Die Anzeige-Jahre später Teil 3

Die Anzeige weiterer Teil

Fast möchte ich schon wieder auflegen, als er nach dem 3. klingeln nicht an den Apparat geht, doch dann nimmt er doch ab, ich hauche ein leises, schüchternes „Hi!“ in mein Handy, dann warte ich ab, was er sagt.

„Wer ist da? Hallo…Hallo? Nun sag doch was…!“

„Ich!“

„Etwas lauter, wer ist ich?“

„Chris…Christiane!“

„Christiane, was ist passiert? hast Du eine Panne, oder was?“

„Kann ich…könnte ich zurückfahren, zu Dir?“

„Aber Christiane, Du musst doch heim!“

„Jetzt mach mir kein schlechtes Gewissen, ich hab das Gefühl, als hätte ich etwas Wichtiges vergessen!“

„Was denn?“

„Ach Leander, das kann ich am Telefon nicht sagen!“

„Ich sehe hier nichts, was Du vergessen hast.“

„Leander, nicht sowas, wenn Du weißt, was ich meine!“

Stille am Telefon, dann höre ich ein tiefes Durchatmen: „So so, Christiane…dann komm!“

Mein Herz macht einen Sprung, alle Gewissensbisse die ich bis jetzt noch hatte, scheinen dahin zu sein. Mein Kopf setzt aus und ich fahre an der nächsten Ausfahrt runter und mache kehrt. Es dämmert schon, aber ich bin kopflos und schon ist es passiert, ich wurde geblitzt, weil ich zu schnell gefahren bin, Mist auch das noch, aber es ist mir jetzt egal. Es ist, als wenn jemand bei mir den Schalter umgelegt hat.

Ich finde auf Anhieb wieder hin zu Leanders Wohnung und einen Parkplatz bekomme ich auch ganz in der Nähe.

Mein Puls scheint auf 180 zu sein, ich klingele und kann es gar nicht erwarten, dass die Tür aufgeht, ich renne die Treppen hoch und nehme zwei Stufen auf einmal, fast wäre ich noch gestolpert, aber nur fast.

Die Wohnungstür selbst ist nur angelehnt, ich klopfe zaghaft und Leander bittet mich herein, er trägt nur einen weißen Bademantel.

Er strahlt übers ganze Gesicht, ich bin erleichtert und überglücklich, dass ich es geschafft habe, meinen Gefühlen zu folgen ohne darüber nachgedacht zu haben, ohne Plan, ohne Bedenken, einfach leben, nicht darüber nachdenken, was der Morgen bringt, ich lebe jetzt und hier.

Leander hilft mir wieder galant aus meinem Mantel und vergisst dabei nicht, mir einen Klaps auf meinem Po zu geben, wie selbstverständlich schiebt er seine Hand unter meinem Mantel.

Ich ermahne ihn: „Leander!“

Ganz unschuldig, als wüsste er gar nicht, was er gemacht hat, „Was denn, was ist denn?“

Ich springe ihn an und umarme ihn, er beugt sich zu mir herunter und saugt sich an meinen Lippen fest. Sein Atem schmeckt frisch und einen Rest von seinem  Aftershave kann ich auch noch riechen.

„Du kannst ja ganz schön böse sein, so hab ich dich gar nicht in Erinnerung, Du solltest heim zu Deiner Familie, schäm dich!“

„Ich bin erwachsen geworden und weiß was ich will!“

„Das Gefühl hab ich nicht, dass Du das weißt, vor allem hast Du dir über die Konsequenzen keine Gedanken gemacht.

Du bist immer noch nicht erwachsen genug glaube ich fast, um dir die Hosen stramm zu ziehen!“

Ich muss über diese Aussage kichern,

„Was da lachst Du noch? Du wirst schon merken, Du hast es nicht anders verdient, oder?

Damals hab ich dir damit einen Riesen Schrecken eingejagt.“

„Ja allerdings!“

„Und jetzt forderst Du das raus?“

Es ist für ihn eine Leichtigkeit mich hochzuziehen und kopfabwärts über seine Schulter zu legen. Er schleift mich so in einen Raum, den ich vorher nicht wahrgenommen habe, seine Wohnung gibt mir Rätsel auf. War da nicht eine zweite Tür im Bad? Wir sind da jetzt nicht durchgegangen und dennoch scheine ich in Leanders Schlafgemach zu sein, denn er schmeißt mich auf sein Bett, es ist ein Bett mit schwarzen Metallgestell, es steht quer mitten Im Raum und sonst nichts, zumindest nichts, was ich im ersten Moment sehen kann.

„Wo sind wir hier, Leander?“

„Willkommen in meiner Koje!“

„Aber wie sind wir hierher gekommen?“

„Na durch die Tür, Du Dummchen!“

„Ja, aber doch nicht durch die Verbindungstür im Bad?“

„Nein von außen, aber auch hier gibt es zwei Türen und die andere geht in mein Bad, d.h. dazwischen war wohl früher mal so eine Art Waschküche und jetzt kann man das als Ankleidezimmer benutzen.“

„Du hast als Mann ein Ankleidezimmer? Hast Du hier so viele Sachen?“

„Ich sagte man kann….!“

Okay, ich nicke bloß.

„Das hier ist mein Ruheraum, mein Schlafzimmer, so wie Du es nennst, hier herrscht Ruhe und es wird ab jetzt nicht mehr gesprochen, außer ich richte mein Wort an Dich!“

„Okay!“ etwas verwundert bin ich schon.

Leander zischt, „Was hab ich soeben gesagt?“

„Ist ja gut!“ oopss, schon wieder gesprochen, Leanders Blick wird etwas getrübt und er greift unter sein Bett in eine Schublade, die er herausrollen kann. Er greift hinein und holt etwas langes, schwarzes heraus, es ist ein Schlips oder ein Tuch und das will er nun um meinen Mund binden. Ich wehre mich natürlich und will das wegschieben, Sch…er will mich hier jetzt wohl ganz beherrschen und ich werde leicht panisch, aber da muss ich jetzt dorch, hab ich es nicht so gewollt?  Es ist ja nicht so, dass ich Erfahrung mit solch einer Art Liebesspiele hätte, ich kenne es nur aus Büchern und Filmen und dass ich jetzt da real mitspiele, damit hätte ich nicht gerechnet, ich wollte nur reden. Ich lasse es aber über mich ergehen, es ist mal wieder so eine Sache, eine einmalige Gelegenheit, die mir da geboten wird und ich rede mir wieder ein, ach was sage ich, ich bete zu Gott, dass er mir verzeihen soll, weil ich nicht ganz normal bin.

Leander drückt meine Handgelenke zurück, neben meinem Kopf, mein Atem geht laut, mein Puls rast, meine Vagina reagiert mit ungewöhnlicher Nässe.

Hinter seinem Bett holt er Handgelenkschoner hervor, die bereits an seinem Bettgestell festgebunden sind.

„Damit Du ruhiger wirst!“

Oh Gott, ich schlucke den Kloß der sich gebildet hat hinunter.

Nun liege ich da, den Mund verbunden und meine Handgelenke sind festgemacht, Leander sitzt auf meinen Beinen  und macht weiter nichts, als mich anzuschauen.

Ich bin etwas irritiert, seinen Gesichtsausdruck kann ich nicht deuten, es vergehen Minuten, lange Minuten, wie lange will er das Spiel mit mir spielen?

Als ob er Gedanken lesen könnte: „Du bleibst jetzt so lange so liegen, bis Du ruhiger wirst!“

Ich nicke, denn was anderes kann ich ja nicht mehr machen.

1000 Dinge gehen mir durch den Kopf, was wird er mit mir anstellen? Mir kommt diese Stille wie eine Ewigkeit vor, es ist so still, ich könnte eine Nadel fallen hören.

Nur das Ticken der Uhr nehme ich wahr und mit einem Glockenschlag von der nahe gelegenen Kirche werde ich wachgerüttelt.

„Nicht so schreckhaft Christiane!“

Ich verdrehe die Augen, Leanders Augen werden schmal, er zieht sie zu kleinen Schlitzen zusammen.

Leander richtet sich auf und er tut was, was mich sehr erstaunt, oder vielleicht enttäuschen lässt. Er öffnet die Klettverschlüsse an meinen Handgelenken wieder und ich will schon aufstehen.

Leander drückt mich zurück, er nimmt mich hoch und legt mich tatsächlich über seine Knie, nachdem er sich an die Bettkante gesetzt hat.

Ist es eine Erwartungshaltung oder ist es Angst vor dem was kommt, dass ich mich verkrampfe und meinen Po zusammenziehe?

Leander klappt meinen Rock zurück, greift um meine Nylons, eher blickdichte Strumpfhose, und rollt sie nach unten über meine Füße.

Mir stockt der Atem, jetzt bin ich fällig, ich war schon lange fällig, überfällig, was mein damaliges Gezicke auf Ibiza betrifft.

Meinen Pulli streift er ebenfalls ab.

„Entspann Dich!“

Und so gut es geht, entspanne ich mich, ich lasse meinen Körper für einen Augenblick herabsinken, um ihn gleich wieder erneut anzuspannen, als Leander etwas von seinem Bettkasten hervor holt.

Ich kann es nicht sehen, weil ich ja auf seinem Schoß gebettet bin.

Leanders Hände sind warm und fühlen sich gut an auf meinem Arschbacken, so gut, die können unmöglich weh tun.

Sanft streichelt er über meinem Po, er streichelt jeden Zentimeter meiner Haut, er küsst mich sachte und fährt mit seiner Hand an meinem Rücken hoch bis zu meinem Nacken.

Er beugt sich herunter, ich rieche ihn und merke, wie sein Herz an mir pocht, hart, aber gleichmäßig. Er küsst mich an meinem Nacken und fährt mit den Fingerspitzen wie in Zeitlupe an meinem Rücken herunter. Seine Hände werden forscher und vergreifen sich nun fest in mein Fleisch, er knetet sie, er drückt, er hält inne und es entsteht eine Pause, für mich eine Verschnaufpause, denn ich bin hoch erregt.

Ein erneutes Kneten meiner Arschbacken und dann der Schlag –

So unvorhergesehen lässt er seine Hand auf meinen Po klatschen, ich schreie kurz auf und biege meinen Körper durch.

Leander drückt mich sanft, aber bestimmt wieder zurück auf seine Beine, die Hand, die soeben so kräftig und laut auf meinen Hintern dreschte, verfällt wieder in den Ruhemodus, sie streichelt, knetet und massiert mir den Schmerz weg.

Er lässt die Hand liegen, ruhen auf mir und ich fühle mich dennoch geborgen in dieser Hand.

Von mir aus, könnte sie eine Ewigkeit so liegen bleiben.

Leander holt aus, ich verkrampfe mich und ziehe alles an mir zusammen, wieder lässt er seine Hand kräftig auf meine Backen nieder klatschen. Es brennt, aber ich schreie nicht, weil ich jetzt weiß, wie es sich anfühlt, ich ziehe nur tief die Luft ein und krümme meinen Rücken.

Auch dieses Mal lässt er die warme Hand auf meiner geschundenen Haut liegen und gibt die Wärme an mir ab. Geborgen darin, macht mir seine Hand keine Angst mehr, ich kuschele meinen Po hinein und ich entdecke eine ganz neue Seite an mir.

Jetzt küsst er meinen Hintern, er küsst mir den Schmerz weg.

Leander erhebt sich und legt mich vorsichtig wie eine Porzellanpuppe auf sein Bett, er nimmt meine Handgelenke und fesselt sie wieder an das Bettgestell.

Warum tut er das, ich hab jetzt weder gezappelt, noch hab ich mich dagegen gewehrt?

Er schaut mich an und die einzelnen Tränen, die ich vergoss sind noch nicht getrocknet.

„Schlimm?“

„Nein, aber überrascht und es brennt.“

Leander beugt sich zu mir herunter und küsst mir die einzelnen Tränen von meinen Wangen, ich würde gerne sein Gesicht in meine Hand nehmen, ihn ganz an mich heran ziehen, aber ich kann ja nicht. Mag er das nicht? Sind meine Hände im Weg?

Wieder überkommt mich ein mulmiges Gefühl, als ob er meine Gedanken lesen könnte, er beugt sich nochmals zu mir und nimmt mein Gesicht in seine Hände, er streicht mir meine Haare aus dem Gesicht und klemmt die Strähnen hinter mein Ohr, er flüstert mir ins Ohr, dass er noch nicht fertig mit mir ist. Er küsst mir den Hals, er küsst mir die Brüste und er küsst mich  bis zu den Innenseiten meiner Oberschenkel, auf die ich ganz besonders reagiere.

Ich würde gerne schreien, ihn umklammern, ihn mit meiner Vagina entgegen kommen, aber ich kann nicht, stattdessen streichelt Leander mich ganz sanft mal mit seinen Lippen, mal mit seinen Händen über meine intimste Stelle.

Er erforscht mich mit seiner Zunge, die sich lodernd wie eine Flamme in meine eh schon nasse Vagina voller Leidenschaft schlingt.

Ich möchte kommen, ich möchte den Augenblick auch noch weiter genießen, Leander scheint das zu spüren, oder wird mein Atem  tiefer? Hab ich schon gestöhnt? Ich nehme nichts mehr um mich herum wahr. Leander setzt sich wieder auf, schaut mich kurz an, „darf ich?“

„Mach schon!“ keuche ich heraus und schon stößt er mit seinem festen Schwanz in mich hinein.

Ich brauche nicht lange und ich schreie ihn den ersehnten Orgasmus entgegen.

Erschöpft und zufrieden sinkt er auf meinem Körper zusammen, streichelt und massiert leicht meine Scham und ich kann auch noch keinen klaren Gedanken fassen.

Was hab ich nur wieder gemacht, warum bin ich nicht standhaft geblieben oder war es das Ziel?

Als ich wieder zu mir komme, bedanke ich mich für die schönen Stunden, „Ich glaube Leander, das war es, was ich vergessen habe, aber jetzt muss ich wirklich heim!“

Gar kein Fieber – Teil 3

Tag 4 früh

„Bloß das nicht!“ entgegnete Lilli.

Ihre Mutter zog wieder ab und lies Lilli allein in ihrem Zimmer, das Thermometer hat sie liegen gelassen, nicht wie sonst, sie nimmt es immer gleich weg reinigt es und räumt es weg.

Lilli sah sich im Spiegel an, ihre Schamesröte verblasste schon wieder, das war bestimmt nur die Aufregung, dass ihre Temperatur stieg.

Lilli machte es sich auf ihrem Bett bequem und nahm ihr Smartphone in die Hand als Ablenkung, was soeben geschehen war.

Ihr Blick ging aber immer wieder zurück zum Thermometer, das auf ihrem Nachtkästchen auf den nächsten Einsatz wartete und machte sie irgendwie hippelig.

Nicht auszudenken, wenn sie sich noch ein Zäpfchen reinschieben muss, wie würde sie erst darauf reagieren? Der Gedanke daran lässt sie schon an nichts anderes mehr denken und ihre Unterhose ist total eklig.

Sollte sie es nochmals wagen, sollte sie das Thermometer nochmals selbst benutzen? Nicht dass ihre Mama auf die Idee kommt, das selber überprüfen zu wollen, weil sie denkt, sie könne das nicht richtig.

Lilli wurde allein schon beim Gedanken rot und sie fing an zu zittern, als sie es in die Hand nahm, ihren Puls spürte sie bis hoch zum Hals. Hoffentlich stört ihre Mutter jetzt nicht wieder. Sie hat aber auch etwas Angst davor, dass die Temperatur steigen würde und mit dem, was dann passiert.

Im Flur hörte sie ihre Mutter und blitzschnell legte sie es zurück und widmete sich wieder ihrem Handy.

Wieder erschrak sie, ihre Mutter kam ohne Anklopfen in ihr Zimmer und brachte ihr einen Tee.

„Hier, bitte trink den Tee, vielleicht geht Deine Temperatur damit wieder herunter. Ach und da liegt das Thermometer, hab es schon gesucht.“

„Danke, Mama, kannst es liegen lassen, ich muss doch nachher eh nochmal kontrollieren!“

„Hast ja recht, ruh Dich aus!“

Lilli wartete bis Ruhe eingekehrt war, zaghaft nahm sie nochmals das Thermometer und lies es unter ihrer Decke verschwinden, sie wollte alles tun, um ein Zäpfchen abzuwenden und war davon überzeugt, dass das Fieber rein psychisch war.

Dieses Mal lies sie es länger in ihrem Po kreisen, sie verzichtete auch auf den Küchentimer.

Dieses Mal konnte sie es richtig genießen, sie wurde nahezu glisch nass dabei

Lilli fing an, an  sich zu zweifeln, sie dachte, sie sei nicht ganz richtig im Kopf. Sie kann auch unmöglich über das Geschehene mit ihrer Mutter oder mit ihrer Freundin darüber reden, das ist so peinlich.

Und tatsächlich, die Temperatur war wieder normal, Lilli fiel ein Stein vom Herzen. Für heute Abend und das schwor sie sich, will sie keinen Gedanken mehr an das Fieberthermometer verschwenden. Sie wechselte noch ihre Unterhose, denn ihre Mutter kündigte an, so in einer Stunde nachzumessen.

Dieses Mal klopfte ihre Mutter an, „Lilli? Lilli? Ist alles gut bei Dir? Wie geht es meinem Schatz denn jetzt?“

„Mir ist es nie so richtig schlecht gegangen!“

„Wir wollten doch nochmals nachmessen?“

„Ja, ich mache das schon, gleich“.

„Nein, tu es bitte jetzt, ich möchte mich hinlegen.“

Lilli seufzt tief, „Wenn´s sein muss…“ und nimmt das Thermometer aus der Plastikhülle.

„Mama, bitte!“

„Was?“

„Na ich mach schon, alleine!“

„Das kannst Du ja, aber ich bleibe hier, Du hattest vorhin noch erhöhte Temperatur und deshalb will ich gleich das Ergebnis wissen, nicht dass ich noch 2x hochkommen muss, ich drehe mich auch um, ok?“

Lilli stöhnt ein genervtes okay aus.

Inzwischen bekam sie schon Routine darin und stierte zügig die feine Thermometerspitze in ihren Po. Sie hielt es die ganze Zeit fest, bedacht darauf, sich und das Thermometer nicht zu bewegen. Sie musste sich beherrschen, dabei ruhig vorzugehen, denn sie wollte sich vor ihrer Mutter nicht die Blöße geben.

Wider erwarten waren die fünf Minuten schnell um, ihre Mutter drehte sich um, Lilli hielt das Thermometer in die Höhe. „Es ist runter gegangen!“

„Zeig!“

Lilli gab ihr das Instrument, „Nein, nein Lilli, das ist nicht herunter gegangen, im Gegenteil, es ist sogar um 1° gestiegen.“

„Aber mir geht es gut, wirklich!“

„Naja, dann will ich mal darüber hinwegsehen, bestimmt hast Du Recht und morgen früh ist die Temperatur wieder normal. Versprich mir aber, falls Du bemerkst, dass es Dir schlechter geht heute Nacht, Du fröstelst oder so, nochmals zu messen?“

„Ja, ich bin doch schon groß! Dann lass das Ding hier liegen!“

Lilli zwang sich dazu so normal wie möglich zu sein, gut zu wissen, dass ihre Mutter sich schlafen gelegt hat, sie will auf alle Fälle  nachmessen, nicht um die Temperatur zu wissen, sondern um sich ein wohliges Vergnügen zu bereiten.

Lilli lag noch lange wach und bevor sie schlief, machte sie sich bereit, um ein letztes Mal für heute ihre Temperatur zu überprüfen.

Sie nahm also die Plastikhülle in die Hand und wollte das Thermometer heraus holen, ganz nervös und in freudiger Erwartung nahm sie das Thermometer in die Hand. Sie drehte die Handcreme auf, entnahm einen Klecks für ihr Poloch und tauchte die Spitze des Messfühlers in die weiche Creme.

Ganz zärtlich und vorsichtig schob sie das in ihren Anus, sie hob ihren Po dazu, streichelte sich die Innenseiten ihrer recht heißen Oberschenkel. In kreisenden Bewegungen schob sie das Thermometer immer weiter, ihren Po bewegte sie im selber Rhythmus dazu, ihre Finger bohrten sich in ihre Vagina und massierten erst ganz langsam, dann immer heftiger an ihrer Klitoris. Lilli stöhnte, sie warf ihren Körper wild hin und her, sie verschloss ihre Augen und lies sich so lange Zeit damit, dass sie öfters kam und sie genoss es.

Aus Neugierde prüfte sie doch noch, wie es um ihre aktuelle Temperatur stand, 37,9°, hm, nicht weiter schlimm, ihr ging es immer noch prächtig.

Sie löschte das Licht aus, etwas fiel klappernd zu Boden, aber sie ignorierte es und schlief glücklich und zufrieden ein.

Kerstin ihre Mutter kam gegen 7 Uhr früh und wollte Lilli wecken, mit Entsetzen sah sie das kaputte Thermometer am Boden liegen.

„Lilli, was ist passiert? Wieso liegt das Thermometer zersprungen am Fußboden?“

Lilli fuhr hoch: „Waas? Keine Ahnung, wie das passiert sein konnte, log sie.

„Na egal, wir besorgen dann ein neues, zu blöd nur, dass die Apotheke erst um 9°° aufmacht, Dein Termin beim Doktor aber schon um 8°° ist.“

Lilli hat gar keine Lust hinzugehen, dementsprechend lässt sie sich viel Zeit.

„Lilli, mach schon, Du musst noch duschen und was frühstücken!“

„Nee, ich frühstücke später!“

„Ohne Frühstück geht’s nicht aus dem Haus!“

„Manno!“

Lilli ist noch sehr müde, sie hat gestern noch länger an sich herumgespielt und konnte nicht abschalten.

„Wenn Du nicht schneller machst, verpasst Du noch den Bus!“

Das wäre eine gute Idee, dachte sich Lilli und lässt sich natürlich noch mehr Zeit.

Die Bushaltestelle befindet sich nur 150m vom Haus, sie sah ihn natürlich von hinten wegfahren, drehte um und geht wieder nach Hause.

„Mama, ich hab den Bus verpasst, kannst Du den Termin absagen?“

Doch diesen Gefallen tat ihr Kerstin nicht. „Wenn ich dich fahre, dann schaffen wir das!“

„Hast doch gar keine Zeit!“

„Doch, ich hab den ganzen Vormittag heute Zeit, ich fange erst später an, Du hast Glück!“

Lilli ließ sich ihren Missmut nicht anmerken, setzte sich, wie immer früh recht wortkarg ins Auto. Sie dachte eigentlich, ihre Mutter würde sie nur hinfahren und absetzen und dann Besorgungen machen, aber sie irrte.

„Was will ich denn um diese Zeit einkaufen gehen? Die Geschäfte haben doch noch alle zu. Ich setze mich inzwischen ins Wartezimmer und sehe mir ein paar Zeitschriften an.“

Lilli war nun sichtlich genervt von ihrem Vorhaben, so fühlte sie sich dabei wie ein kleines Kind, das hatte sie nun davon.

In der Anmeldung übernahm ihre Mutter das Wort, „Guten Morgen, Lilli hat um 8°° einen Kontrolltermin!“

„Bitte setzen Sie sich noch kurz ins Wartezimmer, sie kommt gleich dran!“

Bereits nach ein paar Minuten wurde Lilli aufgerufen, Kerstin stand mit auf und folgte ihr.

„Mama, Du kannst doch da bleiben, du brauchst nicht mitzugehen.“

„Ach doch, ich geh nur kurz mit rein, der will doch bestimmt wissen wie es Dir so gegangen ist!“

Ok, Lilli war nicht begeistert davon.

Sie setzten sich ins Sprechzimmer auf den Stühlen hinter dem Schreibtisch, der Doktor kam auch gleich und begrüßte sie recht freundlich.

„Und wie geht es der jungen Dame? Haben sie eine Fieberkurve angelegt?“

„Ja, sie hatte kein Fieber, nur gestern Abend etwas erhöhte Temperatur, aber nicht der Rede wert, Lilli fühlt sich nicht krank.“

„Sehr gut!“ und Lilli ist erleichtert, dass ihre Mutter das so schön umschrieben hat.

„Und wie sah es dann heute früh aus?“ wandte sich der Doktor an die Mutter.

„Tja das ging leider nicht, Lilli hat das Thermometer zerbrochen!“

Peng! Giftpfeile verschoss Lilli an ihre Mutter, die sich so gleich wieder ins Wartezimmer verzog.

„Aber wie schon gesagt, Lilli geht es gut und ich besorg dann ein neues, ich warte noch solange im Wartezimmer, okay?“

Erleichtert atmete Lilli aus und dankte insgeheim ihrer Mutter für die Ausrede und Bestätigung, dass es ihr gut gehe.

Der Doktor wandte sich nun leicht grinsend an Lilli: „Soso kaputt gemacht? War das Absicht? Ich weiß doch, dass junge Damen vom Fiebermessen nicht so begeistert sind?!“

Lilli erschrak: „Was? Ich? Nein, Quatsch, es ist mir heruntergefallen, nachdem ich nachts nachgemessen habe.“

„Naja, dann wirst Du ja nichts dagegen haben, dass wir hier und jetzt, bevor ich den Halsabstrich mache, nochmals nachmessen, oder?“

Lilli stieg die Röte ins Gesicht. „N…nein, natürlich nicht!“

„Nun, dann mach Dich unten mal frei und lege Dich auf meine Liege!“

„Kann ich das nicht vielleicht selbst im Stehen auf der Toilette machen?“

„Nein , Du bist jetzt hier, da mache ich das, das geht auch ganz schnell, aber ich brauche einfach noch den Morgenwert, verstehst Du das?“

Lilli wurde es schlecht bei der Vorstellung, dass ihr der Doktor höchstpersönlich das Thermometer reinrammen will, sie wusste ja überhaupt nicht, wie sie darauf reagieren würde.

Lilli zog ihre Schuhe aus, zog ihre Hose und den Slip gerade soweit herunter wie nötig. Im Liegen hielt sie ihr Höschen verkrampft fest, ihr Gesicht vergrub sie unter ihrem Arm.

Sie lauschte, was der Doktor jetzt macht, Schranktüren gingen auf und Schubläden und aus dem Spender mit den Handschuhen zog er sich ein Paar heraus und lies sie geräuschvoll schnalzen. Sie spitzte ihre Ohren und sie verfolgte jeden Handgriff, was er wohl tun wird.

Er trennte eine Thermometerhülle als Schutz für das Thermometer ab, öffnete eine Vaselinedose und beschmierte mit dem Finger die Spitze, sie hielt den Atem an. Der Doktor kommt nicht richtig an ihren Hinterausgang und zog eigenmächtig ihren Slip noch etwas nach unten, als er an ihr Poloch stößt, zog sie es instinktiv zusammen.

„Nein, bitte locker lassen, dann ist es gleich fertig“.

Lilli versuchte so gut es geht locker zu bleiben, konnte sich aber nicht ablenken von der Situation. Mit einem Ruck drang die Thermometerspitze in sie ein und es verging keine Minute und es piepte. Lilli war erleichtert, aber dennoch angespannt, sie wusste ja nicht, was er noch machen würde.

„So, fertig, dann wollen wir mal sehen…Glück gehabt, 37,0°, das kann man so lassen! Du kannst Dich wieder anziehen, es fehlt nur noch der Rachenabstrich und dann kannst Du gehen.“

Beruhigt und froh darüber, diese peinliche Situation überstanden zu haben, machte sie noch ihren Mund für den Abstrich auf,  bedankte sich und verabschiedete sich.

Kerstin wartete bereits an der Theke, „Na, alles gut?“

„Ja!“

Der Doktor kam heraus und verabschiedete sich bei der Mutter, „Die neuen Thermometer sind bruchsicher!“

„Ja, danke, ich werde gleich ein Neues besorgen.“

Die Apotheke ist gleich nebenan, Lilli zog es jedoch vor, im Auto auf ihre Mutter zu warten, warum nur?

Die Anzeige-Jahre später Teil 2

„Christiane, ich muss Schluss machen, auf der anderen Leitung ist ein Arbeitskollege, tschüss bis später!“

Etwas irritiert schüttele ich den Kopf

Leander hält seinen Kopf schief und legt seine Arme wieder auf meine Schultern, ganz nah und ganz tief schaut er mir dabei in die Augen „Gibt’s Probleme?“

„Nein, nichts was mit Dir zu tun hat! Zeig mir mehr!“

Das Gespräch hat mich aus meinen Träumen fortgerissen und Leander merkt, dass ich mich in den Bildern nicht mehr so fallen lassen kann.

„Komm, unser Tee wird kalt!“

Natürlich! Den hätte ich fast vergessen und ich mache mir darüber Gedanken, was mir Matthias soeben mitteilen wollte.

Der Tee schmeckt köstlich und wärmt mich von innen, ich umklammere meine Teetasse, als wäre ich völlig ausgekühlt, aber ich halte sie eher als Schutz für mich, für meine Hände, wärme damit meine Gedanken und spüle die negativ Gedanken weg.

„An was denkst Du gerade, Christiane?“

„Ach ich weiß nicht“ und bemerke, wie meine Hände leicht zittern und ich weiche seinen Blick aus.

Leander setzt sich zu mir, ganz nah, nimmt mir die Tasse aus den Händen, „na stell doch mal die Tasse hin, bevor Du das heiße Getränk Dir noch drüberschüttest.“

„Leander, erzähl mir von Deiner Frau…“, ich habe die ganze Zeit nur von mir geredet, Vieles ist nahezu aus mir herausgesprudelt, dabei weiß ich gar nicht, wie es um ihn steht. Es lenkt auch ab und ich muss nur zuhören, kann ihn aber gar nicht richtig folgen. Ich höre ihm zwar zu, aber ich weiß nicht wirklich, was er mir da alles erzählt. Irgendwas ist.

Ruhig und bedächtig erzählt mir Leander von seiner Frau, seinen Kindern und Enkelkindern, er nimmt kein Blatt vorm Mund und es scheint, er verschweigt mir auch nichts, er beschönigt nichts. Ich höre einfach nur zu, nicke ab und an und ich denke, er ist nicht unglücklich, im Gegenteil.

Deshalb verstehe ich gerade nicht, was in mir vorgeht, ich sollte genauso ruhig und ausgeglichen bleiben wie er es ist.

Leander verunsichert mich trotzdem, warum musste ich ihn einfach nochmal über den Weg laufen? Oder hab ich das heraufbeschworen, warum bin ich denn ausgerechnet in diese Stadt gefahren zum Shoppen? War das Intuition oder Wunsch?

Nein, ich hab ja schon lange nicht mehr an ihn gedacht, es ist ein Wink mit dem Schicksal.

Da ist sie wieder, meine alte Unsicherheit, was meine Gefühle betrifft.

„Christiane, was ist los? Du bist so anders als noch vorhin in dem Cafe´? Du wirkst plötzlich so verschlossen, oder so abwesend?“

Ich weiche seinem Blick aus, denn ich befürchte, rot zu werden, wenn ich ihn zu lange anstarre.

„Ich glaube, ich zaubere uns noch etwas zu Essen Christiane“.

„Nein, Leander, lass nur, Deine Frau wird auf Dich warten, ich geh dann…!“

„Nein, nein, meine Frau ist bei unserer Tochter, sie macht Babysitting bei den Enkeln, sie kommt frühestens morgen Mittag zurück, mich erwartet niemand.“

Ich habe plötzlich ein anderes Bedürfnis, „Ich müsste mal Deine Toilette aufsuchen!“

„Ich zeig Dir die Tür“, er begleitet mich, denn so genau  hab ich mir die Wohnung gar nicht angesehen. Ich kenne nun die zwei Zimmer, hab aber keine Badezimmertür entdeckt und sein Bett vermisse ich auch, oder schläft er womöglich gar nicht hier?“

Ganz versteckt gleich neben dem Eingang und der Garderobe gibt es noch eine Tür, vielleicht dachte ich, es sei ein Kleiderschrank. Das Bad ist wie alles in dieser Wohnung nicht von dieser Welt. Ein schwarz/ weiß gekachelter Fußboden, in der Mitte steht eine freistehende, schwarze Badewanne, darüber ein barocker Kristalllüster, an der Wand ein bodentiefer, goldener Spiegel, Wow! Das ist wie im Märchen, man könnte sich hier ewig aufhalten, alles Unikate, ich fühle mich weit entfernt einer normalen Zivilisation.

In dem Bad gibt es noch eine Nische mit einer Dusche und im anderen Eck ist noch eine Tür. Wo wird die denn hinführen? Ich dachte, er hätte nicht so viele Räume.

Ich husche zu der Tür und will einen kleinen Blick erhaschen, was sich dahinter verbirgt.

Es ist abgeschlossen und schuldbewusst begebe ich mich zurück ins sein sogenanntes Wohnzimmer.

„Leander, ich bin beeindruckt! Dein Badezimmer ist der Hammer, das ist nicht einfach nur ein Badezimmer, es ist ein Salon! Sag mal, übernachtest Du hier auch ab und zu oder fährst Du immer zurück in Dein Haus?“

„Ab und zu verbringe ich auch eine Nacht hier, wieso?“

„Weil ich ein Bett vermisse oder schläfst Du auf der Couch, groß genug wäre sie ja?!“

In windes Eile, aber auch mit sehr viel Hingabe schnippelt er Gemüse zurrecht und schmeißt alles in einem großen gusseisernen Wok.

„Mein Schlafgemach liegt hinter dem Bad, oder den Salon, wie Du es nennst. Es ist ein altes Haus und da hat man viele Durchgangszimmer.“

„Willst Du mir das auch mal zeigen?“

„Jetzt müssen wir erstmal essen, es schmeckt nur, wenn es frisch zubereitet  ist!“

Hm, eigentlich wollte ich ja nur einen Blick erhaschen, er braucht mir ja nicht alles in den Details zeigen, wobei das hier schon interessant wäre. Nun gut, vielleicht später, das Wok Gemüse riecht wie ich es erwartet habe sehr gut und es schmeckt auch gut.

Leander entführt mich nochmal in die Welt seiner Malerei und an das Schlafzimmer hab ich dann gar nicht mehr gedacht.

Mein Handy klingelt erneut, es ist nur eine Kurznachricht von meinem Sohn, ob er bei einem Freund, bei dem er zum Geburtstag eingeladen ist, auch über Nacht bleiben kann.

Das ist mal wieder typisch, da ruft er lieber nicht an, ich schreibe ihn zurück, dass er von mir das Okay hat, er solle aber Papa noch fragen.

„Mama, Du bist die Beste“ erhalte ich kurz zurück.

„Nun, Leander, ich muss jetzt doch langsam aufbrechen, Deine Handynummer hab ich ja, wir bleiben in Kontakt, auf alle Fälle!“

„Christiane, ja, schade dass Du schon gehen musst, aber wir sind nicht aus der Welt, das wissen wir ja jetzt. Komm gut heim, Du fährst ja bestimmt fast zwei Stunden und mache es gut.“

Er hilft mir in meinem Mantel und zieht mich nah an sich heran, mit seinen Händen fährt er durch meine langen, offenen Haaren und zieht hörbar den Duft ein.

„Herrlich!“ mit einem glücklichen Lächeln haucht er mir noch einen Kuss auf den Mund, was mich verlegen macht. Muss das denn sein, denke ich mir, ich winke ihn nochmals zu, er begleitet mich bis vor die Tür, mein Auto steht auf einem Parkplatz nicht weit von hier und ich wollte auf alle Fälle allein zurück laufen.

„Und melde Dich kurz, wenn Du zuhause angekommen bist, ja?“ ruft er mir noch nach.

So sitze ich im Auto, ich muss das jetzt alles auf mich wirken lassen, kann ich überhaupt schon fahren? Nicht wegen des Proseccos, nein, besoffen bin ich von Leander.

Nein, das darf und das kann nicht sein, versuche ich mir einzureden, drehe den Zündschlüssel um und fahre zielstrebig zur Autobahn.

Der Verkehr lenkt mich ab, hab jetzt keine Zeit für Träume, denn ich muss mich ja konzentrieren und das ist gut so.

Ich höre ein kurzes Signal an meinem Handy, dass ich soeben eine Nachricht erhalten habe, nehme es in die Hand, weil ich ich dachte, es sei Leander, aber nein, die Nachricht ist von Matthias. Da kommt gleich ein Autobahnparkplatz, ich werde mal rausfahren.

„Hallo Christiane, es wird bei mir auch etwas später, der Sohnemann geht auf einen Geburtstag, komm gut heim.“

Ich bleibe noch ein paar Minuten ratlos in meinem Auto sitzen, mich quälen die Gedanken, irgendetwas nicht vollendet zu haben.

Sollte ich umkehren? Noch bin ich noch nicht zu weit weg, was würde mich erwarten?

Habe ich etwas zu bereuen? Würde ich es hinterher bereuen, einfach so mir nichts, dir nichts nach Hause gefahren zu sein? Ich beiße auf meinen Lippen, wie immer schwanke ich zwischen meiner Fantasie und meinem realen ich hin und her.

Das hatten wir schon mal, mit der selben Person, die selben Ängste und Gedanken.

Ich zähle rückwärts von 10 bis 0 und erwarte dann von mir eine Antwort, ohne wenn und aber.

Ich zähle laut: 10-9-8-7- ich mache nach jeder Zahl eine kurze Pause, 6-5-4-3-2-1-0.

Ich nehme mein Handy in die Hand und wähle Leander Nummer.

Gar kein Fieber- F/f Fieberthermometer Teil 2

Alternativtext für Cspanking Geschichten: Der Ursprung dieser Geschichte entstammt nicht aus meiner Feder, lest bitte dazu die ursprüngliche Fassung von C´s Geschichten Spanking und mehr…

Gar kein Fieber –F/f- Fieberthermometer- Teil 2

Tag 3 abends

„Ich finde, Du kannst auch ohne mich messen“, sagte Kerstin dieses Mal. „Aber mach es wirklich im Po und für fünf Minuten.“

Lilli versuchte möglichst vertrauenswürdig zu klingen:“ Ja, klar, mache ich.“

Ihre Mutter gab ihr neben dem Thermometer auch den Küchentimer, auf fünf Minuten gestellt.

Sie wusste ja nicht, dass Lilli sowieso schon die Sekunden zählte, bis es vorüber war. Lilli verzog sich aufs Zimmer. Endlich alleine, dachte sie.

Sie fand es immer och nicht so toll, das Thermometer in den Hintern stecken zu müssen, aber wenigstens war ihre Mutter nicht mehr dabei.

In einem Rutsch zog sie Jeans und Höschen herunter und legte sich aufs Bett.

Sie verteilte reichlich Handcreme auf der silbrig glänzenden Spitze. Dieses Mal war es eine Angelegenheit von wenigen Sekunden. Pobacken spreizen und das Thermometer war drin.

Nur im ersten Moment war die Spitze kalt und unangenehm, Lilli startete den Timer…

Mist, das piekt trotzdem, dachte sich Lilli und machte noch mehr Creme an die Thermometerspitze und Mist, jetzt kleckerte sie auch noch mit der Creme und es ging auf ihr Bettlaken. Um nicht ungewünschte Fettflecken zu hinterlassen, cremte sie sich mit der überschüssigen Creme die Finger ein.

Lilli versuchte es erneut, sie war etwas ungelenk und die Prozedur glich schon fast einer Fingerakrobatik. Sie nahm nun das Thermometer mit ihren fettigen Finger und schob es in ihr schon ebenfalls eingefettetes Poloch. Der Timer lief und das Thermometer wollte nun einfach nicht drin bleiben, wo es bleiben sollte. Es rutschte immer wieder heraus.

Hoffentlich kommt die Mutter nicht, dachte sich Lilli und wurde etwas fahrig dabei.

Es blieb ihr nichts anderes übrig, als das Thermometer die ganze Zeit fest zu halten und sie ist es schon nach einer Minute leid, ständig nachschieben zu müssen, sie glitt tiefer und tiefer mit ihren Finger und dem Messfühler hinein.

Ein Kribbeln floss durch ihre Lenden und Lilli merkte, dass die Feuchtigkeit nun nicht nur von der Creme kam, nein, sie fasste sich an die Klitoris.

Wie konnte das sein, Lilli badete ihren Finger in ihren eigenen Säften, jede Berührung zwang sie dazu, ihren Unterleib durchzubiegen, sie konnte es nicht begreifen, was soeben mit ihr geschah. Der Timer hat schon längst geklingelt, doch Lilli bekam das gar nicht mit.

Plötzlich stand ihre Mutter Kerstin im Zimmer, Lilli erschrak fürchterlich.

„Mama, was soll das?“ sie wurde dunkelrot dabei.

Kerstin schien das gar nicht zu sehen, wie peinlich berührt und aufgelöst Lilli war.

Sie warf nur einen Blick auf den Timer: „ Du solltest doch fünf Minuten messen, hast Du noch gar nicht angefangen, der Timer ist ja noch aus.“

„Hab ich wohl!“

„Nein, hast Du nicht, kann man dir nicht vertrauen?“

„Doch, ich bin doch schon längst fertig gewesen!“

„Ich glaube Dir kein Wort, gib mir das Thermometer!“

Lilli hätte sich am liebsten unter die Bettdecke verkrochen und wischte das Thermometer an ihrem eh schon verschmutzten Bettlaken ab. Weil das Thermometer ständig herausrutschte, hatte sich die Anzeige natürlich noch überhaupt nicht geändert.

„Wieso ist denn hier alles so pappig? Du darfst nicht zuviel von der Creme nehmen, sonst verfälscht es den Wert, komm, nochmal!“

„Nein, ich will es alleine tun, aber das hat nicht gehalten!“

„Siehst Du, das kommt davon, weil Du zuviel Creme dran getan hast.“

„Nimm Deine Beine hoch, wir machen das jetzt wie früher, als Du noch ein Kleinkind warst!“

„Nein!“ Lilli protestierte lauthals, „Bitte nicht, ich wusste ja nicht…!“

„Okay, ich komme in fünf Minuten wieder und dann will ich ein Ergebnis sehen.“

Lilli atmete erleichtert auf, als ihre Mutter das Zimmer wieder verlies.

Es lies sie nicht mehr los, das Gefühl, sie machte es nochmal, spreizte mit einer Hand ihre Pobacken und mit der anderen Seite schob sie mit samt dem Finger das Thermometer in ihren Anus. Ein Stöhnen entwich ihr und sie merkte erneut, wie erregt sie reagiert, als das glitschige Thermometer in ihrem Poloch rein und wieder rausglitt.

Sie nahm ihren anderen Finger und berührte ihre Klitoris, ein leichtes reiben genügte und die Erregung steigerte sich noch mehr, die Innenseiten ihrer Schenkel fühlten sich inzwischen sehr heiß an, sie konnte es nicht glauben. Ihr Pulsschlag  beschleunigte und sie konnte ihn bis zu ihrem Hals pochen hören. Der Timer klingelte, sie musste aufhören, aufgeregt und erschöpft zog sie das Thermometer aus ihren Hintern heraus und wischte es ab, sie hatte keine Zeit genauer darauf zu gucken, da ging schon ihre Zimmertür auf und ihre Mutter kam wie angekündigt herein.

„Na, hat es dieses Mal geklappt?“

Kerstin erschrak, „Mensch Mädchen, Du bist ja ganz rot im Gesicht!“ und schaute auf das Thermometer.

„Das gibt’s doch gar nicht!“

„Was?“

„Na Deine Temperatur steigt, Du bist bei 37,8! Du glühst ja auch, das müssen wir auf alle Fälle noch beobachten!“

„Heißt das, dass wir später nochmals nachmessen müssen?“

„Ja auf alle Fälle und wenn es nicht runtergeht, hat der Doktor für Dich noch fiebersenkende Zäpfchen mitgegeben, mal sehn, ob wir davon Gebrauch machen müssen.“.

Die Anzeige- Jahre später

Was passierte einige Jahre später, als sich Christiane und Leander wieder treffen (Fortsetzung )

Einige Jahre später…

Eines Tages, genauer gesagt ca. 15 Jahre später bei einem Stadtbummel in einer größeren Stadt steht an der Kasse in einem Sportgeschäft neben mir ein älterer, angegrauter Mann. Ich bin gerade dabei meine Kreditkarte zu zücken, als ich bemerkte, dass der Fremde neben mir, mich aufmerksam von der Seite begutachtet. Ich merke das, dass ich unter seinen Augen beobachtet werde und es verunsichert mich.  Ich  schaue hoch und blicke in zwei freundliche, mir nicht unbekannte Augen, einzelne graue Locken hinters Ohr geklemmt, irgendwie kommt er mir sehr bekannt vor…

Jetzt ist es der Mann, der das Wort ergreift: „Entschuldigen Sie, dass ich Sie gerade so angestarrt habe, aber Sie erinnern mich an Jemanden!“

„Ähm, ja mir geht es genauso, das gibt es doch nicht!“

„ Kann das sein? Christiane?“

Es durchfährt mich wie ein Blitz und auf der Stelle ist mir bewusst, wer neben mir steht, ich müsste mich setzen, damit ich nicht auf der Stelle umkippe.

Der Verkäufer an der Kasse hält mir schon ungeduldig meine Kreditkarte hin, zu sehr bin ich aber mit der urplötzlichen Erscheinung von ihm beschäftigt.

Der Kassierer wird etwas deutlicher: „Ihre Karte bitte hier!“ und nervös nestele ich an meinem Geldbeutel herum, um die Karte einzustecken.

„Meine Dame, Ihre Tüte, wollen Sie die nicht mitnehmen?“ und hält mir meine soeben erst gekauften Sachen hin. Ich bin völlig durcheinander und von der Rolle.

Aufgeregt und peinlich berührt, trete ich ungeduldig von einem Bein auf das andere, während er seine Sachen noch bezahlen muss.

Ich kann es nicht erwarten, aus dem Geschäft zu kommen und endlich finde ich meine Stimme wieder.

„Mensch, das gibt es doch nicht, Leander- Ibiza?“

„Christiane! Du bist es wirklich, wie geht es Dir? Was machst Du hier?“

„Ich habe heute frei und ich wollte Frühlingsshoppen gehen!“

„Jetzt sag bloß, Du wohnst hier in der Stadt oder in der Nähe?“

„Nein, ich hab heute einen freien Tag, ich wohne fast 200 km weg von hier, hatte aber Lust mal wieder hierher zu fahren, früher war ich ja in einer Stunde mit dem Auto hier, aber wir sind weiter weggezogen.“

„Was ist passiert? Ich hab Dir noch einige Briefe geschrieben, aber leider nie eine Antwort erhalten!“

„Oh, da ist viel passiert, mein Leben hat sich von Grund auf geändert, ich hatte wohl keine Zeit dafür, habe das immer vor mir hergeschoben und irgendwann fast vergessen, dann wäre es mir peinlich gewesen so spät noch zu antworten!“

„So ein Quatsch!“

„Nein, ehrlich, es hätte nichts gebracht und ich konnte nicht!“

„Aber Du hättest gerne?“

„Nein ehrlich gestanden auch nicht, es hat sich wirklich viel bei mir geändert, da wäre keine Zeit, kein Platz für mehr gewesen.“

„Beruflich oder Familie?“

„Wohl beides, das eine, schließt das andere nicht aus.“

„Erzähl doch mal von Dir!“ fordere ich von ihm, um von meinen Dingen etwas abzulenken.

Leander schlägt vor in ein Cafe ´zu gehen, um nicht noch länger auf dem Gehweg mitten im Getümmel herum zu stehen.

Immer wieder muss ich den Kopfschütteln, was es doch für Zufälle gibt in dieser Welt und die ist, wie man so schön sagt, ganz schön klein.

Wie konnte ich nur, wie konnte ich ihn nur vergessen, zumindest fast, ich verbrachte zwar nur ein paar Tage mit ihm, aber die waren sehr intensiv und haben mein Leben erstmal durcheinander gebracht und dann verändert.

 Mit einem Mal steht er da, vor mir, völlig real, als wenn es gestern war und holt mich in die Vergangenheit zurück.

Aus meiner geplanten Shoppingtour wurde nichts, aber das macht nichts. Wir sitzen über zwei Stunden in dem Cafe´ und haben uns Unmengen zu berichten.

Vorbei sind all meine negativen Gefühle ihm gegenüber, ich freue mich so, ohne Hintergedanken, einfach nur freunschaftlich die Stunden mit ihm zu verbringen.

Und es ist schön zu wissen, dass ein fast vergessener Mensch noch unter demselben Himmel verweilt und dass es ihm gut geht.

Einfach der Wahnsinn, wie der Zufall uns mitspielt.

Er lebt immer noch in der Gegend und genießt immer noch den persönlichen Luxus von einer Stadtwohnung, in die er sich zurückziehen kann. Eine Stadt, in der ich viel zu selten komme, aber noch nie einen Gedanken an ihn verschwendet habe, wenn ich zu Besuch hier bin.

„Jetzt, wo Du doch mal hier bist, hast Du noch etwas Zeit?“

„Schade, eigentlich nicht soviel, an was dachtest Du?“

„Ich würde Dir etwas von meinen Werken zeigen, Sachen die Dich vielleicht erinnern?

Du weißt doch vielleicht noch, dass ich male und in meiner Stadtwohnung habe ich meine Malerwerkstatt.“

„Oh ja, gerne, sehr gerne, ich rufe aber erst noch meinen Partner an, ich bin glücklich mit Matthias verheiratet und wie Du Dir denken kannst, habe ich auch eine Familie“.

„Ja, kein Problem, rufe ihn an.“

Ich rutsche mit meinem Stuhl etwas weg, ich mag es nicht, wenn mir jemand beim telefonieren zuhört, erst recht nicht Leander.

Etwas aufgeregt tippe ich Matthias Nummer in mein Handy, es klingelt nicht lange bis er abhebt.

„Hallo, hier ist Christiane, Du rate mal, wen ich hier getroffen hab?“

„keine Ahnung, Deine frühere Arbeitskollegin?“

„Nein, Leander, den Leander mit dem ich auf Ibiza war!“

Es herrscht erstmal Stille am anderen Ende des Apparates.

„Hallo, hallo Matthias, bist Du noch da?“

Er räuspert sich, „Ja ich bin noch da, ich hab nur eben mal nachgerechnet, der ist doch jetzt schon alt?“

„Ja wie wir alle älter geworden sind! Und er will mir seine Bilder zeigen, seine Kunstwerke, ich wollte damit sagen, dass ich etwa eine Stunde später heimkomme, ist das okay?“

„Natürlich, kein Problem, mach das, ist doch schön, wenn man sich durch Zufall nach all den Jahren wieder trifft, Ihr habt Euch sicherlich viel zu erzählen. Ich warte mit dem Essen nicht auf Dich, lass Dir die Zeit, die Du brauchst, okay?“

„Oh danke!“

Freudig nicke ich Leander zu, er versteht.

Leander ordert die Kellnerin, „ich lade Dich ein, lass Dein Geld stecken!“

„Wir möchten gerne zahlen!“

„Danke Leander, aber das wäre doch nicht nötig!“

„Ist schon okay, das muss doch gefeiert werden!“

„Feiern kann ich leider nicht, ich will ja später noch heimfahren!“ füge ich beinah entschuldigend ein.

„Schade!“ Leander setzt sein schelmisches Lachen ein.

Beim Aufstehen und Anziehen, hilft er mir, ganz Gentleman in meinen Mantel und reicht mir meine Tasche, dabei lässt sein Grinsen in keinen Deut nach.

Hoppla, was war das?

Dicht gedrängt steht er hinter mir und ganz sachte und so versteckt, dass es keiner mitbekommt, klatscht er mir auf den Po.

Erschrocken, aber nicht erbost drehe ich mich nach ihn um, „hey, was soll das?“ Ich bin ihm aber keineswegs böse darüber, eher amüsiert, es gibt mir etwas Vertrauliches, was Inniges zu ihm.

Wir gehen zu Fuß, der Weg ist nicht all zu weit und es ist nach dem langen Sitzen eine gute Gelegenheit, sich noch etwas die Füße zu vertreten an der frischen Luft, die zwar noch etwas kühl ist, aber schon die ersten Frühlingsboten lassen erahnen, dass die Natur erwacht.

Leander hängt sich locker, freundschaftlich bei mir unter und ich freue mich über den schönen Tag.

Seine Stadtwohnung befindet sich in einer Jugendstilvilla, die Treppen außen führen direkt zu seiner Wohnungstür, ohne dass man an den anderen Wohnungen vorbei muss.

Der Blick über die Altstadt ist gigantisch, seine alte mechanische Schreibmaschine steht immer noch am Fenster und der große Baum davor, von dem er mir oft erzählt hat, wirft seinen Schatten auf den Schreibtisch.

Die Wohnung besteht nur aus zwei Zimmern, einer Küche und einem Bad, alles eingerichtet mit alten Möbeln, die er wohl selber kunstvoll hergerichtet hat, es ist ein Sammelsurium von Sperrmüll und Antiken Stücken, ein kreatives Chaos. Sein Schreibtisch ist breit und ist überfüllt von Stapeln Blättern, Zeitschriften und Bildern.

Eine Wand steht von Boden bis zur Decke voller Bücher an denen sich eine riesige grüne Schlingpflanze empor schlängelt und nur noch teilweise die Titel frei gibt.

Der Parkettfußboden knarzt bei jedem Schritt, die alte Standuhr in der Ecke tickt beruhigend im Takt. Auf der anderen Seite befindet sich eine Schallplattensammlung, es sind mit Sicherheit mehrere hundert. Sein kleines Reich, faszinierend!

„Setz Dich doch bitte!“ Leander nimmt mir Mantel und Tasche ab und deutet mir auf einen Sessel. Er verschwindet in der Küche, will aber sofort wieder da sein.

Er kommt mit einem kleinen Silbertablett wieder, „Statt Kaffee, den hatten wir heute schon reichlich!“ Er serviert Tee in einem Glas mit silbernen Verzierungen und silbernen Griff. Der Tee duftet berauschend und ich kann nicht einordnen, was das für eine Geschmacksrichtung sein soll. Er ist noch viel zu heiß und der aufsteigende Dampf hat was Heimeliges, dazu ein paar Kekse und zwei Gläser Prosecco.

„Ein Glas wird schon gehen, oder?“

„Ich denke schon, wenn es nicht mehr wird..?!“

Leander lässt sich neben mich nieder und stößt mit mir auf unser Wiedersehen an.

„Ich kann es gar nicht so oft betonen, ich kann es einfach nicht fassen, Dich noch einmal wieder zu sehen!“  

Freundschaftlich legt er seinen Arm locker über meine Schulter, so wie er es früher oft getan hat. Bilde ich mir das ein, oder rutscht er wirklich näher an mich heran?

Mir ist es etwas unangenehm, nervös hüstele ich in meine zusammengekniffene Faust hinein und rutsche bei der Gelegenheit etwas zur Seite.

Leander lächelt, er hat die zaghafte Geste gemerkt.

„Du Leander, der Tee ist mir noch zu heiß, zeig mir doch mal Deine Bilder!“

Ein flüchtiger Satz, der mich aus der brenzligen Situation befreit.

„Natürlich! Deshalb hab ich Dich ja auch hierher gelockt.“

Sofort steht er auf, ich stelle mein Proseccoglas ab und trete hinter ihm.

Leander führt mich in sein anderes Zimmer und ich bin beeindruckt, der hohe Raum ist weiß gestrichen, auch hier regiert das kreative Chaos, die grüne Schlingpflanze nimmt auch hier den Raum voll ein, sie darf wuchern von einem Raum in den nächsten.

An der Wand hängt ein riesiges, großes Bild, es zeigt die Crete Senesi, die Hügellandschaft südlich von Siena mit all seinen grünen Schattierungen, den Zypressenalleen.

Ich kann den Duft der Landschaft, den Wiesen und den fremden Bäumen riechen. Ich kann den Wein schmecken und ich sehe mich sitzen am Piazza del Campo das beeindruckende Zentrum der Stadt Siena, der zentrale halbrunde Platz, das Herz der Stadt, wohl der schönste Platz Italiens oder ganz Europas.

Am Boden stehen noch weiter Toscana Bilder, die mich sofort wegträumen lassen.

Aber er geht gezielt zur anderen Seite des Zimmers, ich erkenne es, gleich das vorderste Gemälde zeigt die Insel Es Vedra mit Sonnenuntergang, so kitschig wie auch  schön.

Er blättert durch und mir kommt einiges bekannt vor, er lässt mich raten. Ich war seit dem nicht mehr auf der Insel, zuviel hätte mich an die Tage mit Leander erinnert.

Plötzlich stockt mir der Atem, das bin ja ich!

Ein Gemälde des legendären Cafe´ del Mar bei Sant Antonio.

Ich erkenne mich wieder, da sitzt auf einem Stuhl in der nahenden Dämmerung eine junge Frau, die Beine überkreuzt, das Kinn auf dem Handrücken aufgestützt, der Gesichtsausdruck schmollend und die Stirn in Falten gelegt. Ich werde rot.

„Das bin doch ich, Leander?“

„Ja, das sollst Du sein, gefällt es Dir?“

Ich stottere, „Wie konntest Du…wie hast Du mich gemalt aus dem Gedächtnis?“

„Du bist mir so in Erinnerung geblieben!“

„So beleidigt wie die Frau da?“

„Das hat sich in mein Gedächtnis gebrannt!“

„Oh Gott, ich hab eine ganz andere Erinnerung an Dich! Ich hab das wohl alles vergessen, war ich wirklich so zickig?“

Leander steht hinter mir und irgendwie scheint er zu bemerken, wie mich das Bild vereinnahmt, unbedacht legt er seine Hände sanft auf meinen Schultern. Ich bemerke es gar nicht richtig, wie er mich berührt, seine Hände sind mir nicht unangenehm, den leichten Druck, den er damit auslöst auch nicht.

Er wirkt ziemlich nachdenklich, „Oh ja, das warst Du zwischenzeitlich, aber ich habe auch eine andere Seite von Dir entdeckt, die mir gefallen hat, aber ich konnte Dir das nicht sagen, Du hast mir ständig das Wort im Mund umgedreht und deshalb habe ich Dich nie vergessen!“

„Es tut mir leid, Leander!“ und ich drehe mich nach ihm um.

„Das braucht Dir nicht leid zu tun, Du warst jung, es ist vorbei!“

Fassungslos schaue ich in sein zerfurchtes Gesicht.

Mein Handy meldet sich mit dem Ton eines alten Oldschool Telefons und reißt mich von meinen Gedanken weg, die gerade am wegdriften sind.

Es ist, als würde mich gerade jemand aus der Hypnose erwecken wollen.

Ich sehe am Display, dass es mein Mann Matthias ist, ich nehme ab.

„Ja?“

„Du, Christiane, wenn Du länger bleiben willst, dann mach das, ihr habt bestimmt viel zu reden und setz Dich nicht unter Druck mit der Heimfahrt, nicht dass noch etwas passiert.“

Matthias macht eine Pause, „ Ich weiß, das hast Du mir doch vorhin schon gesagt?!“

„Ja, ich meine, wenn Ihr was nachzuholen habt…dann lass es geschehen, meinen Segen hast Du!“

Der Neujahrsempfang (Yunus& Katharina)

Der Neujahrsempfang

Ein neues Jahr beginnt, Yunus muss Silvester arbeiten, Bereitschaftsdienst und verbringt die meiste Zeit des Tages in der Klinik. An solchen Tagen herrscht Hochbetrieb und die Pausen beschränken sich auf mehrere 5 Minuten Kurzpausen, dementsprechend angespannt und gestresst fühlt er sich auch.

Katharina hat stattdessen frei, sie ärgert sich immer noch darüber, dass sie kein gemeinsames Silvester und auch Neujahr haben.

Katharina ist bei Freunden eingeladen, es sind Freunde die weiter weg wohnen und von ihrer Beziehung wissen, so werden wenigstens keine blöden Fragen gestellt, warum sie Silvester solo unterwegs ist. Ihr fehlt die richtige Lust dazu, aber Yunus überredet sie, dass sie dorthin fährt und nicht wegen ihm daheim hocken bleiben soll. Dienst ist Dienst und er hätte kein Problem damit.

Ok, war ja schon öfters so und bekanntlich sind ja die schönsten Feiern die, auf die man eigentlich gar keine Lust hat.

Der Abend vergeht doch recht schnell und überaus lustig, auch wenn sie alleine war. Irgendwann schmeißt sie alle ihre Vorsätze über einen Haufen und beschließt Spaß zu haben und Alkohol zu trinken. Aus den geplanten 2 Gläsern Sekt, wurden das Doppelte und einige Cocktails kommen noch dazu und da kann sie nicht nein sagen.

Autofahren ist also nicht mehr drin, die Gastgeber bieten mir die Couch im Gästezimmer an und ich nehme dankend an.

Es ist eine angenehme Stille im Haus und nichts, wovon ich  geweckt werde, ich schlafe  wie ein Murmeltier bis zum Mittag und erschrecke darüber, so lange und so fest geschlafen zu haben. Der Kopf brummt noch etwas und ich  will vorsichtshalber noch etwas ausnüchtern.

Ich kann so noch nicht fahren, ohje, was wird Yunus davon halten, aber er hätte sich das ja denken können, schließlich war es sein Vorschlag, dass ich dort feiern soll und es ist bestimmt in seinem Interesse, dass ich erst die 2 Stunden Heimreise antrete, wenn ich absolut nüchtern bin.

Ich werde ihn mal anrufen und bescheid geben, „Hallo Yunus, Du es dauert noch bis ich heimkomme, ich kann noch nicht fahren, tut leid!“

„Ahh, hast Du Alkohol getrunken? Ich dachte, Du wolltest nachts noch heimfahren?“

„Ja, aber es war so ein schöner Abend…!“

„Und da dachtest Du, der alte Yunus arbeitet und da kann ich über die Strenge schlagen, oder was?“

„Nein, ich hab gar nichts mehr gedacht, ich hab mich einfach treiben lassen!“

„Wie undiszipliniert von Dir! Böses Mädchen!“

„Yunus!!!“

„Es war einfach schön, Entschuldigung!“

„Entschuldigung? Für was? Dass Du ohne mich Spaß hattest?“

„Nein, versteh mich nicht falsch, das ist doch jetzt albern, ich setze mich sobald ich kann ins Auto und fahre heim.“

„Na dann kannst Du was erleben, wenn Du heimkommst!“

„Oh, ich kanns schon kaum erwarten!“

„Ja mit Vergnügen!“

„Du glaubst doch nicht im ernst, dass ich Dir heute Vergnügen bereite, oder?“

„Doch, das machst Du ja jetzt schon, die Vorfreude bereitet mir Vergnügen!“

„Deine Undiszipliniertheit muss bestraft werden, warte nur, dann wird Dir die Freude vergehen!“

„Im ernst?“

„Ja, verdammt nochmal“ und legt auf.

Auweia, Yunus ist wirklich eingeschnappt, was das für mich bedeutet, kann ich nur erahnen. Mir wird ganz mulmig von der Vorstellung und am liebsten würde ich das ja noch etwas hinauszögern und heute gar nicht heimfahren, aber das würde es nur noch schlimmer machen.

Meine Freunde, die Gastgeber des Abends fragen was los sei, „Hey Katha, was ist los? Wieso schaust Du auf einmal so ernst?“

„Ach nichts, ist wegen Yunus, der ist sauer, weil ich noch nicht da bin!“

„Ja aber Du konntest doch nicht mehr fahren?!“

„Ja, ich hab ihm halt vorher gesagt, dass ich nachts auf alle Fälle heimfahre und dass ich nichts trinken werde. Er hatte einen harten Dienst und sitzt nun zuhause am gedeckten Frühstückstisch mit frischen Brötchen, die er von unterwegs mitgebracht hat.“

„Der soll sich mal nicht so haben, die Brötchen könnt ihr auch am Nachmittag noch essen. Ich glaube, er ist eher eifersüchtig, weil Du hier Spaß hattest und er arbeiten musste.“

„Kann sein, trotzdem, ich mag es nicht, wenn er ernsthaft sauer ist.“

„Gibt es bei Euch wohl auch ein unernsthaftes sauer sein? Wo ist der Unterschied?“

„Klar, gespielt oder ernst!“

Ich verabschiede mich gegen 15 Uhr mit einem lauen Gefühl im Magen.

Meine Freunde bringen mich noch zum Auto und schenken mir eine letzte Umarmung, „Halt die Ohren steif.“ Ich muss dastehen wie ein begossener Pudel, ich fühle mich zumindest so.

Ich habe keine Vorstellung darüber, was mir blüht, was er mit mir vorhat und auf der ganzen Fahrt, kann ich mich nur schwer auf den Verkehr konzentrieren.

Vielleicht will er mir auch nur Angst machen, ja bestimmt will er das! Ich räume alle negativen Gedanken beiseite, sicherlich ist der Alkohol mit Schuld, dass ich so reagiere. Ich blicke jetzt positiv nach vorne und freue mich drauf, was kommen wird.

Mir wird warm am Po, schon allein bei dem Gedanken, kribbelt es in mir, ich werde schneller und drücke aufs Gaspedal.

Zum Glück komme ich ohne Stau weiter, nur etwas stockender Verkehr zwingt mich dazu mein Tempo zu drosseln.

Ich fahre erst nach Hause, um meine Sachen abzuliefern, steige noch unter die Dusche, um die Spuren der Silvesternacht zu beseitigen, man fühlt sich halt doch wohler, frisch geduscht, ohne Klebereste vom Alkohol, packe noch ein paar Sachen und fahre zu Yunus.

Ich vermeide es ihn vorher anzurufen.

Toll, ich bekomme fast vor der Tür einen Parkplatz, eile über die Straße und klingele an der schweren, alten Holztür.

Er macht nicht auf!

Ich drücke nochmals etwas länger auf den Klingelknopf, Yunus hört nicht.

Nachdem ich weitere zwei Minuten warte und sich nichts tut, krame ich doch mein Handy hervor und wähle seine Nummer. Es dauert auch hier lange, bis er abnimmt. Yunus klingt etwas verschlafen, das tut mir leid.

„Yunus, ich bin´s mach bitte auf, ich hab den Schlüssel vergessen!“

„Auch das noch“, murmelt er.

Er drückt auf den Öffner, ja immerhin und ich nehme zwei Stufen auf einmal und renne hoch bis zu seiner Penthauswohnung, die Wohnungstür steht schon angelehnt mit einem kleinen Spalt offen. Ich klopfe an und trete hinein.

Yunus empfängt mich liebevoll, von der Barschheit am Telefon ist nichts mehr übrig,

„Ich wünsche Dir ein gesundes, neues Jahr!“

„Ja, das wünsche ich dir auch, aber das haben wir uns doch schon heute Nacht gewünscht!“

„Ja, aber nur am Telefon, lass Dich drücken!“

Ich fühle mich geborgen in seinen Armen, die mich fest umschlingen. Yunus nimmt mir ganz Gentleman meinen Mantel ab und hängt ihn an die Garderobe.

Mein Blick fällt auf den gedeckten Kaffeetisch, er hat es noch nicht weggeräumt.

„Du hast mir vorhin Angst gemacht!“

„Ich weiß, sollte so sein, ich wollte das neue Jahr trotzdem nicht so beginnen.“

Yunus grinst von einem Ohr zum anderen und ich bin beruhigt.

„Du bringst mich trotzdem zur Weißglut, weißt Du das?“

„Hm, kann sein!“

Yunus räuspert sich, lehnt sich entspannt auf der Couch zurück, „Ich bin eigentlich ziemlich sauer auf Dich, Du hast mich enttäuscht. Dachte ich doch, ich hätte Dich fest im Griff, aber Du machst, was Du willst und dann vergisst Du auch noch den Schlüssel!

Was soll ich nur mit Dir machen?“

„Bestrafe mich, bestrafe mich hart, ich habe es verdient!“

„Ich habe geschlafen, Du hast mich geweckt…“

„Ja, auch das, das sind noch mehr Strafpunkte.“

Und insgeheim hoffe ich, er möge doch endlich anfangen, oder bleibt es nur bei einer Standpauke?

Es klingelt erneut und Yunus geht zur Gegensprechanlage. Kommt noch irgendwer? Mist, das gefällt mir aber gar nicht. Doch Yunus nimmt seinen Geldbeutel und bezahlt den Essenslieferdienst, der ein Abendessen gebracht hat. Ich bin enttäuscht, es riecht köstlich, aber es ist nur eine Box, mit Alufolie abgedeckt, nichts für mich. Ich hätte ihm vielleicht doch bescheid geben sollen, wenn ich komme.

Yunus nimmt die Thermoskanne mit dem alten Kaffee, das Brotkörbchen und die weiche Butter mit dem ausgetrockneten Käse und dem kalten Ei und stellt es am Boden, während er sein Essen auf dem Tisch zelebriert, den Wein in einem Kristallglas, feine Stoffservietten und Kerzen. Ich bekomme Plastikgeschirr dazu und soll mich am Boden knien.

„Yunus!“

„Was ist? Iss!“

„Aber der Kaffee ist lau, die Brötchen trocken…“

„Sei ruhig und iss!“

Meine Kehle ist wie zugeschnürt, das soll also heute meine Strafe sein, fürs nicht erscheinen muss ich kalten Kaffe statt Wein trinken und satt Peking Ente sind für mich nur trockene Brötchen bestimmt.

Ich kaue und bringe doch keinen Bissen herunter, es ist zu trocken und ich kaue eine Ewigkeit herum.

„Yunus, bitte, kann ich wenigstens….“

Zu mehr komme ich nicht, er schneidet mir das Wort ab.

„Iss, ich will jetzt nichts hören!“

Das ist hart für mich, so hat er mich noch nie behandelt.

„Yunus, es tut mir leid!“

„Du sollst essen, hab ich gesagt!“

„Ich kann nicht!“

„Wer zuviel Longdrinks trinken kann, der kann auch essen, der braucht essen! Was kann ich denn dafür, dass Du nicht fahren konntest und der Kaffee jetzt kalt ist!?“

Widerwärtig versuche ich ein paar Bissen zu machen und würge den kalten Kaffee hinunter.

Yunus ist schon längst fertig und ich kaue immer noch an meinem Brötchen dran rum, nicht mal die Hälfte hab ich geschafft.

„Du bleibst so lange da unten sitzen, bis zu aufgegessen hast!“

Ich seufze, Oh Je!

Ich würdige ihn keines Blickes, eine halbe Stunde später hab ich es endlich geschafft.

„Na bravo, wurde ja auch Zeit!“

„Darf ich aufstehen?“ ich schenke ihn mein süßestes Lächeln.

„Steh auf und zieh Dich aus!“

Mit Vergnügen! So schnell ich kann, reiße ich meine Kleider vom Leib und schmeiße sie in die nächste Ecke.

„Nicht so hinwerfen, Du legst sie ordentlich zusammen wie sich das gehört“

„Jaa..“genervt verdrehe ich meine Augen.

„Katharina, treib es nicht auf die Spitze!“

„Ich kanns nicht erwarten, so einfach ist das!“

„Hab ich Dir erlaubt zu antworten?“

Hat er natürlich nicht und ich schüttele dieses Mal nur mit dem Kopf. Heute treibt er aber ein ganz neues Spiel mit mir, ich weiß noch nicht, ob mir das gefällt.

Schnell lege ich meine Klamotten ordentlich zusammen, für ihn natürlich nicht ordentlich genug und er klopft mir auf die Finger, die ich rasch wegziehe, weil das weh tut.

Es klingelt, ich erschrecke, hoffe aber insgeheim, dass der Essensbote für mich kommt.

Yunus eilt zur Tür und im Treppenhaus höre ich schon an der Stimme, dass es Claas ist, ein Freund von Yunus.

Ich erschrecke noch mehr, als mir bewusst wird, dass er Claas nicht an der Wohnungstür abwimmelt, sondern ihn hereinbittet.

In Windeseile verschwinde ich ins Bad, denn da steht die Türe offen, ich schnappe mir schnell ein großes Handtuch ein schlage es um meinen Körper um, erst dann gehe ich ins Wohnzimmer und begrüße den Besuch. Meine gute Laune ist dahin, wie gern wäre ich doch mit Yunus alleine geblieben. Naja, der bleibt bestimmt nicht lange, denke ich mir.

„Hey Katharina, nicht so prüde, hab ich Dir erlaubt, Deinen Körper abzudecken? Also mir war das nicht bekannt!“ Und mit einem Griff reißt mir Yunus das Handtuch vom Leib.

„Katharina, Du schenkst mir und Claas jetzt noch ein Glas Wein ein, hast Du das verstanden?“ peinlich berührt nicke ich nur, mein Herz schlägt mir bis zum Hals und ab jetzt, will ich möglichst alles richtig machen, um das Ganze zu verkürzen, ich will ihn nicht noch mehr Ärger bereiten.

Claas scheint von der Situation nicht sonderlich berührt zu sein, ihm ist es auch überhaupt nicht unangenehm, führen Er und seine Frau vielleicht eine ähnliche Beziehung?

Ich reiche den beiden auf einem kleinen Silbertablett die gefüllten Weingläser und bleibe daneben stehen.

Yunus und Claas lehnen sich entspannt zurück, Yunus schaut mich nur einen Bruchteil von einer Sekunde an, „Geh! Stell Dich dort in die Ecke, das ist heute Dein Platz und rühr Dich nicht vom Fleck und stehen hab ich gesagt!“

Ich schlucke, das sitzt, „Weißt Du Claas, sie hat gestern zuviel gefeiert und kam erst heute am späten Nachmittag zurück, weil sie nicht früher fahren konnte, dann hat sie auch noch ihren Schlüssel vergessen, das geht doch so nicht!“

„Da hast Du natürlich vollkommen Recht, sowas gehört bestraft, Du musst sie besser erziehen, sonst tanzt sie Dir immer wieder auf der Nase herum.“

Die beiden Herren schalten nun eine Sportsendung ein und ich werde dabei völlig ignoriert. Außer über Sport unterhalten sie sich auch noch über Erziehungsmethoden, welche besonders angebracht wären für welche Verfehlungen, sie vergessen völlig, dass ich anwesend bin und zuhöre, oder ist das Absicht?

„Eine gehörige Tracht Prügel hätte sie verdient, aber das gefällt ihr auch noch!“

Mir wird langsam langweilig und es strengt mich an die ganze Zeit so frei zu stehen, denn so fit bin ich heute auch noch nicht. Da die beiden sehr konzentriert Sport schauen, lasse ich mich langsam sinken und lehne mich mit dem Rücken an die Wand, nur ein paar Zentimeter bewege ich mich, schon zischt mich Yunus an, ich solle stehen bleiben wie ich bin, er beobachtet mich doch, ihm entgeht nichts.

„Katharina, schau mal in unsere Gläser, siehst Du da noch Wein?“

Sofort eile ich und hole die Flasche um den beiden nachzuschenken. Claas schenkt mir ein liebevolles Dankeschön, Yunus sagt nichts und ich stelle mich wieder zurück an meinem Platz in die Ecke. Ich werde hundemüde, mein Rücken tut weh und meine Beine fangen an zu krampfen, Yunus sieht mich an und bemerkt meinen gequälten Gesichtsausdruck.

„In 10 Minuten ist das Match aus, dann wirst Du Claas Jacke und Schuhe holen!“

Ich nicke und fühle eine Erleichterung, die 10 Minuten sind wirklich lang, aber ich beiße die Zähne zusammen und halte durch.

Wie erleichtert ich bin, als sich Claas endlich erhebt und gehen will, sofort springe ich zur Garderobe und bin froh, mich wieder bewegen zu dürfen.

 Claas verabschiedet sich nach dem Match, zwinkert mir zu und wünscht uns einen angenehmen Abend.

Für mich war das nun erledigt, „Hab ich Dir gesagt, dass Du rumtollen sollst? In die Ecke mit Dir, aber marsch!“

Mit eingezogenem Kopf schlurfe ich in meine Ecke zurück, Yunus ist noch nicht fertig, er ist im Schlafzimmer und ich werde hibbelig.

Auf dem Wohnzimmertisch breitet er nun ein Sortiment von Schlaginstrumenten aus und schaut sie genüsslich an.

Mein ganzer Körper ist angespannt.

„Findest Du, dass Du das alles richtig gemacht hast heute?“

„Nein!“

„Dreh Dich um!“

Ich drehe mich um und schaue in die Ecke, ein Schauder läuft mir über den Rücken, Nervosität macht sich breit und ich zittere am ganzen Leib.

Ich kann nicht sehen, was er macht, ich darf mich nicht umdrehen, wann wird er endlich anfangen?

Ich höre den tiefen Atem hinter mir, Yunus ist ganz nah an meinem Ohr, ich traue mich kaum mich zu bewegen, geschweige denn zu atmen. Seine kräftigen Arme packen mich am Oberkörper, er zieht mich mit meinem Brustkorb ganz fest an sich heran. Ein Finger von ihm, prüft meine Spalte, ich bin nass!

Wo bleibt der erste Schlag?

Nein, Yunus packt mich von hinten, sein Glied ist schon ganz steif und er verpasst mir ein paar kräftige, tiefe Stöße, unsere Säfte vermengen sich, wir baden darin, ich kann es nicht abwarten, sein Gesicht in die hand zu nehmen und ihn innigst zu küssen.

„Hat dir das gefallen heute?“
“Das war gemein!“

„So ist es Gut!“ und vor lauter Anspannung, die jetzt endlich weg ist, laufen mir einzelne  Tränen an den Wangen herab.

Yunus küsst mir jede einzelne weg, das war dann doch noch ein schöner Neujahrsempfang.

Der Karneval ist vorbei, Julia

Oh Schreck, nicht nur dass es nicht Simone ist, nein, ER , seine pure Anwesenheit und dann der Kittel der doch noch hierhängt!

„Äh…Hallo..“ stammele ich, das ist ja eine Überraschung!“

„Ich dachte, ich schaue mal, wie es dir geht, Du hast im Unterricht gefehlt, mir wurde gesagt, Du hast Dich für heute krank gemeldet?“

„Äh, ja, mir gings heute morgen nicht so gut und bevor ich da noch andere anstecke…dachte ich, ich bleibe heute lieber daheim.“

Wie schaffe ich es nur, seinen Arztkittel verschwinden zu lassen? Ich muss ihn irgendwie ablenken.

Christoph fasst mir an die Stirn, ich zische ihn an, was das soll.

„Ja ich denke, Du fühlst Dich krank?“

„Doch nicht so, mir war schlecht und so!“

„Aha, schlecht und so, da kann man auch Temperatur haben, vor allem, wenn einem die Angst plagt, man könnte ansteckend sein, das psst doch irgendwie nicht zusammen, meinst Du nicht?“

„Ich hab mich einfach nicht wohl gefühlt und möchte auch jetzt lieber alleine sein“, schon alleine deshalb, weil ich denke, es könnte noch eine Freundin vorbeikommen. Ganz gebannt und nervös sitze ich da, biete ihm aber trotzdem einen Kaffee an, weil da ist ja noch die andere Seite und die ist überaus happy, dass er da ist, aber ich muss das ja nicht so zeigen.

„Hast Du schon heute Deine Temperatur gemessen Julia?“

„Nee, hab ich nicht, ich fühle mich nicht so, als hätte ich Fieber.“

Mein Gott, warum hab ich ihm nicht irgendeinen Wert gesagt, dass er zufrieden ist?

„Hast Du ein Thermometer da, dann holen wir das jetzt nach!“

„Nein!“

„Was nein, Du willst nicht, oder hast kein Thermometer?“

„Beides!“

„Hey, Du willst Krankenschwester werden, da hat man sowas zuhause!“

„Schon gut, das nervt jetzt, mir geht es wieder gut und morgen gehe ich auch wieder in den Unterricht, ok?“

„Ok, ich bin ja auch nicht zum streiten da!“

Während Christoph seinen Kaffee schlürft, wandert sein Blick in meinem Zimmer herum, sein Blick bleibt an dem weißen Arztkittel hängen.

„Sag mal, was hängt da eigentlich für ein Kittel? Das schaut aus wie ein original Arztkittel!“

Ich will ausweichen und sage nur: „Naja, ist halt Karneval!“

„Ach, den hast Du extra gekauft oder gibt’s sowas auch bei den Verkleidungen?“

Meine Antwort, die ich eigentlich erst noch erfinden muss, wartet er gar nicht erst ab.

Christoph steht auf und will das gute Stück begutachten. Leider hab ich den weißen Pflasterstreifen, der seinen Namen verdeckt schon abgemacht und ich werde so rot im Gesicht, dass ich mich am liebsten in Luft auflösen wolle.

Aufmerksam liest er DR.WOLF, Christoph räuspert sich, dreht sich um zu mir.

„Sag mal, das ist jetzt nicht wahr, oder?“

„Doch!“

„Wie kommst Du darauf, woher hast Du den?“

„Ich hab den für die Party gebraucht, Du bekommst ihn ja wieder zurück!“

„Du hast was? Du hast meinen Arztkittel für eine Karnevalsveranstaltung gebraucht?“

Schuldbewusst schaue ich zu Boden und nicke stumm.

„Ich glaub ich spinne! Muss ich dich wohl übers Knie legen?“

Jetzt muss ich lachen, lache ihn aus, so wie er jetzt eben auf Streng macht.

„Nein!“ und schüttele meinen Kopf, „ich dachte Du bist humorvoll?!“

„Und Du brauchst den Po voll, das ist ein Arztkittel mit meinen Namen drauf, Mensch!“

Ich glaube mit ihm ist jetzt nicht mehr zu spaßen, hab ich mich so getäuscht? Bis jetzt war er immer gut gelaunt, ich kenne ihn gar nicht anders.

Seine Augen blitzen mich an, sein Gesichtsausdruck ist versteinert, Christoph steht drohend vor mir und beugt sich mit dem Oberkörper nach unten zu mir. Ich werde feucht, ich spüre wie mein Unterleib vibriert, aber ich wehre mich dagegen, kann dieses Gefühl nict einordnen.

Er ist viel größer als ich und im Nu packt er mich und drückt mich auf seinen Schoß, meinen Hintern zu ihm gestreckt.

„Christoph, bitte, lass mich!“ Bis jetzt dachte ich ja noch, er mache Spaß aber er ist umgeschwenkt.

„Nein, Julia, das muss bestraft werden, kein erbarmen! Und nicht nur dass Du mir meinen Kittel geklaut hast und ihn mit Konfetti beschmutzt hast, nein auch, dass Du einfach ohne Grund vom Unterricht fern geblieben bist.“

Ich versuche mich loszuschütteln und stemme mich gegen ihn, er macht mir irgendwie Angst, er soll aufhören, denn sein Blick ist ernst und zornig.

„Christoph, Du machst mir Angst, geh, lass mich!“

„Nein, das könnte Dir so passen!“

Ich denke, ich bin im falschen Film, natürlich macht man das nicht, natürlich war das falsch und frech von mir, aber muss es gleich so enden? Ist er in Wirklichkeit gar nicht so, wie er sich gibt?

„Christoph, ich bitte Dich!“ und vor lauter Wut, Panik und Verzweiflung muss ich lauthals weinen. Wie komme ich da wieder raus, ich sehe ihn doch ständig in der Arbeit, ich schluchze, wie dünn doch unsere Liebe noch ist, wenn man das schon so nennen mag. Ich hasse ihn!

Jetzt erhebt er seine Hand gegen mich, er holt aus, und….

er klatscht nicht, wie befürchtet auf meinen Allerwertesten, kurz davor lässt er seine Hand sanft auf meinen Hintern sinken.

Christoph huscht ein Grinsen über das Gesicht, „Du dachtest jetzt wirklich, ich würde dich schlagen, oder?“

Ich starre ihn mit weit aufgerissenen Augen an und nicke.

„Jetzt in unsrer Anfangsphase? Ich wollte dir nur ein wenig einen Schrecken einjagen!“

„Na das ist dir auch gelungen, ich wüsste nicht, wie ich hätte weitermachen sollen.“

Wieder holt er aus und ich zucke erneut zusammen, aber Christop lässt seine Hand wieder sanft auf meinem Po sinken, er kneift ihn leicht, er massiert durch meine Jeans, so gut wie es eben geht, er lässt seine Hand beschützend auf meinen Pobacken liegen und die Wärme, die seine Hand ausstrahlt tut so gut. Ich bewege mich langsam wieder und möchte mich aufrichten, ich möchte mich in seinen Armen einkuscheln.

„Nicht so eilig, ich bin noch nicht fertig mit dir“.

„Was?“

„Das war ein Test!“

„Was für ein Test? Ich verstehe Dich nicht!“

Der Genießer grinst und schweigt, er erhebt seine Hand ein weiters Mal und diesmal lässt er sie nicht sanft sinken, sondern er klatscht auf meine Pobacken.

„Aua!“ schreie ich auf, aber nicht in dem Sinne, dass es mir wirklich Schmerzen bereitete, nein eher als Schreck, symbolhaft, ihn warnen?

„Christoph!“

Christoph grinst mich an, „gefällt dir, was?“

„Nein…ich weiß nicht, es hat aber nicht weh getan!“.

„Weiß ich doch!“

Ich weiß gar nicht, wie mir der Kopf steht, was ich von der Geste halten soll. Christoph nimmt mich hoch, macht mir den Reißverschluss meiner Jeans auf, öffnet den Knopf und während er sich an meinen Lippen festsaugt, zieht er geschickt meine Hose herunter. Seine Hand greift mir zwischen die Beine und ich grätsche meine Oberschenkel. Er kneift kräftig in meine Pobacken und ich fange an auf seiner Hand zu reiten.

„Julia, bei Dir recht ein Klaps nicht aus, Dein Po muss mal so richtig verhaut werden.“

Ich gucke ihn empört an und lasse seine Zunge los. Ich will es zwar nicht wahrhaben, aber mein Körper sagt was anderes. Ich bin vollkommen nass, Christoph entgeht das nicht. Er schiebt seine Hand tief in mich hinein und beginnt mich mit den Fingern zu ficken.

Ich bin irritiert über meinen Körper. Ich kann es nicht deuten, liegt es an Christophs Finger oder reichte schon die Ansage. Das kann doch nicht sein, dass mich eine strenge Ankündigung, oder eine Vorstellung dessen so erregt? Der Saft sprudelt nur so aus mir heraus. Was hat er mit mir gemacht? Ich kann mir das nicht eingestehen und ich werde ihn nicht darum bitten, es nochmals zu tun. Ticke ich irgendwie nicht richtig?