Ich klingele nochmals, denn der Zutritt wurde mir verweigert. Was um alles in der Welt macht Yunus hier in dieser Wohnung, durchschießt es wieder mein Gehirn.

Doch nicht Yunus Stimme ertönt, sondern wieder die der Frau, steht er daneben um sich alles mit anzuhören, dass er sofort Bescheid wusste, dass ich mich falsch angemeldet habe?

„Bitte?“

„Katharina- ich werde erwartet“. Und der erlösende Ton des Summers eröffnet mir den Zugang.

Schwester Helena und Herr Behrens Teil 5

Teil 5

Claas fühlt sich wie neu geboren, nicht im Traum hätte er daran gedacht, dass er gegenüber einer reifen Frau wie Helena solche starken Gefühle entwickeln kann und er lässt sie zu. Was macht sie mit ihm? Sie könnte wahrscheinlich alles mit ihm machen. Sie verschwindet aber an diesen Abend genauso schnell wie sie gekommen ist.

Dabei ist nicht mal etwas passiert, mehr als Berührungen und Küsse hat sie nicht zugelassen. Claas fühlt sich allein und hilflos mit seinen irren Gedanken und verwirrten Gefühlen. Was kann er tun? Sie ist ihm einfach aus seinen Händen geglitten. Mehr als ein „Wir -sehen-uns“ hat Helena nicht mehr für ihn übrig, als sie seine Wohnung verlässt. Claas möchte noch etwas erwidern, aber Helena ist schneller. Er sitzt noch lange da und denkt nach, was das eben war. Mist, er hat nicht mal ihre Nummer.

Seine Eregung ist immer noch am Höhepunkt und um sich eine gewisse Erleichterung zu verschaffen, nimmt er seinen kleinen Freund in die Hand und spielt daran herum. Er will nicht sofort kommen, er will das Gefühl, die Gedanken länger genießen und versucht sich selbst einzubremsen.

Es gelingt ihn, sein eigenes Liebessspiel zu steuern und seine Fantasie sorgt den ganzen Abend für wohlige Gedanken und Entspannung bei ihm.

Die nächsten Tage gehen ereignislos an Claas vorüber, er wirkt gegenüber seinen Kollegen und Freunde etwas nachdenklich, so kennt ihn niemand. In der Arbeit kann er gut abschalten, aber sein Freund Alex merkt schnell, dass etwas mit Claas nicht stimmt.

„Hey, was ist los mit Dir Alter? Dich hats erwischt, oder? Diese Arzthelferin, hab ich recht?“

„Ja und das schlimmste ist, ich habe weder ihre Nummer noch haben wir etwas ausgemacht!“

„Wie das denn?“

„Ach, es ging alles so schnell und ich war wie verzaubert und sie ist einfach verschwunden, sie hat gesagt, man sieht sich!“

„Ja und? Dann wird es wohl so sein, das liegt nun an ihr, wenn sie Dich wieder sehen will, dann wird sie sich bei Dir schon melden, wenn nicht, dann vergiss sie!“

„Oh Mann, ich will sie aber nicht vergessen!“

„Warte einfach ab, wenn nicht, Du weißt doch wo sie arbeitet!?“

„Ich will nicht wie ein Stalker vor der Praxis auftauchen um sie abzupassen um sie zu sehen!“

„Du kannst ja nochmal irgendwelche Beschwerden bekommen, jetzt stell Dich nicht so an!“

„Du hast Recht, ich werde mich zusammenreißen und abwarten!“

Das macht Claas dann auch, auch wenn kein Tag vergeht, ohne an Helena zu denken und das erste was er nach der Arbeit zuhause macht, ist seinen AB abzuhören.

Nach einer Woche hat er immer noch kein Lebenszeichen von Helena und langsam wird er das Gefühl nicht los, dass sie gar nichts weiter von ihm will, sie hat ihn benutzt!

Nach weiteren fünf Tagen der Warterei ist Claas davon überzeugt, dass sie vielleicht krank ist und sich deshalb gar nicht melden kann. Aber welchen Grund er sich auch ausdenkt, er verwirft sämtliche Gedanken immer wieder schnell und kann es nicht glauben, dass sie ihn einfach so abserviert hat.

Weder bei ihr in der Arbeit, noch vor ihrer Wohnung möchte er aufkreuzen, durch Zufall beim Gassi-gehen oder Einkaufen fällt auch flach, da er wieder arbeitet und andere Zeiten wie sie hat.

Am Abend schmiedet Claas einen Plan, er provoziert einen Rückfall, um einen Termin in der Praxis zu ergattern, da kann sie nicht weglaufen vor ihm. Aber am besten ohne Untersuchung, aber das würde nicht klappen. Früher kreiste mal so ein Aberglaube, dass man sich durch ein Seifenstück, dass man an einen Knochen bindet, etwas brechen kann, aber aus diesem Alter das zu glauben ist Claas raus. Nein, er provoziert eine ganz normale Erkältung, da kann er zum Arzt, der schaut ihn kurz in den Hals uns stellt ihm dann ein Rezept für ein paar Halspastillen und was zum Gurgeln aus. Da kann er weiter arbeiten, denn so schlecht geht es ihn dann auch nicht.

Sein Plan sieht folgendes vor, er geht nachts, wenn es schon kühler ist mit nassen Haaren und offenen Hemd nach draußen und fährt mit offenen Autofenstern über die Landstraße, er will es nicht übertreiben, nur etwas!

Es ist unangenehm, aber in der Aussicht, Helena ganz offiziell zu treffen, funktioniert das einwandfrei, nun hofft er auf einen Schnupfen und ein wenig Halskratzen am nächsten Morgen.

Tatsächlich, man kann sich sowas auch einreden, der Schnupfen ist mehr ein Schniefen und der Hals tut nicht weh, ist aber leicht gerötet, ob das reicht?

Claas ruft in der Praxis von Dr. Michaelsen an und schildert seine Beschwerden am Telefon. Die Dame in der Anmeldung kennt ihn sogar noch und er bekommt einen passenden Termin für den er seine Mittagspause opfert.

Etwas nervös und mit noch mehr schlechtem Gewissen meldet er sich pünktlich an der Anmeldung. Sein Blick schweift herum und er erschrickt jedes mal, wenn eine Tür auf geht.

Er hat Glück, er muss keine 10 Minuten im Wartezimmer warten bis er aufgerufen wird. Von Helena keine Spur, hoffentlich ist das jetzt hier nicht alles umsonst.

Und da, als Claas das Untersuchungszimmer betritt, erkennt er sie schon von hinten, mit dem Rücken zu ihm steht sie da und schreibt etwas in seine Krankenakte.

Blitzschnell dreht sie sich um, als sie bemerkt hat, dass Claas schon da ist, sie strahlt ihn an, nimmt seinen Kopf in ihre Hand und drückt ihn einen fetten Schmatz auf seinen Mund.

Claas ist überwältigt und stottert, Helena die eindeutig selbstbewusster ist, scheint sich wirklich über seine Anwesenheit zu freuen.

„Mensch Claas und ich dachte, Du willst mich nicht mehr treffen!“

„Wieso sollte ich? Ich habe keine Nummer von Dir und du sagtest, wir sehen uns und dann warst Du einfach weg.“

„Du solltest mal wieder aufräumen, ich habe meine Nummer bei Dir hinterlassen!“

Claas schämt sich etwas, „hab ich nicht gesehn!“

„Naja, macht nichts, nun bist Du ja da, was fehlt dir denn?“

„Du!“

„Mach keine Witze, mein Chef kommt gleich, ist es wieder der Magen?“

„Nein, bei mir bahnt sich eine kleine Erkältung an, nichts Dramatisches, aber …!“

Schon reißt Dr. Michaelsen die Tür auf und wendet sich Claas zu, „Womit kann ich helfen? Was machen Ihre Magenbeschwerden?“

„Denen geht es gut, wenn ich mich an die selbst verordnete Diät halte, ich komme wegen einer kleinen Erkältung, mein Hals kratzt und ich habe Schmerzen beim Schlucken, ach und meine Nase beginnt zu laufen.“

„Gut, dann werde ich mir Ihren Hals mal genauer ansehen.“ Dr. Michaelsen nimmt aus seinen Silberwagen einen Holzspatel und setzt sich eine Stirnlampe auf, „Bitte machen Sie mal ihren Mund ganz weit auf und stecken die Zunge heraus. Ja, die Rötung ist deutlich zu sehen, aber Sie haben Glück, sie sind nur leicht gereizt, mit etwas Gurgeln und inhalieren wird das wieder. Ich möchte mir aber noch ihre Lunge anhören, bitte schieben Sie dafür ihr Hemd nach oben und vorsicht, nicht erschrecken, mein Stethoskop ist etwas kalt.“

Claas schiebt sein Hemd nach oben über seinen Kopf und beugt sich etwas über, wie es der Arzt wünscht, atmet er tief ein und aus, dann darf er sich auch schon wieder anziehen.

„Ich schreibe Ihnen etwas zum Gurgeln auf, das können Sie mehrmals am Tag machen und zum Inhalieren lösen Sie am besten Meersalz im kochenden Wasser auf, decken sie ihren Kopf ab und inhalieren sie tief, das können Sie zweimal am Tag machen. Falls es nicht besser wird, kommen Sie in ein paar Tagen wieder, auf Wiedersehen! Das Rezept erhalten Sie gleich an der Theke!“

Helena begleitet ihn mit raus, „heute Abend bei Dir?“

„Ok, ich freue mich- ich freue mich wirklich, Helena!“

Claas kehrt freudestrahlend an seinem Arbeitsplatz zurück, seine Kollegen fragen, was denn mit ihm los sei, da er grinst wie ein Honigkuchenpferd.

„Ich freue mich einfach auf einen schönen Abend!“

Er tippt in sein Handy, um Alex die frohe Botschaft mitzuteilen, der freut sich mit ihm und schickt ihn ein paar passende Emojis.

Zuhause bringt er seine Wohnung in Ordnung und entdeckt tatsächlich in seinem Chaos neben dem Telefon einen Zettel mit Helenas Nummer, er fühlt sich wie ein Idiot und könnte sich selbst Ohrfeigen. Er poliert die guten Weingläser und natürlich inhaliert er noch, wie es der Arzt gesagt hat.

Helena kommt um halb 8, trägt ein langes Baguette unter dem Arm und eine Schüssel mit selbst zubereitetem Salat. Sie lassen sich Zeit mit dem Essen und genießen den Wein, den er bereitgestellt hat.

„Wie geht es deinem Hals, Claas und wie geht es dir sonst?“

„Naja, ich merk das schon, dass ich etwas angegriffen bin, also vom Hals her!“

Helena rückt näher und fühlt mit ihrer Hand die Stirn von Claas. „Ich finde, Du fühlst dich etwas zu warm an, Claas!“

„Im Ernst? Findest Du?“ und tastet sich selber an seine Stirn. „Hm, kann auch von Wein sein!“

„Ich würde da mal genauer nachsehen!“

„Wie willst Du das tun?“

„Ich habe an alles gedacht, nicht nur an den Salat, komm lege dich aufs Sofa!“ Der Ahnungslose Claas macht, was Helena verlangt.

„So und nun, mache Dich bitte mal frei, oder soll ich das übernehmen?“

„Nein, ich mache schon!“ Claas versteht noch gar nicht, was sie von ihm will. Ihr Tonfall ist weich, aber auch bestimmend zugleich, der keine Widerrede gelten lässt. Sie setzt sich ihm gegenüber auf das Sofa, ein Stethoskop hängt locker über ihre enge weiße Bluse, ein Knopf ist etwas zu weit offen und er kann ihre prallen Brüste erahnen.

Das Stethoskop, welches sie sich in die Ohren stöpselt, drückt sie fest auf seinen Brustkorb, es ist kühl und etwas unangenehm auf der Haut. „Jetzt tief ein und ausatmen!“ Claas folgt ihr aufs Wort, als sie ihn ausreichend von vorne abgehört hat, wechselt sie zu seiner Rückseite. Hier muss er wieder tief ein und ausatmen und Helena geht mit äußerster Gründlichkeit vor und lässt sich Zeit.

Claas wirkt etwas angespannt und langsam beginnt es Claas auf irgendeiner Weise zu erregen. Er spürt deutlich, wie sich sein bestes Stück aufrichtet und über die Berührungen freut. Er war viel zu sehr mit sich beschäftigt und merkt gar nicht, wie Helena wieder vor ihm steht. Mit einer kleinen Taschenlampe bewaffnet fordert sie ihn auf, seinen Mund weit auf zu machen. Helena schaut ihn in den Rachen und in die Ohren, sie tastet seinen Hals nach geschwollenen Lymphknoten ab, sie wirkt streng und professionell.

Helena sagt etwas zu Claas, doch der versteht sie nicht richtig, viel zu sehr lenkt ihn sein kleiner Freund ab, Helena wiederholt es und Claas schaut sie nur treudoof fragend an.

„Mach Dich bitte ganz frei und leg Dich aufs Sofa!“ Ihre Stimme klingt warm, ihr Tonfall aber kühl und distanziert. Er wird neugierig und die Situation zwingt ihn dazu sich zu beeilen und wie zu Befehl auf das Sofa zu legen. Sie tastet seine Leisten ab und seine Erektion wächst deutlich, was sie nicht weiter beachtet.

„Umdrehen bitte!“ schroff und bestimmend klingt ihre Stimme und jagt ihn etwas Angst ein. Er versucht seine Erektion so gut es geht zu verbergen. Helena sorgt für eine angenehme Liegeposition, es war entspannend und anregend, wie ihre schmalen Finger zum Unterhosenbund wanderten. „Bitte das Becken kurz anheben!“ und schon schiebt Helena seine Hose nach unten.

Jetzt liegt Claas auf dem Bauch, ihr ausgeliefert und er hört, wie sie sich Untersuchungshandschuhe über ihre feingliedrigen Hände streift, genaueres kann er aber nicht sehen.

„Nun, dann wollen wir doch mal schauen, ob Du Fieber hast!“

Dieser Satz klingt in seinem Ohr und ehe er diesen Satz verarbeiten und realisieren kann, spürt er schon wie seine Pobacken gespreizt werden und etwas kühles, glattes sanft, aber mit etwas Druck in sein Poloch dringt. Claas atmet tief ein und kneift so gut es geht die Pobacken zusammen.

Helena ist geschickt, Claas spürt genau, dass sich das Thermometer  bereits in ihm befindet, er will protestieren, er will sich dagegen wehren, da merkt er, wie sich sein kleiner Freund freudig erregt und die Behandlung mehr genießt als er selbst. Helena fängt an mit dem Thermometer zu spielen, sie dreht es leicht immer wieder hinein, wenn es droht, nach außen zu rutschen, sie hält es gut fest und bewegt es leicht hin und her, um Claas daran zu erinnern, was in seinem Po steckt. Er kann sich der Wirkung nicht entziehen und Helena merkt das und Claas muss sich eingestehen, dass er es schade findet, als sie nach ein paar Minuten das Thermometer wieder aus seinem Po zieht und fertig ist.

„Hm, leicht erhöhte Temperatur!“ Claas ist unfähig irgendetwas zu erwidern. Helena die schon längst bemerkt hat, wie erregend das alles für Claas war, nimmt etwas Gleitgel auf ihren Finger und dringt nun mit ihrem langen Finger in seinen Anus ein, mit der anderen Hand nimmt sie sein bestes Stück in die Hand und verschafft ihn Erleichterung, denn Claas ist beinahe erschöpft von den vielen neuen Reizen und Berührungen.

Danke Helena, dieses Mal verschwindest Du aber nicht so schnell wieder?!

Nach der Bescherung- Frederick &Alexandra

Nun, wir schreiben den 24. Dezember, Alexandra hat sich über die meisten Sachen in ihrem persönlichen Adventskalender gefreut und ist nun gespannt auf das Erotikspiel, das Frederic angekündigt hat.

Eifrige Leser, die meinem Blog schon länger verfolgen kennen es schon, ich habe vor ein paar Jahren hier mal ein Spiel als PDF bereitgestellt und das will ich mal wieder vorholen:

http://www.sisteroblog.wordpress.com/2018/12/06/weisse-erotikspiel-als-pdf

Frederick & Alexandra- Der Adventskalender

Der Adventskalender, von den Beiden habe ich schon länger nichts mehr geschrieben, drum wurde es mal wieder Zeit, hier mehr eine Aufzählung, statt eine Geschichte

Alexandra möchte Frederick einen Adventskalender kaufen, wo es früher nur Adventskalender mit Schokolade gab, gibt es jetzt in den Geschäften eine riesige Auswahl an Adventskalendern mit den verschiedensten Themen. Sie entscheidet sich doch ganz klassisch für einen Schokoladenadventskalender, weil Frederick gerne nascht. Immerhin, kein billiges No-Name Produkt, sondern mit richtig, guter, teurer Schokolade. Sie kann es nicht verbergen und aus Versehen verrät sie sich schon vorher, dass sie ihm einen Schokokalender gekauft hat.

Nun, Frederick will nicht mit leeren Händen dastehen, so grübelt er nach, möchte was persönliches für Alexandra und es wäre nicht Frederick, wenn er den nicht mit seinen Vorlieben befüllen wird, Marke Eigenbau. Dazu sammelt er Schachteln und Kartons in verschiedenen Größen, verpackt jedes einzelne Päckchen mit Silberpapier und überreicht den freudestrahlend Alexandra.

„Oh, Frederick, da hast Du dich ja mächtig ins Zeug gelegt, das ist ja der Wahnsinn, ein selbergemachter und selber befüllter Adventskalender, na ich bin mal gespannt!“ und strahlt über beide Backen. Frederick, der sich ebenfalls über seinen Kalender freut und sich bei Alex mit einem Küsschen bedankt, freut sich natürlich auch schon teuflisch auf das Gesicht von Alex, wenn sie all die Türchen öffnet und sein Kopfkino macht jetzt schon einen Salto.

Dabei fängt die Nummer 1 wirklich ganz harmlos an, mit einem Schokoladenstern, aber das war nur der Vorgeschmack.

Schon am 2. Tag drängt er gleich nach dem Aufstehen, Alexandra dazu, ihr Kalendertürchen zu öffnen. Alexandra lacht und ist gespannt, weil er das dermaßen spannend macht.

Hervor kommt ein gut duftendes Massagegel, noch ist sie im Glauben, dass der Kalender nur Sachen beinhaltet, an dem Frauen ihre Freude haben.

Schon am 3. Tag legt sich ihre Stirn beim Auspacken in Falten, es ist eine kleine Tube Gleitgel. Sie denkt sich noch nichts weiter dabei, Massagegel, Gleitgel, wird wohl gefüllt sein mit Drogerieartikeln.

Tag 4 ist es eine Packung Latexhandschuhe, am 5. Tag steril eingepackte Spritzen in verschiedenen Größen, so langsam dämmerts ihr und ihre Lust, die Päckchen auszupacken, schwindet von Tag zu Tag.

Am 6. Tag folgt eine Dose mit handelsüblicher Vaseline, am 7. Tag ein kurzer Plastikschlauch, ein Frauenkatheter, mit dem nur einmal kurz Urin abgenommen wird und dann wieder entfernt wird. Wie nett, Frederick sitzt jedesmal grinsend dabei und sie hat den teuren  Schokokalender schon bereut.

Alexandra will die nächsten Tage gar kein Päckchen mehr aufmachen, aber Frederick drängt darauf und kann es nicht abwarten.

Tag 8, Frederick sitzt süffisant ihr gegenüber am Tisch, die Arme vor seinem Brustkorb verschränkt.

Alexandra nimmt angewidert das Päckchen mit der Nummer 8 in die Hand und bastelt es auseinander. Sie zieht ihre Augenbraue nach oben und ein Lächeln huscht über ihr Gesicht, es sind ein paar Handschellen, mit schwarzen Fell bezogen und mehrere Bänder für Fixationen. „Ok Frederick, das geht ja noch, inspiriert mich sogar, danke! Willst Du die heute Abend gleich an mir benutzen?“

„Ach da fehlt doch noch einiges, warte ab mein Schatz!“ „OK!“

Am 9. Tag erscheint eine lange, schwarze Feder und ein schwarzer Spitzenstring, Alexandra bedankt sich mit einem langen Kuss und setzt sich bei Frederick auf den Schoß und fängt an zu kuscheln.

„Alexandra, nicht so voreilig, wir können natürlich schon das machen, was Du gerne hättest, aber manches braucht einfach noch seine Zeit!“

„Och schade, ich will ja auch nur einen Teil des Sortiments benutzen!“

„Das kann ich mir denken, aber Du kannst Dir auch denken, dass ich dir die anderen Sachen, die weniger angenehm für dich sind, auch benutzen werde und nicht umsonst geschenkt habe!“

Am 10. Tag ist in dem kleinen Päckchen so eine schwarze venezianische Maske und Alexandra möchte auf der Stelle und sofort, das Spiel mit Frederick beginnen. Sie bettelt richtig danach, wie ein Hund, der etwas von seinem Herrchen möchte. Frederick lässt sich am Abend überreden und Alexandra darf die neuen Sachen anprobieren und wird von ihm ans Bettgestänge festgekettet. Er verwöhnt sie mit schöner Musik, die lasziv aus dem Wohnzimmer klingt, er benutzt das neue Massagegel, fordert sie mit der Feder heraus, bis sie nicht mehr kann und ihn anbettelt, er möge sie doch nehmen, richtig, wie ein Mann.

Am nächsten Tag kann sie es fast nicht erwarten, was sich in der Schachtel versteckt, vielleicht ist es wieder ein kleines, zusätzliches Detail, das das Liebesspiel spannender macht und sie reißt das Papier auf, während Frederick bereits vorher lachen muss, denn nur Er weiß ja, was es heute gibt.

Alexandras Blick verfinstert sich, die Serie der letzten Tage wird zu ihrem Ärgernis nicht fortgesetzt, es ist eine Schachtel mit 10 Abführzäpfchen. Postwendend steht sie auf und wirft sie in den Küchenabfall. Frederick, der mit so einer Reaktion gerechnet hat, steht auf und holt sie natürlich wieder raus, Alexandra stöhnt.

Am 12. Tag, wie sollte es anders sein, versteckt sich in dem Päckchen ein weiterer Genuss mit dem man den Darm schön entleeren kann, ein paar Mikroklist und ein größeres Klistier. Sie schmeißt es auf den Tisch und Frederick nimmt das als Einladung auf und packt Alexandra, wirft sie über seine Schulter und trägt sie ins Schlafzimmer. Mit flinken Händen schnappt er die Handschellen an Alexandras Handgelenken zu, zerrt ihr das Höschen über die Beine, benutzt zwei Finger voll mit Vaseline, bestreicht ihre zarte Rosette und den dünnen Schlauch des größeren Klistiers und drückt die Flüssigkeit in ihren Darm, ob sie will oder nicht. Heute hat er entschieden, heute wird sein Spiel gespielt, vorgestern ging es nach ihrem Kopf. Er entscheidet, wann sie zur Toilette darf, er bestimmt, wie lange sie warten muss und wann es genug ist, um zu wirken. Er beobachtet sie genau, er spielt mit ihrem Kitzler, ist sie ausgereizt und kurz vorm Orgasmus oder ist sie kurz vorm explodieren wegen dem Druck auf dem Darm? Er ist ja kein Unmensch und nach 15 Minuten befreite er sie und schickt sie zum Entleeren auf die Toilette. Nach ihrem Erfolg, kommt sie frisch geduscht zu ihm ins Schlafzimmer zurück. Frederick nimmt sie in seinem Armen, er küsst sie, er massiert sie und zum krönenden Abschluss dringt er von hinten tief in sie ein.

Am 13. Tag möchte er sie in Ruhe lassen und schenkt ihr ein Bündel mit Kerzen für ein Abendessen in Kerzenschein, dass selbstverständlich Frederick zubereitet, Alexandra wird inzwischen zu einem ausgiebigen Vollbad in die Badewanne geschickt, was natürlich für sie auch ein schöner Tagesabschluss war.

Am 14. Tag packt sie ein paar silberne Liebeskugeln für die Vagina aus, die hat sie sich auch schon lange gewünscht und probiert sie natürlich auch gleich aus. Sie stellt sich etwas ungeschickt an und traut sich nicht so ganz die Kugeln in ihre Scheide zu stopfen. Frederick ist ihr gerne behilflich. „Ach mein Schatz, lege Dich bitte ganz entspannt zurück, stell deine Beine etwas auf, etwas auseinander, damit ich schön hinkomme und überlass das mir. Er bestreicht sie mit einer hauchdünnen Schicht des Gleitgels und verwöhnt sie mit der Zunge, aber nur so lange, bis sie feucht wird und nicht bis sie kommt. Er passt genau den richtigen Augenblick ab, bis er die Kugeln ganz in sie hineinschiebt und verschwinden lässt.-Ab jetzt muss sie in der Küche alles vorbereiten, sie muss den Tisch decken, sie muss die Treppen in den Keller und wieder hoch, Frederick schickt sie quer durch die Wohnung, damit sie in den vollen Genuss der beiden Kugeln kommt und sie genießt es, bedankt sich mit einem Lächeln und unkontrolliertem, kurzen Aufstöhnen.

Am 15. Tag wird wieder ihr Hintertürchen beschenkt, ein kleines, goldenes Vibro-Ei mit Fernsteuerung. Heute ist es Frederick, der unbedingt die Dinge in die Hand nehmen will, er kann es gar nicht erwarten, „Komm Alex, beug Dich über die Stuhllehne!“ Alexandra verdreht nur seufzend die Augen und tut, was er sagt. Frederick hat ein leichtes Spiel, denn heute trägt sie einen kürzeren Rock, er muss den Saum hinten nur hochklappen und die Strumpfhose etwas nach unten ziehen, etwas Gleitgel an den kleinen Vibrator und schwupp, drückt er das Ei durch ihre Rosette durch, seinen Finger lässt er noch eine Weile mit drin. Auch an diesem Tag muss sie sich noch tüchtig bewegen, damit sie auch was von dem Gefühl hat. Während des Abendessens benutzt er immer mal wieder die Fernbedienung und lässt das Ei vibrieren, für den kleinen Kick zwischendurch.

Nach drei Tagen Spaß muss aber mal wieder was Ernsteres her, etwas womit er sie in Schach halten kann, wenn sie zu arg aufdreht. Sie öffnet die quadratische Schachtel, wie ein Würfel und schon sieht sie was Rotes. Zuerst denkt sie, es wäre ein weiteres Spielzeug, aber dann kapiert sie es, es ist eine rote Klistierbirne. „Aber Frederick, meinst Du nicht, das Zeugs zum Abführen ist genug?“

„Es ist nie genug, das braucht man immer wieder, um den Darm schön sauber zu halten, vergiss das nicht!“

Etwas angstvoll fragt sie nach: „Kommt das heute noch zum Einsatz?“

„Nein, ich will dich doch nicht überstrapazieren!“

Am Tag 17. erscheinen im Päckchen wieder verschiedene dünne Latex und Plastikschläuche, Alexandra hält dies hoch mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn.

Frederick winkt ab, „ach, auch das werden wir nicht so oft brauchen, vielleicht mal zum Spielen zum Ausprobieren, ansonsten werde ich dir mal einen Katheter legen, wenn wir eine längere Fahrt vor uns haben. Und das dickere ist ein Darmrohr, wenn Du mal Blähungen hast, vielleicht.“

„Wieso denn das?“

„Na Du musst doch unterwegs oft zur Toilette und Du findest doch die Autobahntoiletten so eklig, was sie ja meist auch sind. Ich lege Dir vor der Fahrt einen Katheter und wenn wir ankommen, entferne ich den wieder und Du musst nicht auf diese dreckigen Dinger gehen und dir womöglich noch was holen!“

„Ahh, Du denkst dabei also nur an mich?“

„Natürlich, was denkst Du denn? „

Am 18. Tag liegt in einer schön verzierten Box ein Sammelsurium an Ampullen und Zäpfchen. Alexandra macht die Schatulle angewidert wieder zu. „Bäh! Kannst behalten!“

„Ach quatsch, auch das nur für dich, für alle Situationen gerüstet, für deine persönliche Hausapotheke!“

Also nichts, was man sofort an ihr ausprobieren muss, nur für den Notfall hat er gesagt.

Am 19. Tag ist das Päckchen schon etwas größer und schwerer, Alexandra ist gespannt, zeigt aber wenig Begeisterung. Fast schon abfällig „Aha, brauch ich doch nicht, wozu?“

Es ist ein Blutdruckmessgerät, ja Alexandra hat keine Kreislaufprobleme, Frederick ist aber der Meinung, dass so ein Gerät in eine anständige Hausapotheke gehört.

Am 20. Tag, was mag das sein? Lang, leicht und schmal verpackt? Alexandras erstes eigenes Fieberthermometer. Zu ihrem entzücken hat Frederick ihren Namen eingravieren lassen. Wie nett!

„Du brauchst doch mal ein eigenes!“ hat Frederick gesagt.

„Wozu, ich merk das doch selber, wenn ich Fieber habe, mir ist es egal, ob ich 37,9 oder 38, 2 habe!“

„Aber mir ist das nicht egal, Ende der Diskussion! Ich werde das dann auch noch einweihen, nicht dass es kaputt ist, dann muss ich das rechtzeitig umtauschen.“

„Frederick lass doch, mir hat ehe ich mit dir zusammen war, auch 20 Jahre keiner mehr richtig Temperatur gemessen!“

„Das traust Du dir auch noch zu sagen, Schande! Wenn ich mir das so richtig überlege, lege dich doch bitte mal über meine Beine, mach dich unten herum frei!“

„Nein, Frederick, das werde ich jetzt nicht tun, vor allem nicht, weil Du das jetzt so sagst!“

„Na warte!“ Frederick steht auf, Alexandra legt die Sachen weg und springt hoch, stellt Stuhl und Sessel ihm in Weg und hindert ihn so daran, sie einzuholen, sie spielt Fangen mit ihm und reißt aus und lacht.

Frederick der das auch lustig findet, holt sie schnell ein und erwischt sie am Hosenbein, Alex stolpert zu Boden und Frederick zieht sie am Hosenbein zu sich heran. „Hab ich dich, Du hast doch eh keine Chance mir zu entkommen!“ Mit einem Griff zieht er ihre Hose nach unten und legt sie übers Knie, beide müssen lachen und er nimmt das zum Anlass so weiter zu machen. Aus Spaß und um die Spannung etwas zu erhalten, klatscht er ihr auf den nackten Po. Alexandra lacht umso mehr und versucht mit ihrer Hand seine abzuwehren, doch er ist stärker und klatscht ihr noch 2x hinten drauf, bis er sie fest im Griff hat. Das Thermometer befeuchtet er dieses Mal nur mit ihrem eigenen Muschisaft und schiebt es zielstrebig, aber sanft in ihren Po hinein. Anfangs versucht sich Alexandra noch freizustrampeln, aber umso mehr sie sich dagegen wehrt, desto weiter scheint Frederick das Thermometer in sie reinzuschieben.

Der 21. Tag beschert ihr wieder mehr Vergnügen, es ist ein 3-armiger Vibrator, praktisch für jede Körperöffnung gleichzeitig. Alexandra betrachtet dieses Prachtexemplar genau, Frederick entschuldigt sich: „Wenn ich mal nicht zuhause bin!“

„Dankeschön!“ und haucht ihm einen Kuss auf den Mund.

Am 22. Tag ist in der Schachtel nochmals eine schöne Schachtel, darin verbirgt sich ein Womanizer in weinrot, mit Druckwellen Stimulation von sanft bis intensive Saugung und Autopilot Funktion.

„Das schaut aber sehr edel aus, Frederick!“

„Ich hoffe Du wirst ein Vergnügen damit haben!“

Am vorletzten Tag, die Nummer 23. Steht auf dem größten Karton des Kalenders, sie hat keine Ahnung, was es noch sein könnte. Zuerst sieht sie etwas silberne hervorblitzen, was aussieht wie ein Kochtopf. Das geht ja jetzt in eine völlig andere Richtung, doch sie packt das Teil richtig aus und unten am Boden hängt da noch ein Schlauch daran, womit sie gar nicht weiß, was sie damit machen soll.

„Das ist ein Irrigator!“

„Was ist ein Irrigator?“

„Damit kann man Einläufe machen, Spülungen oder Darmreinigungen!“

„Ihh, das will ich aber nicht!“

„Du wirst schon sehen!“

„Gar nichts werde ich sehen, weil ich es nicht zulassen werde, dass Du mir sowas hinten reinschiebst!“

„Kommt Zeit, kommt… Komm!“

„Nee!!!“

„Alexandra! Muss ich erst böse werden?“

„Nein!!!“

Alexandra steht auf und rennt ins Bad und sperrt hinter sich die Türe zu. Nachdem sie nach 5 Minuten nicht wieder herauskommt, klopft Frederick an die Tür: „ Schatz? Du das war nur ein Scherz, komm wieder heraus, ich werde den jetzt nicht benutzen, ich verspreche es.“

„Wirklich?“ ertönt es aus dem Badezimmer.

„Ja, ich schwöre!“

Alexandra lenkt ein und sperrt wieder auf, Frederick nimmt sie an der Hand und holt sie raus, „Entschuldigung, ich wollte dich nur ein wenig ärgern und das scheint mir ja gut gelungen zu sein!“

„Allerdings!“

„Du weiß ja gar nicht, wozu so ein Ding alles gut ist, wird in der Alternativmedizin für heilende Einläufe heute noch gerne benutzt!“

„Echt?“

„Ja natürlich, man kann es aber auch zu einer Bestrafung benutzen!“

„Hm, aber das machst Du nicht, gell?!“

„Nein, das mache ich nicht. Vielleicht mal als Drohung, wer weiß?“

„Freddie!!!“

„Sag noch einmal Freddie zu mir und das Ding ist in Deinem Arsch!“

„Ich verspreche, ich sag es nie mehr!“

Am 24., den letzten Tag, das letzte übrig gebliebene Schächtelchen ist klein, Alexandra fällt es beim auspacken schon auf den Schoß, es ist ein goldenes Kettchen mit einer EKG Kurve dran.

„Das ist ja süß, was es alles gibt!“

„Du, ein Goldschmied kann dir alle nur erdenklichen Motive zaubern, die man passend zum Thema trägt!“

„Toll, einfach nur toll, ich liebe Dich!“

„Ich dich auch und heute Abend nach der Bescherung machen wir ein schönes Spiel!“

„An welches hast Du da gedacht?“

„Ein Erotisches, lass Dich überraschen!“

Schwester Helena und Herr Behrens -Teil 4 (ein Weihnachtswunsch?)

Man sieht sich! Diese Worte klingen Claas noch länger im Ohr, genauer gesagt den ganzen Vormittag. Er sitzt Zuhause und weiß nichts, mit sich anzufangen, es geht ihm auch schon viel besser.

Ach, das Antibiotika, fast hätte er es vergessen, er sollte es sich gleich nach dem Arztbesuch besorgen, um sofort damit zu beginnen, zu sehr war er abgelenkt. Jetzt muss er los, muss das wirklich gleich sein? Claas plagen Gewissensbisse und ihm fallen plötzlich noch 1000 andere Sachen ein, die er erledigen kann. Er schaut auf die Uhr, es ist 11 Uhr mittags, die Arztpraxis macht um eineinhalb Stunden Mittagspause…Helena!

Das wird schon nicht so schlimm sein, denkt sich Claas, wenn er mit den Antibiotika nicht sofort beginnt. Gegen 12:40 Uhr verlässt Claas das Haus, schlendert Richtung Arztpraxis und druckst sich dort gegenüber herum, die Eingangstür lässt er nicht aus den Augen. Ob er das hinbekommt? So zufällig ihr über den Weg zu laufen? Jedes Mal wenn die Tür geöffnet wird reißt es ihn, er läuft einfach auf und ab, auf der anderen Seite der Straße. In den Augenwinkeln lässt er die Tür nicht aus den Augen und er verfolgt mit Spannung, wer die Praxis verlässt.

Da, das war eine jüngere Angestellte, eine Auszubildende, sicherlich ist Helena dann noch drin. Sie wird doch wohl ihre Mittagspause nicht in den Praxisräumen verbringen?

Claas wird langsam ungeduldig, ihm ist sein Verhalten peinlich, falls er beobachtet wird. Aber wer soll ihn schon beobachten? Fünf vor Eins, er hat sein Vorhaben schon fast aufgegeben, wird die Tür abermals aufgerissen und Herr Doktor Michaelsen tritt heraus, daneben Helena.

Mist, sind die beiden etwa doch ein Paar? Unmöglich sich jetzt hier zu zeigen, er bleibt verdeckt hinter den geparkten Autos an der gegenüberliegenden Straßenseite. Ahh! Der Doktor steigt dort in ein abgestelltes Auto, Helena tritt alleine auf die Straße und kommt direkt auf ihn zu.

Zu schnell, um dass er verschwinden kann, sie hat ihn schon entdeckt: „Hallo!“ ruft sie schon, „Herr Behrens! So ein Zufall, dass ich Sie heute schon das zweite Mal treffe, nicht wahr?“

„Ach hallo, ich wohne nicht weit weg von hier und ich muss doch noch zur Apotheke!“

„Aber Herr Behrens, das sollten Sie doch schon heute früh besorgen!“ tadelt sie mit vorwurfsvoller Stimme.

„Da gings leider nicht, da hatte ich es etwas eilig nach Hause zu kommen, verstehen Sie?“

„Vielleicht!“

„Und was treiben Sie so in Ihrer Mittagspause?“

Oh mein Gott, den Satz hätte er am liebsten rückgängig gemacht, wie konnte er nur!

„Ich gehe nach Hause und dann mit meinem Hund Gassi!“

„Ach Sie haben einen Hund, was ist es denn für Einer?“

„Ein mittelgroßer Mischling, ganz lieb!“

Ihm gehen 1000 Fragen durch den Kopf, die er ihr noch stellen könnte, aber die Worte gelangen nicht bis zu seinem Mund. „Aha, na ich muss jetzt mal weiter, viel Spaß noch beim Gassi gehen!“

„Alles Gute Herr Behrens!“

Wie die Claas angeschaut hat, als würde sie genau gemerkt haben, dass es kein Zufall war, dass sie ihn hier getroffen hat. Claas ist völlig durcheinander, in der Apotheke sind noch zwei Kunden vor ihm dran und als er aufgefordert wird, ist er in Gedanken völlig woanders.

Er sucht das Rezept in seinem Geldbeutel und legt es nervös der Angestellten auf die Theke.

„Einen kleinen Moment bitte!“ Claas ist nicht bei der Sache und dreht sich schnell wieder um, um zu sehen, in welches Auto Helena steigt, doch sie verschwindet zwischen den Autos, vielleicht wohnt sie ja in der Nähe.

„Herr Behrens- ihre Sachen, bitteschön, das Antibiotika nehmen Sie 2x am Tag, am besten nach dem Essen, dann verträgt man das besser. Das Schmerzmittel und den Weichmacher nach Bedarf!“

„Was denn für einen Weichmacher?“

„Ja das stand da mit auf dem Rezept, ein Stuhlweichmacher, den sollten Sie anfangs 1 oder 2x täglich nehmen, dann bei Bedarf.“

Claas schaut etwas verdutzt, packt die Sachen aber ein.

Just in diesem Moment, als er wieder aus der Apotheke heraustritt, stolpert er gedankenverloren fast über eine Hundeleine.

Helena! Sie lacht und holt ihn in die Realität zurück. „Haben Sie soeben geträumt Herr Behrens, Herr Claas Behrens?“

„Oh, entschuldigen Sie, so ein Zufall schon wieder!“

„Wollen Sie mir ein paar Meter Gesellschaft leisten?“

Claas traut seinen Ohren nicht, „Äh ja, kann ich, ich soll mich ja auch an der frischen Luft bewegen!“

„Ja genau, leider hab ich keine zweite Leine dabei und den Hund möchte ich nicht ohne Leine laufen lassen!“

Claas lacht verlegen, „dann muss ich wohl an Ihrer Seite bleiben, oder?“

„Ja, das müssen Sie!“

„Ich gehe nicht gerne alleine laufen, ich treibe Sport mit einem meiner besten Freunde!“

„Das ist kein Sport, wenn ich vom Hund gezogen werde, aber ich habe auch gerne etwas Unterhaltung dabei. Wie lief es denn mit dem Kochen gestern Abend?“

„Ach, das ist mir angebrannt, ich musste es wegwerfen!“

„Nein!!! Und dann?“

„Dann hab ich verbotener Weise zur Tiefkühlpizza gegriffen!“

„Schämen Sie sich!“

„Ich bin eben nicht am Herd geblieben, ich habe mich aufs Sofa gelegt!“

„Warten Sie mal, ich habe heute Abend nichts vor, was halten Sie davon, wenn ich für Sie koche? Ich meine das jetzt wirklich ernst, ich koche sehr gerne.“

„Ähm, ich weiß nicht recht, kann ich das annehmen?“

„Natürlich, Sie kommen heute Abend um 7 Uhr bei mir vorbei, ich wohne gleich da vorne, ich zeig es Ihnen!“

„Sie würden wirklich für mich kochen? Das wäre ja ganz toll!“

„Ja, stellen Sie sich auf etwas Gesundes ein!“

„Ok!“

Helena reicht ihm die Hand, „Ich heiße übrigens Helena!“

„Angenehm, Claas!“

Helena zeigt ihn noch wo sie wohnt und Claas verabschiedet sich bei ihr bis zum Abend.

Claas steht noch eine Weile da, weiß nicht, ob er sich das jetzt erträumt hat oder nicht.

Er kehrt um und geht in seine Richtung nach Hause, er muss ja jetzt wirklich endlich mit dem Antibiotikum anfangen.

Den Nachmittag verbringt er hauptsächlich am Computer, er lässt sich Sachen von der Arbeit schicken, die er von Zuhause aus bearbeiten kann, so ist es schnell abends und etwas frischmachen möchte er sich ja auch noch.

Claas hofft, dass der Abend kein Reinfall wird, vielleicht verspricht er sich zuviel von dem Treffen, vielleicht lebt eine Horde Kinder bei ihr? Oder ihre alten Eltern, die sie mitversorgt? Wer weiß?

Kurz vor Sieben ist er schon bei ihr, es dauert einen Moment, ehe Helena die Tür aufmacht. Leise Musik hört er im Hintergrund, keine Kinder, nur der Hund kommt freundlich mit dem Schwanz wedelnd auf ihn zu und beschnuppert ihn, bis er reingelassen wird.

Auf dem ersten Blick alles sehr modern, aber gemütlich, keine kühle Atmosphäre, ganz anders, als er sich Helenas Umfeld vorgestellt hat. Darf er überhaupt hier sein? Darf sie eigentlich Patienten privat treffen? Claas verwirft seine Bedenken schnell wieder, Sie war es, die ihn eingeladen hat und sie haben sich durch Zufall getroffen und das nicht in ihren Diensträumen ausgemacht.

Fast hätte er es vergessen, in seiner Jackentasche hat er eine kleine Schachtel Pralinen dabei, als Dankeschön und für den Ausgleich zum gesunden Essen. Sie zieht die Stirn in Falten, bedankt sich aber aufrichtig herzlich dafür.

Claas kommt gar nicht zu Wort, die Worte sprudeln nur so aus Helena heraus, sie erklärt ihn alles, über die Zutaten, die Zubereitung und Vieles mehr.

Es ist natürlich Fleischfrei, das hat er sich schon gedacht, aber zum Glück ist es kein veganes Körnergericht, sie hat Fisch zubereitet, gegrillt mit Gemüse und Gewürzen, die er nicht kennt. Aber es schmeckt außergewöhnlich gut und er lässt sich gerne noch Nachschub auf den Teller schaufeln.

Im Gegensatz zu der Arbeit, trägt Helena ihr glänzendes, langes Haar heute offen, sie wirft es über eine Schulter. Das weiße Hemd das sie trägt, scheint zwei Nummern zu groß zu sein, denn es rutscht ihr ständig über die Schulter. Es blitzt kein zarter Spitzen-BH hervor, sondern nur der Träger eines olivgrünen Bundeswehrtops und es schaut gut, es passt zu ihr und zu ihren Haaren. Er würde sie am liebsten an ihrer nackten Schulter berühren, sie darauf küssen, fasziniert bleibt sein Blick immer wieder daran hängen.

„Wohnst Du alleine hier?“

„Nein, hier lebt noch Herr Wolf!“

„Ähm, eine WG? Wo ist er heute?“

„Na dort in seinem Körbchen, Herr Wolf ist mein Hund!“

Jetzt muss er lachen, was für ein seltsamer Name für einen Hund. Die Schulter! Er muss sie berühren- unbedingt. „Entschuldigung Helena“ und zieht ihr Hemd hoch über ihre Schulter, „Ihre Schulter!“

„Ja, was ist mit meiner Schulter? Was machen Sie, was machst Du denn da?“

„Ich kann nicht wegsehen davon, die nackte Schulter zieht mich magisch an!“

„Was? Meine kalte Schulter? Die wirkt nur so!“

„Darf ich Dich küssen Helena für das wundervolle Abendessen?“

Helena lächelt und beugt sich etwas vor. Verlegen haucht ihr Claas einen Kuss auf den Mund, Helena zieht ihn näher an sich heran und fordert ihn zu mehr. Immer noch vorsichtig steckt Claas seine Zunge in ihren Mund, den sie bereitwillig öffnet. Sie spielt mit seiner Zunge, sie tastet seinen Mund aus, sie verschlingt ihn fast und hält seinen Kopf ganz fest an ihrem Gesicht heran.

Dann plötzlich: „Pscht, warte…“ Sie steht einfach auf und lässt ihn mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn sitzen.

„Helena, Du kommst doch wieder?“

„Klaro, warte doch, bleib einfach sitzen!“

Helena kommt zurück, mit Tuben von Gels und Cremes und einen Einmalrasierer.

„Helena, was hast Du vor?“

„Sorry, Du kratzt so arg, ich werde dich jetzt rasieren!“

„Was, Du willst mich rasieren? Mein Gesicht kennt keiner besser wie ich, ich habe das schon viel öfters rasiert als Du, ich kenne jedes Grübchen, jede Falte, jede Unebenheit und Du machst doch sowas nicht oft!“

„Pscht!“ Helena legt ihm ein schwarzes Seidentuch um die Augen und bindet das hinterm Kopf zusammen. Er will es hochziehen, doch sie ermahnt ihn scharf.

Claas vertraut ihr nicht, er hat Angst, dass sie ihn schneiden könnte, sie merkt das.

„Vertrau mir einfach!“

Helena zieht ihr übergroßes Hemd aus, trägt jetzt nur noch das olivgrüne, gerippte, enge Top und eine schwarze Leggings darunter. Sie bereitet Handtücher, mehrere Lappen, Cremes, Schälchen etc. am Boden aus. Sie nimmt Claas an der Hand und drückt ihn zu Boden, damit er sich setzen kann.

Sie setzt sich auf ein Kissen bequem hinter ihn im Schneidersitz und bettet seinen Kopf in ihrem Sitz.

Claas ist angespannt, mit einem warmen getränkten Lappen reinigt sie ihm sein Gesicht, er fühlt sich um Jahre zurückversetzt, er kann sich gar nicht mehr daran erinnern, wann ihm das letztemal jemand sein Gesicht gewaschen hat, es duftet herrlich frisch, sie könnte damit ewig weitermachen.

Danach kommt ein trockenes, angewärmtes Handtuch, sie rubbelt sein Gesicht nicht etwa trocken, so wie er das immer tut, nein sie tupft es vielmehr trocken, ganz vorsichtig und sachte.

„So, ich bereite dein Gesicht jetzt vor und damit sich die Poren öffnen, werde ich jetzt dein Gesicht mit einem Peeling behandeln!“

Claas ist aufgeregt, noch nie in seinem Leben hat er ein Peeling auf sein Gesicht gemacht.

Sie schäumt es in ihrer Hand etwas auf und streicht dann die Paste auf seine Stirn, seine Nase und seine Wangen und massiert das in kreisenden Bewegungen in die Haut.

Claas genießt es, noch nie hat jemand sein Gesicht so zart, so liebevoll behandelt, was hat er nur in all den Jahren versäumt? Er nimmt den Duft wahr von fremden Pflanzen und Hölzern, er würde Helena so gerne dabei ansehen.

Helena lässt sie Paste etwas einwirken, „das bleibt jetzt so lange drauf, bis es angetrocknet ist, aber das geht schnell!“

Claas nickt nur und lehnt sich wieder zurück. „Soo, nun wasche ich das alles wieder ab!“ Wieder nimmt sie das Tuch mit frischem Wasser und wäscht das Peeling ab. Die Haut ist schon merklich zarter geworden.

„Jetzt kommt die Hauptsache, die Rasur!“

„Ach bitte, mach vorsichtig!“

„Ich werde mir die größte Mühe geben!“ Sie nimmt ihm das Tuch ab zum Rasieren, gibt etwas Rasierschaum auf ihre Hände und verteilt das in Claas Gesicht. Während sie das macht, schließt er freiwillig seine Augen. Er blinzelt und sieht, dass sie den Einmalrasierer bereits in der Hand hält. Sie setzt an der Wange an. Claas Nerven liegen blank und er nimmt ihre Hand und hält sie fest.

„Pscht, warte- Moment!“ Helena steht auf, nimmt das Tuch…und Claas denkt, sie verbindet seine Augen wieder, aber nein. Sie nimmt seine beiden Handgelenke und bindet die am Rücken zusammen. Sie platziert sich wieder hinter ihm und bettet ihn in ihrem Schoß.

Strich für Strich zieht sie ganz vorsichtig und langsam über sein Gesicht, um den Schaum und die Stoppeln abzurasieren.

Als sie damit fertig ist, nimmt sie die Fesselung wieder ab und wischt die übrigen Schaumspuren von Claas Gesicht. Claas atmet erleichtert auf.

 Er denkt, sie ist fertig und will aufstehen, doch Helena hält ihn fest zurück.

„Bleib! Ich bin noch nicht fertig!“ Sie nimmt ein Fläschchen mit einem kühlen Serum und mit ihren Fingerspitzen klopft sie die Flüssigkeit in seine Haut, hauptsächlich unter den Augen. Helena bleibt sitzen, sie scheint noch nicht fertig zu sein. Sie wartet ab, bis es etwas eingezogen ist. Dann nimmt sie aus einer weiteren Tube eine wohlriechende Creme, „das ist eine Pfirsichcreme und macht deine Haut geschmeidig und jung!“

Claas würde die Creme am liebsten von ihren Fingern lecken, so gut riecht sie, Helena bearbeitet sein ganzes Gesicht damit, ihre Brustwarzen zeichnen sich unter den Top ab und auch in seiner Hose rührt sich etwas. Er möchte sich aufsetzten, er möchte ihre Gesicht zu seinem herunterziehen, er möchte sie küssen und er möchte ihre Brüste fühlen, er streckt sich nach ihnen aus, er möchte sie anfassen, mit seinen Händen greifen und fühlen, doch Helena…

Nimmt den schwarzen, dünnen Schal und bindet erneut seine Handgelenke zusammen und über seinen Kopf an das Tischbein fest. Sie kniet sich nun vor ihn hin, sein Blick ist weiter auf ihre Brüste gerichtet, den Spaß will sie ihn verderben, er soll sich ganz fallen lassen und somit verbindet sie seine Augen auch wieder.

Er ist ihr ausgeliefert, mit all ihrer Zärtlichkeit, wie sie sein Gesicht behandelt, es liebkost und er darf einfach nur so daliegen, er zerspringt innerlich beinahe. Nicht im Traum hätte er daran gedacht, dass ihn so etwas passieren könnte und wie er auf Berührungen reagiert. Musste er erst so alt werden, bis ihn jemand so verführt?

Sie nimmt seinen Kopf und führt ihn zu ihrem, steckt ihre Zunge zwischen seinen Lippen, fängt hemmungslos an, daran herum zu saugen, sie streichelt sein Gesicht, sie streichelt sein Haar und er ist unbeweglich gemacht. Sie reißt ihm die Augenbinde ab und sie sieht sein Funkeln in den Augen. Ihre beiden Zungen verschlingen sich, ebenso die Arme, als sie ihn endlich losgemacht hat.

Er drückt sie ganz fest an sich: „Ich möchte dich nie mehr loslassen!“

Yunus & Katharina- Im Wald II

„Was sagst Du da?“

Yunus grinst Katharina schadenfroh an, „ich sagte, da kommt wer!“

„Nein, binde mich los- sofort!“

Yunus nestelt ungeschickt am Knoten herum, „Yunus, mach schnell! Los beeil Dich!“

Da kommt ein kleiner Hund angerannt, weit und breit kein Herrchen zu sehen.

„Katharina, das ist nur ein Hund, weiter niemand!“

„Wo ein Hund ist, ist auch das Herrchen nicht weit!“

„Wir sind so unauffällig, es hängen noch genügend gelbe Blätter an den Bäumen“.

Jetzt hört er das Rascheln, ein älterer Spaziergänger läuft langsam den steilen Berg hoch.

„Pscht, leise sein!“

Yunus stellt sich vor Katharina hin, umarmt sie und umhüllt sie mit seinem Wollmantel. Katharina zittert vor Kälte und Angst. Yunus nimmt sie fester in den Arm, er verdeckt sie so, dass der Spaziergänger sie kaum sehen, nur vermuten kann. Katharina hält den Atem an, Yunus küsst sie so lange, bis der Fußgänger mit seinem Hündchen vorbei ist. Der kleine Hund ist etwas neugierig und schnuppert an Katharinas Fellstiefel. Der Mann ruft nach ihm und schon rennt er weg.

Katharina atmet auf, „das war knapp, meinst Du der hat mitbekommen, was wir hier treiben?“

„Ich glaube nicht, und wenn schon!“

Yunus bindet eine Hand los, plötzlich klappt das auch ganz schnell, war da Absicht dabei?

„Dreh Dich bitte um!“ Katharina seufzt und dreht sich um.

„Umarme den Baum, ganz fest, presse Deine Brüste gegen die Rinde, genieße das leichte Prickeln, den Schmerz, wenn sich die kleinen Äste in Dein Fleisch bohren.“

Und wieder hört sie den Kameraauslöser, wie Yunus pausenlos darauf los knipst.

Er gibt Anweisungen, wie er es gerne hätte, „Wirf Deinen Kopf in den Nacken, lasse Deine Haare fliegen, jetzt schau zu Boden, geh in die Knie, sinke ein in den Waldboden“.

Yunus nimmt Herbstlaub in die Hand und bewirft sie damit, „Steh auf, mach die Beine breit, tu es für mich!“ Yunus hält sie von hinten fest und spielt mit seiner warmen Zunge an ihren Nacken und beißt in ihre Ohrläppchen. Die Kamera hat er kurz weggelegt, er streicht ihren Rücken entlang und Katharina zieht sich unter seinen Berührungen zusammen, ihre Nackenhaare stellen sich auf und sie verkrampft sich, während sich Gänsehaut bildet.

Yunus nimmt aus seinem Rucksack eine Tube Gleitgel, nicht dass sie das braucht, sie ist schon feucht genug. Dennoch schmiert er zwei Finger damit ein und dringt zwischen ihren Beinen von hinten in ihren Poloch ein. Er entdeckt einen wohl geformten Tannenzapfen, so schön geformt und ganz frisch. Ihm bereitet das ein Vergnügen ihr dieses Exemplar in ihren Po zu schieben. Katharina quiekt kurz auf, Yunus hält von hinten ihren Mund zu, „Aua!“ Katharina beißt zu.

Yunus hebt einen Zweig aus Reißig vom Boden auf, den er sich vorhin zurechtgelegt hat und streicht  ihn sanft über ihren Rücken, zuerst ganz sachte, dann etwas härter, der Zweig hinterlässt sofort Striemen und sorgt für eine gute Durchblutung.

Jetzt erst recht, nun etwas stürmischer, schiebt er den Zapfen in Katharina hinein, zieht ihren Kopf an den Haaren nach hinten und dringt mit seinem wieder prall gewordenen Schwanz von hinten in ihre Muschi ein.

„Willst Du unbedingt noch mehr Aufmerksamkeit erregen? Dann schrei noch lauter!“

Katharina reißt sich zusammen, natürlich will sie das nicht, sie zischt ihm ein „Mistkerl“ entgegen und geht mit ihm im Takt mit.

„Und Du bist ein kleines Miststück, ich besorg es Dir, jetzt und hier“.

Yunus spießt sie mit seinem Schwanz regelrecht auf, die Kälte verschwindet, wohlige Wärme macht sich in ihrem Inneren breit und sie nimmt dankbar sein Sperma auf.

Yunus& Katharina- Im Wald I

Yunus & Katharina – Aber wenn Jemand kommt…?

Katharina hat zu viele Überstunden, ihre Chefin hat ihr somit ein paar Tage zusätzlich frei eingetragen, da es neue Mitarbeiter gibt, ist dies auch momentan möglich.

Yunus, der seine Überstunden nicht in Frei umsetzen kann, hat aber noch ein paar übrige Urlaubstage, die er bis zum Jahresende verplanen muss. Er verrät Katharina nichts davon, dass er einen spontanen freien Tag hat und ruft sie Spätabends an. Sie hat lange Schicht und kommt wie so oft, nicht pünktlich von der Arbeit heraus, bis sie zuhause ist, vergehen nochmals 20 Minuten und für sie ist es zu spät, dann gegen 22 Uhr nochmals zu Yunus zu fahren.

„Hallo Schatz, ich bin´s, bist Du erst jetzt heimgekommen?“

„Ja, wir haben uns aber noch etwas unterhalten, sorry, ich wäre schon eher zuhause gewesen.“

„Hast Du morgen schon was vor? Ich meine, Du hast doch morgen frei, oder?“

„Ja, ich habe frei und ich wollte aufräumen und putzen und so.“

„Und so! Pass auf, ich komme morgen früh gegen 7 halb 8 und bringe etwas zum Frühstücken mit!“

„Oh, das ist ja wunderbar, aber um halb 8 musst Du doch schon längst in der Arbeit sein!“

„Nicht morgen!“

„Super, das ist ja toll, da freue ich mich, aber geht’s nicht etwas später?“

„Nein, lass uns den Tag ausnutzen, halb 8!“ und legt auf.

Katharina legt die Stirn in Falten, aber macht sich weiter keine Gedanken, außer dass sie sich den Wecker stellen muss, sie hat ja frei, keine Termine, keine Verpflichtungen, dann eben nicht aufräumen und putzen, vielleicht kann sie das Gröbste ja jetzt noch wegräumen.

Katharina ist müde davon und schläft sehr schnell ein. Den Wecker hat sie auf 6:45 Uhr gestellt, damit sie Yunus frisch und zurechtgemacht empfangen kann. Sie schaut hinunter auf die Straße, ein geschäftiges Treiben, wie alle aus dem Häuserblock zu ihren Autos eilen, um ins Büro zu kommen, oder Kinder, die sich schon trödelnd auf den Weg in die Schule machen. Es ist einfach schön mitten in der Woche frei zu haben, während für andere der Alltag einfach so weitergeht.

Der Nebel hängt noch tief zwischen den nassen Zweigen und das Herbstlaub bilden die einzigen Farbtupfer.

Frisch geduscht trägt sie nichts weiter als ihren kurzen Bademantel, sie setzt Kaffee auf und deckt den Frühstückstisch mit Orangensaft, Butter, Käse, Honig, Eier etc. Ein Blick durchs Fenster genügt und schon sieht sie Yunus unten die Straße überqueren, den schwarzen Mantel offen, den Schal lässig um den Hals geschlungen, bepackt mit Tüten aus der Bäckerei. Sie macht einen Luftsprung und freut sich über den Tag. Sie drückt schon auf den Türöffner, bevor er überhaupt die Haustür erreicht hat.

Yunus nimmt zwei Stufen auf einmal, „Hast Du mich kommen sehen? So schnell bin ich nun auch nicht!“ Sie nimmt ihn die Tüten ab und stellt sie gleich auf den Tisch, während sich Yunus von seinen Klamotten befreit.

Katharina gibt ihn einen Begrüßungskuss, Yunus umarmt sie, „Komm lass uns anfangen, dass der Kaffee nicht kalt wird!“

„Was hast Du denn vor? Wir haben doch Zeit, den ganzen lieben langen Tag!“

„Ich möchte einmal in meinem Leben den Tag ohne Arbeit beginnen, ich will den Tag bewusst erwachen sehen!“

„Der ist schon erwacht lieber Yunus!“

„Ich meine in der Natur, jetzt ist noch alles im Nebel verhüllt, aber warte nur!“

„Yunus ich dachte wir gehen nach dem Frühstück wieder ins Bett?“

„Nee, nee, nee, heute mal nicht! Frag nicht weiter nach!”

Katharina gibt klein bei, lässt sich aber viel Zeit und genießt das Frühstück mit den noch warmen Crossants.

Jetzt erst versteht sie, wieso Yunus so warm angezogen ist und Schal und Wollmantel anhatte.

Nach einer Stunde neigt sich das Frühstücken dem Ende, Katharina will schnell den Tisch abräumen, Yunus verschwindet in Katharinas Schlafzimmer.

„Yunus, nach was suchst Du, wenn ich fragen darf?“

„Ich suche Dir die passenden Klamotten aus oder willst Du so gehen?“

„Nein, natürlich nicht, aber ich kann mir selbst die Sachen aus dem Schrank holen, die ich anziehen möchte!“

„Aber womöglich nicht die Passenden?“

Katharina wird neugierig, stellt sich unter die Tür zu ihrem Schlafzimmer und sieht zu, wie Yunus ihren Schrank durchforstet.

„Ich mag das nicht so besonders, wenn Du meine Sachen durchwühlst und eine Unordnung hinterlässt!“

„Pscht! Geh!“

„Na hör mal, immerhin ist das meine Wohnung und mein Kleiderschrank!“

„Nicht aufmüpfig werden, sonst gehst Du nackig!“

Katharina muss lachen, „lachst Du mich jetzt etwa aus? Ich meine es ernst!“

„Ist ja schon gut, ich gehe wieder!“ und macht die Küche sauber.

Yunus schleicht sich von hinten an Katharina heran und hält ihr die Augen zu. „Mach Deine Augen zu!“ doch dies reicht Yunus nicht, er nimmt ein Tuch und bindet es um Katharinas Augen. Er trägt Katharina zu einem Sessel und setzt sie dort vorsichtig ab. Er streift ihr einen schwarzen, seidigen Spitzentanga über, oben den passenden BH dazu, sie bekommt schwarze, halterlose Nylons übergezogen, darüber eine längere schwarze Cardigan zum Binden, er will ja kein Unmensch sein. Über die Füße stülpt er ihre schwarzen Fellboots und für oben hat er noch ihren schwarzen Plüschfellmantel gesucht- perfekt!

Yunus nimmt ihr die Augenbinde ab und Katharina darf sich im Spiegel ansehen.

„Oh! Ist das alles?“

„Ja das ist alles, das sind doch zumindest für oben und an den Füßen lauter warme Sachen, oder nicht?“

„Trotzdem, ich friere ja jetzt schon!“

„Nein, so kalt ist es nun auch noch nicht, wir gehen jetzt los, wir fahren ein Stück mit dem Auto!“

Katharina wickelt sich ganz fest in ihren Mantel ein, damit sie so in diesem Aufzug keiner sieht oder erkennt. Im Auto grapscht während der Fahrt Yunus an ihren Mantel, sie solle ihn ausziehen, nicht dass sie dann frieren muss.

Katharina tut, wie ihr gesagt wurde, sie zieht den Mantel aus, sie trägt ja noch die Strickjacke darunter. Sie hat keine Ahnung, wo die Fahrt hingehen wird und was Yunus mit ihr vorhat. Auf der Rückbank liegt zumindest sein Lederrucksack, der wie es aussieht, gefüllt ist.

Die Fahrt geht etwa 40 Minuten und dann biegt Yunus vor einem Waldstück zu einem Parkplatz ein.

„Na da sind wir ja schon fast, Du darfst aussteigen!“

„Und Du?“

„Ich? Ich sagte, Du sollst hier aussteigen!“

„Du kommst doch mit, oder? Ich steige erst aus, wenn Du auch aussteigst!“

„Ich sagte Du steigst aus!“

„Nee, das mache ich nicht, das kannst Du nicht von mir verlangen!“

„Oh doch, Du steigst da jetzt aus!“

„Yunus! Was soll ich hier? Soll ich hier dumm rumstehen und mir einen abfrieren?“

„Nicht so laut und nicht so biestig!“

Jetzt ist es Yunus der aus dem Auto aussteigt, „Dann muss ich ja wohl!“

Yunus geht ums Auto herum und öffnet die Seitentür und zerrt Katharina aus dem Auto, ihren warmen Mantel nimmt er für sie mit und schmeißt ihn ihr zu. Aber er bleibt nicht etwa draußen stehen, er geht zurück und setzt sich ganz gemütlich auf seinen Autositz und schließt die Tür hinter sich. Er bleibt regungslos sitzen und schaut zu wie sich Katharina vor dem Auto aufregt und macht vorsichtshalber mal die Zentralverriegelung zu. Katharina will seinen Weg versperren, sie trommelt mit ihren Fäusten auf die Motorhaube, er lässt kurz den Motor an, um ihn dann gleich wieder abzustellen. Es bereitet ihn ein teuflisches Vergnügen, ihr zuzusehen, wie sie den Hampelmann macht. Er lässt sich Zeit, sie soll sich erstmal abreagieren, sie müsste ja schon gemerkt haben, dass er nicht vorhat, sie im Wald stehen zu lassen, sonst wäre er schon längst weggefahren.

Katharina beruhigt sich tatsächlich etwas und Yunus bündelt in aller Ruhe seinen Rucksack den er auf dem Rücksitz deponiert hat.

Jetzt endlich steigt er grinsend aus seinem Auto aus, „dachtest Du wirklich, ich lasse Dich allein im Wald stehen?“

Katharina schimpft, „Du A… ja hab ich, Du bist unberechenbar, ich hasse Dich!“

„Das tust Du nicht!“

„In diesen Moment hab ich das aber getan, mach sowas nie wieder!“

„Jetzt krieg Dich wieder ein!“

„Ich will mich nicht wieder einkriegen!“

Yunus nimmt Katharina ganz fest in den Arm und schiebt sie den Waldweg entlang. „Jetzt weißt Du auch, wieso ich so bald los wollte, da sind wir ungestört, keiner sieht uns, keiner hört uns!“

Der Weg wird dunkler und es geht immer weiter nach oben in Serpentinen. Man hört immer mal ein Knacken der Äste oder auch von dem einen oder anderen Wildtier, oder ist vielleicht noch so ein früher Wanderer oder Jäger unterwegs? Katharina ist es etwas mulmig und sie klammert sich nun immer fester an Yunus. Nach etwa 20 Minuten erreichen sie eine versteckte Burgruine, zu ihren Füßen eine Ortschaft, die wohl früher mal von hier oben majestätisch bewacht wurde. Jetzt dient sie nur noch als Fotomotiv und Aussichtspunkt auf die kleine Stadt, die von oben wie aus dem Bilderbuch aussieht. Katharina bedankt sich bei Yunus mit einem Kuss für die tolle Aussicht und den Ausflug, so schnell ist ihr Ärger verflogen.

„So und nun zieh Dich aus!“

„Yunus!“ Bitte!“

„Ja bitte zieh Dich aus!“

„Doch nicht hier und jetzt?“

„Doch, es ist keine Menschenseele weit und breit, wir sind völlig allein, niemand hört uns und niemand sieht uns und die Tiere, die vielleicht herumhuschen sprechen nicht unsere Sprache!“

„Aber wenn Jemand kommt!“

„Da kommt niemand und wenn, dann ist er mindestens genauso erschrocken und flüchtet, weil es ihm peinlich ist!“

„Aber Yunus, es ist kalt!“

„Aber aber …nicht soo kalt, Du hast warme Stiefel an, die darfst Du anlassen!“

Katharina zieht sich langsam und unsicher aus, sie schaut sich ständig um, ob nicht doch jemand den Weg kreuzt. Yunus geht in die Hocke und kramt aus seinem Rucksack eine Kamera heraus.

„Katharina Du machst das gut, sehr gut, lass Dir Zeit“, Yunus fotografiert wie wild darauf los, jede einzelne Bewegung von Katharina hält er fest, pausenlos drückt er auf den Auslöser. Jetzt gibt er Katharina Anweisungen und Katharina tut, was er von ihr verlangt.

„Wirf Deinen Kopf in den Nacken, schau nach vorne, verwuschele Deine Haare, zieh jedes Kleidungsstück aus, bis auf die Stiefel, ja so ist es gut. Dein schüchterner Blick in die andere Richtung ist perfekt, das kommt sehr gut, spreize mit Deinen Fingern Deine Klit, zeig sie mir, zeig mir Deine Klit, zeig mir, wie nass sie ist, wie ich sie dazu bringe, so nass zu sein! Jetzt dreh Dich um, zeige mir Deinen Hintern, wie geil der ist, ziehe Deine Pobacken auseinander, zeig mir das süße Loch, gehe auf die Knie, gehe herunter, krabbele auf mich zu, leck meine Schuhe blank, sieh mich an, wirf Deinen Oberkörper nach hinten, steck Dich, zeige Deine Titten, zeige, was Du hast, nimm Deine Hände und pusche Deine Brüste nach oben, drücke sie zusammen. Es ist perfekt!“

Yunus fährt sich mit seinen Händen in den Schritt, sein atmen wird knapper, er zieht seine Hose nach unten, lässt sie fallen, „Katharina leck!“ Katharina robbt auf allen Vieren auf Yunus zu, nimmt seinen steifen Schwanz in den Mund und penetriert ihn mit dem Mund, Yunus hat schon längst die Kamera auf die Seite gelegt, er liegt am Boden, streckt seinen Schwanz aus, ergießt sich in Katharinas Mund, sein Stöhnen wird ruhiger, sein atmen wird langsamer. Er muss sich etwas säubern, er muss erst wieder zu sich kommen, er muss wieder ruhiger werden.

„Du bist so geil, Dein Spiel mit der Kamera, der Blick wenn Du schaust wie ein scheues Reh, der Wahnsinn! Ich brauch eine Verschnaufpause, ich habe heißen Tee in einer Thermoskanne dabei, möchtest Du auch?“

„Ja gerne!“ So sitzen beide auf der Bank und wärmen sich von innen. „Gehen wir dann wieder heim?“ will Katharina wissen.

„Noch nicht, jetzt lass uns erstmal austrinken, ich hoffe Du bist nicht völlig ausgekühlt!“

„Nein, mir geht es gut, aber ich hab Angst!“

„Wovor hast Du denn Angst?“

„Naja hier, es könnte doch jeden Augenblick jemand vorbeikommen oder ein Tier?“

„Sollte hier Jemand kommen, dann hören wir das lange vorher und ein Tier würde von uns ausreißen! Stell Dich dort an den Baum!“

„Wie? An welchen?“

„Stell Dich einfach an den dicken Stamm!“ Katharina erhebt sich, der Tee tat gut und sie stellt sich an den Baum, so als wolle er ein Bild von ihr und den Baum machen. Yunus steht ebenfalls wieder auf, sucht etwas in seinem Rucksack, es ist ein etwas stärkeres Seil.

„Oh Gott Yunus, Du willst mich doch nicht etwa fesseln? Da brauche ich ja noch länger, wenn jemand kommt…“ Yunus schaut sie nur tadelnd an, der Blick der sagt, „Sei still!“ Er geht überhaupt nicht auf ihre Ängste ein. Yunus nimmt den Strick, nimmt Katharinas Hände und bindet erstmal ihre Hände hinter ihren Rücken an den Baum und dann ihren ganzen Oberkörper, ihre Beine darf sie spreizen.

Yunus nimmt wieder die Kamera zur Hand, „Sieh in den Himmel, schau den Himmel an, die Vögel, die wenigen Blätter, die noch im Takt mit der frischen Brise rauschen, schau zu Boden, wirf Deinen Kopf hoch, schau zwischen Deinen Haaren durch!“

Yunus geht näher zu Katharina, kniet sich vor sie hin, fährt mit seinem Finger in ihre Spalte, leckt ihn ab, reibt mit seinem Finger an ihrer Klitoris, Katharina will sich wehren, reibt ihren Körper an der harten Rinde rauf und runter. Yunus beugt sich ganz weit herunter, leckt ihre Klit, stößt mit der Zunge in die Tiefen ihrer Liebeshöhle, lässt seine Zunge kreisen, spielt mit ihrem Kitzler und Katharina ist machtlos, sie kann nicht mal seinen Kopf in die Hand nehmen, er treibt sie in den Wahnsinn, er bringt sie hoch, ihr Atem ist schwer und aufgeregt, ihre Augen hält sie geschlossen, sie genießt und sie ist angespannt zugleich, sie lässt sich fallen und ihr Stöhnen hallt in dem Wald.

Plötzlich ein Knacken, ein Ast mit Kastanien fällt neben Katharina zu Boden.

„Katharina, da kommt wer!“

Der Weiße aus dem Morgenland

Es war einmal ein Traum…

Ich sitze vor der weitläufigen Hotelanlage im Freien an einem kleinen Bistrotisch und warte ungeduldig auf ihn. Ich sitze zwischen Hotelpool mit Blick zum breiten Treppenaufgang zu dem Hotel, alles ist sauber und im frischen weiß getüncht. Überall stehen Blumenkübel mit pinkfarbenem Oleander und  Palmen säumen den Weg zum Meer. Gespannte Sonnensegel spenden Schatten auf der Sitzgruppe des Cafe`s. Wird er da sein? Wird er überhaupt kommen?

Es ist der Treffpunkt, den er vorgeschlagen hat, ich war hier noch nie und dennoch ist mir dieser Platz nicht völlig fremd. Gleicht er einem Ort, den ich schon kenne oder kenne ich den Ort von Bildern?

Diese Vertrautheit hilft mir dabei, gegen die Angst anzukämpfen, die ich haben müsste, aber die Vorfreude ist stärker, auf die Freude, die kommen mag, das, was mich beherrscht und ich sehne den Augenblick herbei und hoffe, ich werde nicht enttäuscht.

Ich rühre in meinen Cappuccino, der schon kalt genug ist, zu kalt.

Hätte ich Jemanden über mein Vorhaben informieren müssen? Nein, es hätte niemand verstanden, nicht mal im Ansatz.

Schon allein, dass Er aus einem islamischen Land kommt genügt um daß alle Alarmglocken schellen und ich selbst spreche mir meinen Verstand ab.

Aber muss es immer um den Verstand gehen? Wenn etwas anderes stärker ist? Das Gefühl, dass man das Richtige tut oder ist es eher das Gefühl, etwas völlig Absurdes zu tun?

Nein, richtig ist es gewiss nicht, kann ich ihn überhaupt vertrauen?

Ich werde ihn vertrauen, er kann es sich nicht erlauben, gefährlich zu sein, nicht in seiner Position.

Ist es ein Spiel mit dem Feuer oder suche ich eine Herausforderung? Ist es der Kitzel, der Reiz des Verbotenen oder ist es Er als Person?

Zieht er mich so an oder sind es die Umstände die dazu beitragen?

Schon tausendfach habe ich darüber nachgedacht und die Situation in Gedanken durchgespielt.

Nun ist es endlich soweit, ich sitze hier in voller Erwartung und mein Blick schweift sehnsüchtig von Meer und zum Hotel, ich weiß nicht, was ich mehr herbeisehne.

Mache ich mir was vor? Bin ich blind? Bin ich zu naiv? Mit meinen Vorstellungen? Was macht die Liebe mit mir? Sie macht mich völlig irre.

Da, endlich, nicht im Traum hab ich ernsthaft daran gedacht, an diesem Moment, als Er großgewachsen die Treppe herunter kommt. Er scheint mich schon eher gesehen zu haben, als ich ihn, meinen Strahlemann. Er lächelt breit über das ganze Gesicht, so wie ich ihn in meiner Erinnerung behalten habe und ich kann es nicht erwarten ihn in die Arme zu schließen.

Wie gut er doch aussieht, mit seinem strahlend weißen Polohemd und der dunkelblauen knielangen Short, seine Augen verdeckt er hinter einer Sonnenbrille, ganz machohaft. Seine Haut ist selbst in der Sonne eher vornehm blas und nicht so wie man es für einen Araber vermutet.

Mein Herz pocht wie wild und meine Hände trommeln unruhig gegen meine Beine, ich grinse über mein ganzes Gesicht, meine Grübchen tun schon weh und ich kann es nicht erwarten, ich möchte dies aber nicht zeigen, wie sehr ich mich auf diesen Moment gefreut habe. Ich möchte am liebsten hochspringen, ihn entgegen springen, den Weg zu ihm abkürzen, damit er schneller bei mir ist.

Ich mag es mir nicht ausmalen, wie er mir begegnet und ich mag mir vorher auch gar keine Vorstellungen machen, von dem, was kommt, doch leider tue ich das.

Nimmt er mich in den Arm? Wird er mich auf einem öffentlichen Platz küssen? Kann ich die Initiative ergreifen? Wie kommt das bei ihm an?

Said kommt auf mich zu, bleibt kurz vor mir stehen und betrachtet mich von Kopf bis Fuß.
Nichts hält mich mehr auf meinem Stuhl und ich stehe auf, werfe ihm meine Arme entgegen.

„Hallo Verena, schön Dich zu sehen!“

Oh, wie sanft, es klingt mir in den Ohren, so wie mir mein Name noch nie zuvor in den Ohren geklungen hat, ich höre es immer und immer wieder, so weich, so absolut geborgen.

Ich bringe nur ein leises, schüchternes Hi heraus. Ich muss mich räuspern, meine Stimme spielt mir einen Streich und versagt.

„Was? Was hast Du gesagt?“ will er mich ärgern?

„Äh, ich habe nichts weiter gesagt, ich habe nur Hi gesagt, nicht im Traum hätte ich daran gedacht, dass das klappt.“

„Umso besser, dass es geklappt hat, oder? Mann oh Mann, schön Dich zu sehen, gut siehst Du aus!“

Ich bin immer noch wie betäubt, ich kann es nicht fassen, wann bekomme ich meine Stimme zurück? Ich möchte mich ihn hingeben, in seine Arme legen, aufgefangen werden. Er soll mich ganz fest an sich drücken und nie mehr loslassen. Ich möchte in ihn hineinkriechen, möchte eins sein mit ihm, die Körper miteinander verschmelzen.

Mir fehlen die Worte, ich bin ohnmächtig und ich will nur eines und ich habe Angst davor, diesen kostbaren Schatz zu verlieren, weil ich es nicht ausdrücken kann.

Ich stehe da und kann ihn nur fasziniert anblicken und sein Lachen weicht nicht aus seinem Gesicht. Es scheinen viele Minuten zu vergehen, in denen wir uns einfach so anstarren und nichts mehr sagen. Schauen, wie sich der andere verändert hat, ob noch alles so ist, wie man ihn in Erinnerung behalten hat. Nichts kann uns stören, eine Kellnerin kommt schon zum zweiten Mal vorbei und fragt, ob wir noch etwas haben möchten.

„Wollen wir hier ein Eis essen?“ durchbricht Said die Luft, die zwischen uns steht.

„Ja gerne, mein Cappuccino ist gleich leer“, meine brüchige Stimme ist zurück.

„Oh, wartest Du schon so lange auf mich? Ich habe an der Rezeption gefragt, ob Du schon eingecheckt hast und die haben mir das bestätigt. Ich wusste ja nicht wirklich, ob Du kommst.“

„Natürlich, das haben wir doch so ausgemacht?!“

„Naja, auf jeden Fall bin ich auf die Suche gegangen, nachdem die Dame in deinem Zimmer angerufen hat und Du nicht erreichbar warst, ich stand etwas im Stau, sonst wäre ich als erstes hier gewesen.“

„Hauptsache es hat geklappt und wir sind beide da! Said? Darf ich dich hier umarmen?“

„Natürlich darfst Du- komm her, lass Dich in den Arm nehmen!“

Meine Gefühle schlagen Purzelbäume, er drückt mich ganz fest, umschließt mich mit seinen kräftigen Armen und ich kann seinen Herzschlag auf meinen spüren. Er drückt mich so fest gegen seinen Brustkorb, als würde er mich nie mehr loslassen wollen, unsere Herzen schlagen im gleichen Takt.

Wir sind eins!

Er küsst mich auf den Kopf und mir wird ganz warm ums Herz, einzelne Tränen laufen mir an der Wange herunter direkt auf sein Shirt.

„Nanu Verena, was ist das?“

„Ach Said, ich musste gerade etwas weinen, aber nicht aus Traurigkeit, es sind Freudentränen.“

„Ich wisch sie dir weg, was sollen denn die Leute sonst von mir denken?“

„Lass sie denken, was sie wollen, ich lache doch dabei, sehe ich etwa traurig aus oder magst Du das nicht in der Öffentlichkeit?“

„Nein, nein, lass nur, ich habe kein Problem damit, ich dachte nur, es könnte Dir peinlich sein?“

„Ach quatsch, was redest Du da?“

Unser Eis kommt, wir haben aber noch gar keine Zeit dazu, es zu essen, wir haben soviel zu reden, noch viel mehr zu bereden und bemerken gar nicht, wie unser Eis vor uns zerläuft.

Wir sitzen uns gegenüber, um uns besser zu betrachten. Immer wieder berührt Said unter dem Tisch meine Knie mit seiner Hand und streichelt meine Oberschenkel. Mein Unterleib meldet sich und ich weiß nicht, auf wen ich mehr achtgeben soll.

Hoffentlich bemerkt es Said nicht, nach was sich mein Körper so sehnt, ich weiß nicht, wie er das auffassen wird. Ich will es wahrscheinlich gar nicht wissen, was er über mich und meinem Verhalten denkt. Meine schlimmsten Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet.

Nachdem unsere Becher leer waren, reicht mir Said seine Hand, „Komm….!“

Schwester Helena und Herr Behrens Teil 3

Claas stürmt aus der Praxis, seine Gedanken hängen noch bei Schwester Helena, doch das Grummeln in seinem Bauch ermahnt ihn dabei, schnell nach Hause zu gehen und sich auf seinem Körper zu konzentrieren.

Helena….Helena…seine Gedanken kreisen immer wieder um Helena, er spricht den Namen vor sich laut aus, wieder und immer wieder. Jetzt muss er morgen nochmals hin in die Praxis, zu Schwester Helena und natürlich zum Doktor. Wird sie überhaupt morgen da sein? Nicht dass er umsonst dorthin geht?!

Nein, sein Magen ruft und sein Darm und die Toilette!

Claas entleert sich nochmals, dann ruft er seinen Chef in der Arbeit an, um sich für die nächsten 3 Tage krank zu melden. Dieser ist recht überrascht, weil er schon lange nicht mehr krank war. Er wünscht ihm noch gute Besserung und ein baldiges Wiedersehen.

Nun sitzt er Zuhause, er fühlt sich völlig leer und ganz ohne Datendrang weiß Claas nichts mit sich anzufangen. Er sitzt selten zuhause, dementsprechend schlecht sieht es auch mit seinen Essensvorräten und dem Inhalt seines Kühlschrankes aus. Er könnte sich eine Pizza vom Pizzaservice bestellen, aber die ist zu fett, Nudeln haben auch zu viele Kohlehydrate, der Rest besteht aus Cola, Bier und Bitter Lemon. Im Küchenschrank findet er noch ein Päckchen Tütensuppe, nun besser wie gar nichts, denn zum Einkaufen traut er sich im Moment nicht.

Im Laufe des Tages geht es ihm besser, trotzdem ruft er seinen besten Kumpel an, vielleicht kann er ihm etwas besorgen, doch er hat einen vollen Terminkalender und kommt nicht vor 19 Uhr aus seinem Büro raus.

Claas fühlt sich so gefestigt, dass er es später doch wagt, selber in einem Supermarkt zu gehen, etwas geschwächt, aber er will ja keinen Marathonlauf absolvieren.

Er schlendert mit seinem Einkaufswagen durch den Supermarkt und lässt sich von den Angeboten treiben, wahllos füllt er den Wagen mit Tiefkühlkost und anderen Dingen, die nicht viel Kochkünste erfordern. Plötzlich reißt ihn eine Stimme aus seinen Gedanken und er blickt hoch, es sind Helenas Augen, die ihn da mahnend und tief angucken.

„Meinen Sie das ist das Richtige, was Sie da in ihrem Wagen haben, Herr Behrens? Ich dachte, sie sollten auf Schonkost achten? Wenn Sie so weitermachen, müssen wir das von heute Vormittag wiederholen!“

Claas wird über beide Ohren rot, „Psst, seien Sie doch leise hier!“ Helena lächelt, er findet das gar nicht lustig, nicht das der halbe Supermarkt mitbekommt, dass er heute einen Einlauf bekommen hat.

„Ich habe doch keine Ahnung Schwester…!“

„Soll ich ihnen vielleicht bei der Auswahl helfen?“

Claas wird noch mehr verlegen, als er es eh schon ist, „das würden Sie für mich tun?“

„Ja, warum nicht?“

„Aber, was nützt es, wenn ich das alles nicht verarbeiten kann, ich koche nicht besonders oft!“

„Klar, das macht ihre Frau, die kann Sie wohl nicht dabei unterstützen?“

„Ähm, ich habe keine Frau, ich bin überzeugter Single…“, am liebsten hätte er den letzten Satz rückgängig gemacht und beißt sich auf die Zunge. „Ich meine, mir ist die Richtige noch nicht begegnet.“

„Ach so, verstehe, dann wollen wir mal ein paar Gesunde Sachen für Sie einkaufen, also die Tiefkühlpizza und Co. Legen Sie mal schön zurück, wenn es schon Tiefkühlkost sein soll, dann nehmen Sie doch Tiefkühlgemüse, wie Brokkoli etc., damit kann mehr sehr gute und schnelle Sachen zaubern, noch dazu Singlehaushalt-freundlich, weil Sie nur das aus dem Beutel nehmen, was Sie brauchen.“

Zielgerichtet und ungefragt nimmt Schwester Helena sämtliche Einkäufe von Claas auseinander und legt stattdessen Magenschonende Nahrungsmittel in den Einkaufswagen.

„Ich weiß, wovon ich spreche!“

Claas schaut sie zweifelnd an, er weiß nicht, was sie damit meint, aber sie scheint sich mit Ernährung und Kochen auszukennen.

Schwester Helena gibt ihm noch ein paar Kochtipps und verabschiedet sich von Claas, „Gutes Gelingen, bis morgen früh in der Praxis!“

Claas fühlt sich wieder alleine gelassen, doch er nimmt sich die Ratschläge zu Herzen und unter den Kochseiten im Internet findet er auch einfache Gerichte. Nun es macht keinen Spaß sich alleine in die Küche zu stellen und nur für sich alleine zu kochen, in Gedanken steht Schwester Helena hinter ihm und flüstert ihn die einzelnen Arbeitsschritte ein. Er fühlt ihren Atemzug hinter seinem Ohr und er spürt es, wie sein Glied anschwillt bei diesem Gedanken. Er gibt sich voll dieser Illusion hin, Claas schließt seine Augen und er spürt, wie sie ihre Arme um ihn schlingt, und wie sie seine Hände umklammert und diese führt. Es sind nicht seine Hände, es sind ihre Hände, die das Ei mit der Soße aufquirlen, er gibt sich den ihren ganz und gar dahin, zumindest in seiner Fantasie, er lässt sich führen, er traut sich nicht, seine Augen zu öffnen. Seine Hände wandern zu seinem Jeansreißverschluss und rasch und gierig streift er seine Jeans ab. So schnell, wie er das Ei gerührt hat, so schnell bearbeitet er seinen Penis, in seiner Vorstellung übernimmt das Helena und lässt ihn aufstöhnen. Blitze überkommen ihn, wechseln sich ab mit den eiskalten Augen von Helena, die nun gar nicht mehr so eiskalt wirken, es sind Bergseen, in die er versinkt, die ihn einnehmen, in die Tiefe ziehen, unergründlich zu Boden reißen, das Stöhnen wird lauter, die Bewegungen heftiger und ein warmer Schauer begießt seinen Bauch und seine Hände.

Regungslos liegt er da, von Helena fehlt weit und breit eine Spur, aber sie war da, er hat das alles mit ihr erlebt, es riecht verbrannt, Claas hat das Ei mit den anderen Zutaten in der Pfanne anbrennen lassen und man kann es nicht mehr genießen.

Was bleibt ihm anderes übrig, er ärgert sich nicht über sein Missgeschick, er hatte ja Spaß dabei, Claas schiebt eine Tiefkühlpizza in den Backofen und macht sich so seine Gedanken über sein Singledasein. Selten hat er sich so hilflos und allein gefühlt.

Nachts kann er kaum schlafen, zu sehr ist er abgelenkt, denkt er doch immerzu an Schwester Helena. Er schaut auf die Uhr, es ist weit nach Mitternacht, in ein paar Stunden sieht er sie wieder- Schwester Helena! Und sie hat keinen freien Tag, sie wird dort sein, sie verabschiedete sich ja mit den Worten „Bis morgen Herr Behrens in der Praxis“, oh Gott, wie soll er das nur durchstehen, wenn er sie bald sehen wird, wird sie mit ihren durchdringenden Blick merken, was in seinem Hirn vor sich geht? Gestern hatte er noch gehofft, sie bald wieder zu sehen in der Praxis und freute sich darauf und hoffte inständig, dass sie nicht frei hat und jetzt nachdem was alles passiert war, dass er sich kurz nachdem zufälligen Treffen einen runter geholt hat, fühlt sich Claas so ertappt, so schmutzig, als würde man ihn das ansehen. Ihm wird’s schlecht bei der Vorstellung, dass er sie in der Arztpraxis trifft. Sollte er vielleicht den Termin absagen? Aber dadurch wird es auch nicht besser, seine Beschwerden erst recht nicht.

Claas kann nicht anders, er muss unbedingt heute noch mit Alex, seinem besten Kumpel reden und schreibt ihm eine Nachricht, dass er sich nach der Arbeit bei ihm melden soll.

Alex fackelt nicht lang und kommt nach der Arbeit gleich bei Claas vorbei, 2 Flaschen Bier unterm Arm und einen Döner für seinen Freund.

Claas stöhnt auf, als er sieht, was er alles mitgebracht hat, „Puhh, tut mir leid Alex, ich kann nichts essen, zumindest nicht den ganzen Döner und Bier? Ich weiß nicht so recht!“ Aber nach 5 Minuten findet Claas, dass ein Bier wohl nicht schaden könnte und macht die Flasche auf.

„Du, in der Praxis, hab ich eine Frau kennengelernt, sie arbeitet dort…“

„Klar, wenn Sie dort angestellt ist, was ist mit ihr?“ will Alex wissen.

„Sie ist der Hammer, sowas ist mir schon lange nicht mehr passiert und das Schlimmste ist, ich treffe morgen wieder auf sie!“

„Na das ist doch toll!“ versucht ihn Alex aufzumuntern, „Wo ist das Problem?“

„Naja, Du weißt doch, dass ich wegen meinen Bauchschmerzen dort war?“

„Ja und? Sie hat dir wahrscheinlich das Händchen gehalten, als sie deinen Puls gefühlt hat, oder?“

Claas ringt mit Worten, es fällt ihm nicht leicht darüber zu sprechen.

„Nicht nur!“

„Ich schätze mal, sie musste dir Blut abnehmen und da bist Du ohnmächtig geworden?“

„Das wenn es nur gewesen wäre…!“

„Claas, was hat sie gemacht????“

Claas weicht aus, „und Hammer Augen, hellgrün, stechend, tiefgründig, schwarze Haare, unser Alter!“

„Na was willst Du denn mit so einer Alten? Die hat doch bestimmt Anhang? Schlag dir das aus dem Kopf.“

„Die trägt keinen Ring!“

„Schon mal daran gedacht, dass sie das während der Arbeit nicht darf?“

„Du nimmst mit ja jegliche Illusion!“

„Ist aber so, wo ist also dein Problem, außer dass Du dich mal wieder verliebt hast?“

„Ich hab mich nicht verliebt, ich finde sie nur interessant!“

„Kenn ich, so fängt das immer an, nur interessant, warte ab!“

„Und sie macht mir Angst!“ Claas schaut betreten zu Boden.

Alex ist überrascht, „Ahh, daher weht der Wind, darf ich fragen wieso?“

„Es ist ihre Ausstrahlung, die Aura, so wie sie sich gibt, wie sie auf mich wirkt, ich komme mir vor wie ein Schuljunge in ihrer Gegenwart.“ Jetzt sprudelt es nur so raus aus Claas.

„Nachdem mich der Doktor untersucht hat, musste sie mir einen Einlauf machen, wenn Du weißt, was das ist, ich musste mich vor ihr ausziehen, sie hat mich nackig gesehen, sie hat mein Poloch berührt, sie hatte die ganze Zeit Einblick darauf. Jetzt soll ich auch noch Diät einhalten und nachmittags hab ich sie durch Zufall beim Einkaufen getroffen und sie hat gesehen, was ich alles falsches eingekauft hab und da hab ich von ihr noch einen verbalen Einlauf bekommen.“

„Nun mal langsam zum mitdenken, Einlauf? Sie hat dich belehrt, sie hat dich geschimpft?“

„Ja, weil ich das falsche eingekauft habe…“

„Und was hat das mit deinem Hintern zu tun?“

„Mensch Alex, sie musste mir einen Schlauch hinten einführen und hat dann Wasser in mich eingefüllt, zum Darmreinigen!“

Alex muss sich ein Lachen unterdrücken, „Das gehört sicherlich zu ihrem Job und sie wird sich keine Gedanken darum machen, was meinst Du, wieviel Arschlöcher die schon gesehen hat?“

„Ja, hast auch wieder Recht!“ Claas ist froh mit Alex darüber gesprochen zu haben, jetzt sieht er das ganze nüchterner, Er ist einer von vielen Patienten, er muß sich nichts dabei denken, weil sie sich auch nichts dabei denken wird, höchstens wie er sich angestellt hat, oh nein, wie peinlich!

Das Bier hilft ihn dabei, doch schneller einzuschlafen, wie er gedacht hat. Und früh sind seine Ängste fast weg, er duscht, ertappt sich dabei, sein teures Aftershave zu benutzen, er zieht seine beste Unterhose an und nimmt nur ein leichtes Frühstück, ganz so wie er es machen soll und geht wohl gestärkt, auch mental in die Praxis.

In der Anmeldung ist von Helena weit und breit nichts zu sehen, aber sie ist ja auch Schwester und hat andere Aufgaben. Er muss sich noch kurz ins Wartezimmer begeben, was absolut tödlich für ihn ist. Diese Warterei steigert seine Nervosität bis ins Unendliche bis eine Sprechstundenhilfe kommt und ihn auffordert zu kommen. Sie zeigt ihm das Sprechzimmer und wird dort bereits von Schwester Helena in Empfang genommen.

Es trifft ihn wie der Schlag als er sie sieht, doch sie lächelt ihn aufmunternd an, ganz anders als gestern, es geht nichts Bedrohliches von ihr aus, er atmet beruhigt auf.

„Guten Morgen Herr Behrens, wie geht es Ihnen heute? Ich hoffe Sie haben gestern Abend was gutes gekocht? Nehmen Sie Platz, der Doktor kommt gleich.

Ist sie an einer Antwort interessiert? Claas, der seine Nervosität verstecken will, berichtet ihr wahrheitsgemäß, dass das nicht geklappt hat, er verschweigt ihr aber den halben Döner.

„Das wird schon!“ und tippt ihn beruhigend auf die Schulter, „Wenn nicht, müssen wir die Prozedur wiederholen!“

„Welche Prozedur? Das Kochen lernen?“

Helena lacht, „Nein, auch, aber wenn Sie ihren Magen immer nur schwere Sachen zumuten, dann werden wir bald da sein, wo Sie gestern schon waren, nämlich vor mir auf der Pritsche mit dem Schlauch im Arsch!“

Claas zerspringt fast, er weicht ihren Blick aus, das ist zuviel für ihn und Helena scheint sich zu amüsieren. Dr. Michaelsen kommt herein, worüber Claas sehr glücklich ist. Schwester Helena verlässt nun den Raum und Claas ist erleichtert, aber noch aufgewühlt.

„Guten Morgen Herr Behrens, wie geht es Ihnen heute, ich hoffe doch besser?!“

Dr. Michaelsen schaut ihn argwöhnisch an und fordert ihn auf, sich mit dem Rücken auf die Liege zu legen. „Ich möchte nochmal Ihren Bauch abtasten und ein Kontroll-Sono machen, einen Ultraschall, fühlen Sie sich gut heute Morgen, sie wirken etwas angespannt?“

„Jaja, alles gut!“

Dr. Michaelsen traut ihm nicht ganz und nimmt seine Hand, um den Puls zu fühlen, „der geht ja viel zu schnell für Sie und etwas rot sind Sie auch, ich werde erstmal ein EKG schreiben, haben Sie Fieber?“

„Nein, ich fühle mich nicht krank, also nicht so krank!“

„Soll ich nachmessen, wenn Sie schon mal hier sind?“

„Nein, nicht nötig, ich habe weder Schnupfen, noch Halsschmerzen!“

„Trotzdem, geht ganz schnell“, Claas errötet schon wieder, hatte er doch gestern erst das Thermometer in seinem Hintern stecken.

„Heute reicht das Ohrthermometer Herr Behrens, den Blinddarm haben wir ja bereits gestern ausgeschlossen.“

Claas ist sowas von erleichtert, er befürchtete schon das Schlimmste.

Das Messen ging wirklich schnell und Temperatur hat er zum Glück auch keine.

Ich werde die Schwester holen, die bei Ihnen ein EKG schreibt, im Anschluss mache ich dann den Ultraschall. Claas Herz beginnt wieder zu pochen, die Schwester…er kann hier nicht bleiben, er muss sich für seine Beschwerden einen anderen Hausarzt suchen.

Herein kommt Helena, „Hallo, da bin ich wieder, machen Sie sich doch mal frei Herr Behrens!“

„Was schon wieder? Ich dachte ich bekomme nur ein EKG?“

„Und was dachte der Herr Behrens, wo das gemacht wird? Sie sollen sich oben frei machen, damit ich an ihren Brustkorb komme!“

Schon wieder so ein Fettnäpfchen, natürlich weiß Claas was ein EKG ist. Zu seinem Leidwesen hat er heute kein Hemd an, das man aufknöpfen kann, nur ein Shirt, dass er ganz ausziehen muss, aber damit hat er kein Problem. Schwester Helena deutet, dass er sich zurücklegen soll, „Fahrenheit!“

„Was? Wie bitte?“

„Fahrenheit von Dior, oder?“

„Äh ja!“ Schon wieder diese Unsicherheit, hat er zuviel vom Parfüm genommen?

„Ich mag das gerne!“ Claas lächelt sie an und legt sich entspannt zurück und Helena klebt ihn drei Elektroden an verschiedene Stellen seines Brustkorbes, sie muss sie extra nachdrücken, damit sie gut halten, oder macht sie das extra. Wie schön doch ihre Hände sind, er mag gar nicht daran denken, wo die gestern bei ihm waren und sie riecht gut, ganz frisch, in ihrem Ausschnitt blitzt ein filigranes, silbernes Kettchen hervor. Sie ist so nah an Claas dran, dass es fast seine Nasenspitze berührt und er schmilzt dahin. Nun tippt sie seine Daten in das Gerät ein und schreibt das EKG, was laut ihren Aussagen völlig unauffällig ist. Sie verabschiedet sich und Herr Doktor Michaelsen kommt herein.

„Keine Ahnung, warum ihr Puls vorhin so schnell ging, wahrscheinlich waren Sie nur etwas aufgeregt, so sind viele Menschen, wenn sie beim Arzt sind.“

Mit dem Ultraschall ist der Doktor nicht ganz so zufrieden, „Aber das kriegen wir auch noch in den Griff, ich schreibe Ihnen ein Antibiotika auf und was schmerzstillendes. Das Antibiotika nehmen Sie 2x täglich und das Schmerzmittel bei Bedarf und weiterhin Schonkost, ballaststoffreiche, gesunde Kost, verstanden?“

„Ja, alles klar“

„Und ich möchte Sie in einer Woche nochmal sehen, Sie bekommen von meinen Damen einen Termin und das Rezept, ich wünsche Ihnen alles Gute!“

Als er erleichtert an der Rezeption steht, kommt auch Schwester Helena vorbei: „Man sieht sich Herr Behrens!“

Claas lächelt sie an, das klingt ja so, als würde man sich beim Tennisspielen ständig sehen.

Beschwingt verlässt Claas die Praxis und er interpretiert wieder viel zu viel in den letzten Satz hinein, sollte er es heute darauf anlegen zur selben Zeit im Supermarkt zu sein?

Schwester Helena und Herr Behrens- Teil 2

Teil 2

Was für eine unglaubliche Frau, steht mitten im Leben und schaut mich eindringlich an, fast schon hypnotisierend, als würde es kein zurück mehr geben und ein Verweigern, ein Nein gibt es nicht, da ist sich Claas sicher. Er  wagt es nicht einmal daran zu denken, geschweige denn, dies abzulehnen . Er liegt auf der Liege und bringt kein Wörtchen mehr heraus.

Soll das jetzt wirklich wahr werden? Sein schlimmster Traum? Claas schaut flehend zu Dr. Michaelsen, der tätschelt ihm nur aufrichtig auf die Schulter, „Herr Behrens, Sie schaffen das schon, bei Schwester Helena sind sie in guten Händen, glauben Sie mir!“

„Ja, aber…“ stottert er.

„Sie können immer noch aufstehen, Herr Behrens, aber es steht dann in den Akten, dass Sie die zwingend erforderlichen Untersuchungen ablehnen, was einer Verweigerung gleich kommt.“

Claas fühlt sich so unter Druck gesetzt, als gäbe es keinen anderen Ausweg mehr.

„Ich versichere Ihnen, Schwester Helena ist sehr einfühlsam, sie ist mein bestens Pferd im Stall!“

Schwester Helena schmeißt ihrem Chef warnende Blicke zu, wenn ihr Pfeil ihn töten könnte, er würde glatt umfallen. Sie reagiert keinesfalls beleidigt oder so, nein, sie geht wortlos zu ihrem Chef und klatscht ihn ganz selbstverständlich auf seinen Hintern, der darüber nur herzhaft lachen kann.

Was läuft da zwischen den Beiden? Womöglich ist sie sogar seine Frau und sie weiß ganz genau, wie man mit solchen ängstlichen Patienten wie Herr Behrens umgehen muss.

Claas findet das ganz schön frech, wie der Doktor seine Gehilfin betitelt, aber sie hat natürlich gut gekontert und das macht ihn neugierig auf mehr.

Claas reißt seinen ganzen Mut zusammen, „nun Augen zu und durch, bringen wir´s hinter uns.“

„Ein Mann- ein Wort, so isses richtig, Herr Behrens, ich lasse Sie inzwischen allein mit der Schwester.“

Schwester Helena hat immer noch kein Sterbenswörtchen mit ihrem angetrauten Patienten gesprochen.

Sie räuspert sich, „nun Herr Behrens, haben Sie schon mal einen Einlauf bekommen?“

„Äh, nein nicht wirklich, nur Wörtlich als Androhung, wenn Sie wissen, was ich meine“.

„Ich kann es mir vorstellen, ich bereite jetzt die Sachen vor, Sie können sich inzwischen untenherum frei machen und legen Sie sich dann seitlich auf die Liege, mit dem Gesicht zur Wand!“

Claas wird es immer mulmiger zumute und so sehr er auch versucht den coolen Typen heraus hängen zu lassen, es gelingt ihn nicht wirklich. Die Wahrheit ist, dass er sich schon bei dem Gedanken beinahe in die Hose scheißt. Es genügt Helenas Blick, diese kühlen smaragdgrünen Augen und die Vorstellung, dass ihre etwas zu langen bordeauxroten Fingernägel sich in sein Fleisch bohren. Zugegeben, sie hat sehr schöne Hände und die Nägel sind perfekt gefeilt und manikürt, aber er sieht das schon kommen, dass er laut aufkreischt, wenn sie ihn damit festhalten wird.

„Sie sind etwas aufgeregt Herr Behrens, gell?“

„Ich? Ach iwo!“

Helena dreht sich wieder herum und grinst, während sie die Einlaufflüssigkeit zusammen mischt. Sie denkt, Claas hat das nicht bemerkt, aber umso hilfloser fühlt er sich ihr gegenüber.

„Sie brauchen mir nichts vorzumachen, ich höre das an Ihrer Stimme was Sie denken, wie Sie fühlen, ich kenne solche Typen wie Sie, aber keine Angst, ich tu Ihnen nichts!“

Claas atmet und stöhnt so laut aus, dass sie das hört, „machen Sie einfach, Sie haben ja Recht!“.

„Endlich geben Sie´s zu, ein Pluspunkt mehr, Sie brauchen sich vor mir nicht zu verstellen.“ Und das erstemal spürt Claas dass ihr Lächeln freundlich gestimmt ist und ihm gilt. Es beruhigt ihn ungemein, und noch mehr beruhigt es ihm, als er sieht, dass sie sich Gummihandschuhe überzieht. Diese Untersuchungshandschuhe nimmt etwas an Gefährlichkeit dieser Frau.

„Jetzt bin ich gleich soweit, darf ich ihre Jeans noch etwas hinunterziehen, nicht dass sie noch nass wird?“

„Was? Nein, wovon nass?“

„Na von der Einlaufflüssigkeit, falls Sie die nicht halten können!“

Puh, Claas dachte schon an eine andere Flüssigkeit…

„Nein, das mache ich schon selber, so alt bin ich auch noch nicht und meinen Sie, ich könne die Flüssigkeit nicht halten?“

„Natürlich, aber schon während ich den Spülschlauch in Ihren Popo schiebe, kann es etwas feucht zwischen den Beinen werden“.

Kann sie nicht einfach sachlich bleiben und ihre Wortwahl ändern? Geht es Claas durch den Kopf.

Nein, sie ist so korrekt, sie macht einfach ihren Job und ich denke immer nur zweideutig, redet er sich ein.

Er hat Mühe, seine Jeans im Liegen auszuziehen, deshalb hilft sie ihm trotzdem ungefragt dabei.

„Heben Sie bitte Ihr Gesäß etwas an!“ Claas weiß zwar nicht, wieso er das tun soll, aber als er sieht, dass sie nur eine Unterlage unter ihm schiebt, erscheint ihm das als logisch und er bezeichnet sich selbst als etwas dumm und weltfremd und er entschuldigt sich für sein Verhalten, er will ab jetzt kooperativ sein.

Neben der Liege steht ein kleiner fahrbarer Silbertisch mit den vorbereiteten Utensilien, die ihn Angst machen. Er weiß nicht, was schlimmer ist, diese für ihn unbekannten Dinge oder Schwester Helena, zum Glück sind ihre Nägel bedeckt!

„Herr Behrens, nun bleiben Sie ganz locker und drehen Sie sich nicht ständig so hilflos um, ich mache meinen Job und den mache ich schon sehr lange, vertrauen Sie mir. Ich tu Ihnen nicht weh, ich gehe ganz behutsam mit Ihnen um, ich gleite sogar ihren Hinterausgang aus, sodass der Schlauch nicht reibt wie ein Radiergummi.

Schwester Helena nimmt eine ordentliche Portion der Vaseline und ohne ihn nochmals vorzuwarnen, dringt sie mit zwei Fingern in Claas´After ein.

„Ahhh!“ entweicht es ihm, „Puhhhahh!“

„Tut das weh Herr Behrens?“

„Nein, überhaupt nicht, entschuldigen Sie!“

„Entschuldigen Sie sich nicht ständig bei mir, ist alles normal, nur wenn Sie jetzt Schmerzen dabei hätten, müsste ich den Doktor holen.“

„Nein, ich habe keine Schmerzen! Tun Sie, was Sie tun müssen!“

„Okay, dann wollen wir mal, ich habe jetzt nur Ihren Ausgang vorbereitet, ich werde jetzt den Schlauch einführen, indem ich ihn so weit es geht hineinschiebe. Danach lasse ich der Flüssigkeit freien Lauf und Sie müssen versuchen, die Flüssigkeit so lange es geht in Ihrem Darm zu halten, verstanden?“

„Ja, ich denke schon, gibt es ein Safe- Wort, wenn es mir zuviel wird?“

„Ein Safe- Wort gibt es bei uns nicht, Sie sind in einer Arztpraxis und nicht in einem anderen Etablissement, Herr Behrens, ein Zuviel gibt es hier nicht, wenn es unangenehm wird, geben Sie einfach Bescheid, oder meinetwegen heben Sie die Hand.“

Wieder ein Faux-Pas, Claas ist das furchtbar peinlich.

Es drückt zwar, als Helena den Schlauch schiebt, es ist unangenehm, aber er empfindet keine Schmerzen dabei, das hat sicherlich mit der Portion Fett zu tun, dass sie ihm in den Arsch geschmiert hat. Wenn sie wirklich böse und gemein wäre, dann hätte sie das vermutlich nicht getan und für ihre kühlen Augen, die wie ein kalter Gebirgssee schimmern, kann sie ja nichts dafür.

Während er so daliegt in seinem Schicksal,  macht sich Claas Gedanken über sein Alter, was jetzt noch alles auf ihn zukommen wird und das ist erst der Anfang. Krankheiten und alles was damit zu tun hat, waren bis jetzt Tabu-Themen in seinem Freundeskreis, höchstens mal eine Knieverletzung, also irgendwas, was mit Sport zu tun hat ist zulässig und erzählenswert. Das hat was Dynamisches, abenteuerliches an sich, innere Krankheiten gleichen eher einer Schwäche, dem Alter, das Nachlassen der Kraft und Energie, das hinsiechen….

Schwupps, der Schlauch ist draußen, „Sie müssen jetzt Ihre Arschbacken zusammenkneifen“.

Das mach ich doch die ganze Zeit schon, denkt sich Claas, schon allein die Überwindung wegen seiner Beschwerden zum Arzt zu gehen gleicht einem einzigen Arsch- Zusammen-Kneifen für ihn.

„Sie dürfen jetzt noch liegen bleiben, bis Sie den Druck nicht mehr aushalten, Sie dürfen nicht denken, dass Sie schnell fertig werden müssen, also wenn Sie möchten, dass wir die Prozedur gleich nochmal wiederholen, dann gehen Sie gleich, wenn Sie aber eine Wirkung haben wollen, dann warten Sie, mindestens 10 Minuten, Viertel Stunde oder auch länger.“

Claas erschrickt, als er ihre Fingernägel an seinen Oberschenkel sieht, wie sie ihn zurechtrückt. Sie hat ihre Gummihandschuhe schon wieder ausgezogen, Claas hofft….sie wird doch nicht, ohne die Handschuhe an seinem Po gefummelt haben?

Pfui Claas, ermahnt er sich im Stillen und widersteht der Versuchung sich selbst auf seine Finger zu klopfen.

Zu seiner Freude wird ihm das Warten noch mit einer Tasse heißen Tee versüßt, die ihm Schwester Helena höchstpersönlich serviert.

„Das ist Absicht, Herr Behrens, denn der Tee ist so heiß, dass Sie ihn gar nicht hastig austrinken können und womöglich vorzeitig verschwinden.“

Es rumort schon heftig in seinem Bauch, doch als er sich aufsetzen will, erhebt Helena ihren Finger, „liegen bleiben hab ich gesagt!“. Claas bleibt natürlich artig liegen, „Darf ich mich wieder anziehen?“

„Wenn Sie sich unbedingt Ihre Jeans versauen wollen- ja!“

„Hm, okay“.

Der Tee ist nach einer Viertel Stunde leer, „darf ich, ich hab das Gefühl, ich kack hier sonst alles voll, bitte!“

„Na los, worauf warten Sie noch?“

Claas zieht schnell seine Hose hoch und rennt nebenan auf die Toilette und entleert sich.

Er bleibt lange sitzen, denn bei jeden Versuch aufzustehen, stellt sich das Gefühl erneut ein, dass er müsse. Irgendwann klopft jemand von außen an die Tür, es ist Helenas Stimme: „Alles in Ordnung bei Ihnen?“

„Ja, ich denke ständig, es kommt noch was, es kommt auch noch immer was!“

„Das ist gut, lassen Sie sich Zeit, wenn Sie fertig sind, kommen Sie einfach nochmal, der Doktor muss noch mit Ihnen sprechen!“

„Oh Gott, ist es was Schlimmes? Weil er nochmals mit mir sprechen will?“

„Herr Behrens! Nein, das gehört sich einfach so, er muss doch mit Ihnen die Weiterbehandlung besprechen!“

„Ach so!“ Ihm dreht sich der Magen um, hoffentlich ist es wirklich nichts Schlimmes?

Ausgepowert, als würde er vom Fitnessstudio kommen, lässt sich Claas schlapp und erschöpft hinter dem Schreibtisch fallen.

Schwester Helena ist mit Reinigungsarbeiten beschäftigt, er muss sie immerzu betrachten.

„Ach Herr Behrens, Sie sind schon so ein Sonderexemplar“ und zwinkert ihm zu, was auch immer das zu bedeuten hat. Sie wischt die Liege ab und spannt ein neues Papiertuch ein und sie räumt alle gebrauchten Utensilien in eine Plastikbox mit Deckel.

Sie hält Röhrchen in der Hand, die mit etwas Braunen gefüllt sind. „Das sind Stuhlproben von Ihnen, die ich mit abgenommen habe, das wird auch noch untersucht“.

Widerlich, was so Schwestern alles tun müssen, für Claas alles Neuland und es macht ihn trotzdem neugierig.

Dr. Michaelsen kommt herein, „Na Herr Behrens, haben Sie alles gut überstanden?“

„Ich hoffe schon, ja doch!“

„Wie geht es Ihnen jetzt?“

„Ich fühle mich etwas, naja wie soll ich sagen, ich bin hin und hergerissen, vielleicht etwas überrumpelt, etwas verunsichert…“

„Nein, nein…“ unterbricht Dr. Michaelsen, „nicht das Psychische, ich meine physisch?“

„Ja, natürlich, leichter…ich muss abwarten, kann ich noch nicht sagen.“

„Würden Sie sich noch kurz auf den Rücken legen?“

„Ja natürlich Herr Doktor!“

Dr. Michaelsen schiebt sein Hemd nach oben, tastet mit seinen angenehmen Händen den Bauch ab, klopft mal hier, mal da, nimmt sein Stethoskop und presst das gegen die Bauchwand.

„Da geht noch einiges ab, Sie sollten schnell nach Hause gehen, ich habe eine Krankmeldung für Sie vorbereitet und bedenken Sie die Ratschläge, die ich Ihnen übers Essen erzählt habe, heute und in nächster Zeit nur Schonkost. Morgen früh sehen wir uns hier wieder, dann sehen wir weiter!“

Claas verabschiedet sich, nicht ohne nochmals einen Blick auf Schwester Helena zu erhaschen, die das mit einem Lächeln quittiert und eilt mit seinen Papieren aus der Praxis hinaus.